Telefon für die Wand, was es geworden ist

04/10/2014 - 22:01 von Ralph Aichinger | Report spam
(kurzer Erfahrungsbericht mit meinem Zwischenstand)

Vor ca. einem Monat hab ich hier mal nach einem robusten Telefon
für die Wand gefragt in <luua6v$p4k$1@holiday.pangea.at>

Ich hab mich dann nach einigem Nachlesen in downloadbaren
Gebrauchsanweisungen und Onlinedoku -- durchaus im Sinne der
Postings von Thomas hier -- gegen alles entschieden wo Cisco
draufsteht. Es schaut wirklich so aus, daß man wenn man sowas
kauft entweder das ganze Backend von Cisco dazukaufen muß
(mit Servicevertrag und Pipapo) oder ein veritables Reverse-
Engineering-Projekt vor sich hat. Ja, man kann das bestimmt
irgendwie hinkriegen. Ob das Spaß macht? Wenn man gebraucht
größere Posten billig kriegt, dann zahlt es sich vielleicht
aus.

Bei den stàrker Consumer-orientierten Telefonen hab ich das
Gefühl aber nicht gehabt, und drum hab ich mich dann für ein
Snom 300 entschieden gehabt, da kann man für die Wandmontage
sogar Bohrschablonen downloaden ;)

Auf dem österreichischen craigslist-Äquivalent willhaben hab ich aber
ein Snom 320 und ein 360 sehr billig bekommen, und ich muß sagen
die Qualitàt (die wohl àhnlich wie beim Snom 300 ist) dieser
Teile gefàllt mir. Man kann Plastik so machen, daß es billig wirkt,
oder aber so daß man merkt es ist mit Liebe und Sachverstand passiert,
und das ist bei den Snoms sicher der Fall. Im Hörer ist z.B. sicher
ein kleines Gewicht drin, damit er sich angenehm schwer (aber nicht
zu schwer) anfühlt.

Die schon etwas àlteren Telefone haben sich ohne Umstànde auf eine
aktuelle Firmware updaten lassen, haben alle Einstellungen ohne
irgendwelche Schmerzen aus dem DHCP-Server gezogen (einschließlich
der Option für den NTP-Server) und eine halbe Stunde nach dem
Auspacken hab ich das erste Gespràch über siptel.at geführt, wobei
die meiste Zeit dabei das Warten auf die Freischaltung und das
Aufbuchen des Guthabens erfordert haben.

Die Sprachqualitàt finde ich toll. Besser als alles was ich an
VoIP-Gateways und Endgeràten aus eigner Erfahrung kenne. Ich hab
bis jetzt noch kein wirkliches Festnetzgespràch geführt, nur zu
Handys, aber da klingt es IMHO besser als Handy-Handy. Vermutlich
wegen des besseren Hörers.

Der Einsatz dieser Telefone an einem üblichen Sip-Account ist wirklich
sehr einfach, man kann alles im Webinterface konfigurieren (Kurzwahltasten
etc.) und auch der Import eines Telefonbuchs geht sehr einfach per
CSV nach dem Muster

Vorname Nachname, +43650.

das sollte wohl auch jeder in Excel hinkriegen.

Mein Hauptproblem ist jetzt das Anschrauben an der Wand und vor
allem das Durchbohren der Wand (die Wand wo es hin soll ist die
auf der auf der anderen Seite mein Rack mit allen Kabeln hàngt),
das ist eher eine Frage der Geduld und Pràzision (ich will die
frisch gestrichene Wand nicht ruinieren, das Loch soll nachher
hinter dem Telefon versteckt liegen ;)

Danke euch allen nochmal, und ich kann mich der Empfehlung für
die 300er-Snom-Serie mittlerweile anschließen.

Derzeit spiele ich auch an einem Asterisk-Server (dafür hab ich
mir das zweite Telefon besorgt, damit ich eines "im Produktivbetrieb"
haben kann und eines zum Rumspielen).

/ralph
 

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#1 Thomas Rechberger
07/10/2014 - 22:39 | Warnen spam
Am 04.10.2014 22:01, schrieb Ralph Aichinger:


Bei den stàrker Consumer-orientierten Telefonen hab ich das
Gefühl aber nicht gehabt, und drum hab ich mich dann für ein
Snom 300 entschieden gehabt, da kann man für die Wandmontage
sogar Bohrschablonen downloaden ;)




Mit Snom macht man nichts verkehrt


Derzeit spiele ich auch an einem Asterisk-Server (dafür hab ich
mir das zweite Telefon besorgt, damit ich eines "im Produktivbetrieb"
haben kann und eines zum Rumspielen).




Wenn man da erst mal das Potential erkannt hat, will man nichts anderes
mehr. Etwas einfacherer ist FreePBX.
Bei Asterisk sollte man min. Version 1.8 nehmen, besser gleich 11.

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