Telefon im Potentialausgleich einschließen

17/07/2009 - 19:56 von Peter Mairhofer | Report spam
Hallo,

Gegeben: EFH. Die Elektroinstallation aus den Mitte 80er, trotzdem
aktuell und alles an den Potentialausgleich angeschlossen.

Nun gibt es seit ich mich erinnern kann das Problem dass der FI (0.1A)
bei stàrkerem Gewitter auslöst. Zugegeben, der FI ist eher empfindlich.
Das ist natürlich sehr làstig bis gefàhrlich wenn man nicht zu Hause
ist. Ist das normal oder findet sich irgendwo in der Installation ein
Fehler?

Was mir in den Sinn kommt: Zum Hausbau war der Telefonanschluss
lediglich mit dem Telefon verbunden. Deswegen ist die Telefonleitung
nicht geerdet.
Mittlerweile làuft die Leitung natürlich in Modem und Co. Die Leitung
ist ein Erdkabel und kommt aus der Erde ins Erdgeschoss. Frage: Kann das
damit etwas zu tun haben? Lohnt es sich die Telefonleitung in den
Potentialausgleich mit einzubeziehen? Wenn ja, wie macht man das? Nur
den Mantel erden? Falls nein, mit welchen Kosten ist dabei zu rechnen?

Und schließlich gibt es seit einiger Zeit natürlich auch CAT5 Kabel
durchs ganze Haus, die làngsten vom Keller bis in den Spitzboden. Bisher
habe ich den Mantel immer mit den Dosen verbunden, aber da manche Dosen
einzeln in der Wand sind, sind diese nicht immer mit der Erde verbunden.
Soll ich darauf achten dass immer alle Seiten mit der Erde verbunden sind?
Zumindest im Keller steht ein Patchpanel das geerdet ist.

Und der dritte Punkt: SAT Anschluss. Seit neuem gibt es das SAT
Antennenkabel (DVB-S) das von der Schüssel im ersten Stock (über Umwege)
ins Erdgeschoß führt. Ist hier was besonderes zu beachten/zu erden? Wenn
ja, wie?

Vielen Dank!
Peter
 

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#1 Leo Baumann
17/07/2009 - 22:53 | Warnen spam
Hallo,

wenn es sich nicht um eine Telefonanlage handelt, ist es nicht unbedingt
sinnvoll einen Potentialausgleich durchzuführen. Anders sieht das aus, wenn
als Endgeràte Modem oder Router angeschlossen sind, die ihrerseits mit dem
Netz verbunden sind, dann halte ich die Einbeziehung des EVZ in den
Potentialausgleich für gut. Abgesehen von den Vorschriften nach DIN VDE, der
alten 1R8-50 für Antennenanlagen und der Telekom ist immer eine sternförmige
Erdung an der Ausgleichsschiene gut, damit keine Brummschleifen entstehen.
Warum der FI-Schutzschalter herausfliegt ist zumindest bei Gewittern
ungeklàrt. Wenn man sicher gehen will, dass kein Fehler in der Elektroanlage
vorhanden ist, sollte man mit einem digitalen Ohmmeter, besser einem
Kurbelinduktor (der arbeitet mit höheren Messspannungen) den
Isolationswiderstand bei abgeschalteter Anlage zwischen PE (grün/gelb) und
PEN (blau) in den Unterverteilungen messen. Wenn die Messung sehr hochohmig
ist, liegt eigentlich in 1. Nàherung kein Fehler vor.

mfG Ingenieurbüro Baumann

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