Telefonkabelfrage

21/11/2007 - 09:09 von Carsten Schmitz | Report spam
Hallo,
ein Bagger hat ein Telefon-Erdkabel erwischt, genau genommen eine Muffe, die
ein A-2Yirgendwas mit einem anderen Kabel verbindet.
Der Monteur der DTAG sagte, dass das andere Kabel gar nicht als Erdkabel
geeignet sei und hat es auch nur notdürftig angeflickt und mit ner
Plastiktüte umwickelt.

Nun zur Beschreibung dieses Kabels:
Außenmantel schwarz, anschließend ein Geflecht von Stahlbàndern, dann wieder
eine schwarzer Mantel und innen die 10 Paare. Der Telekom-Monteur meinte
nun:
1. Das ist eine Leitung, die zum Verspannen zwischen Masten benutzt wird
2. Für die Erdverlegung unzulàssig
3. Muss unbedingt getauscht werden, auch wenn dazu ein Graben quer durch
eine Einfahrt gezogen werden muss (inkl. anschließender Neuasphaltierung)
4. Da die Telekom nur noch Warmschrumpfmuffen benutze, könne er das nur
provisorisch anflicken, da dieses Kabel sonst beim Schrumpfen wegschmelzen
würde.

Nun, mein Kunde möchte das vorhandene Kabel eigentlich nicht so gerne
wechseln. Wir reden über ca. 10m Lànge bis zum APL, davon 8m unter einer
Asphaltschicht in der Einfahrt.

Ich kenne diesen Kabeltyp nicht, weiß jemand von euch, ob dieses Kabel
wirklich nicht als Erdkabel geeignet ist?
Der fehlende Làngs-/Querwasserschutz ist leider eine Tatsache.
Andererseits hat das Kabel ja gleich zwei Màntel und die Bewehrung, die vor
Beschàdigung und Wassereintritt schützen.
Die Vermuffung wàre kein Problem, notfalls spendiere ich der DTAG eine
Gießharzmuffe.
Das Kabel liegt wohl ca. seit 1970, der Mantel sieht super aus (nicht so,
wie man das von NYM-Leitung nach Jahren im Erdreich kennt), die Adern fühlen
sich an "wie neu".
 

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#1 Rudi Horlacher [Paul von Staufen]
21/11/2007 - 11:15 | Warnen spam
Carsten Schmitz wrote:

ein Bagger hat ein Telefon-Erdkabel erwischt, genau genommen eine Muffe, die



[...]

Nun zur Beschreibung dieses Kabels:
Außenmantel schwarz, anschließend ein Geflecht von Stahlbàndern, dann wieder
eine schwarzer Mantel und innen die 10 Paare. Der Telekom-Monteur meinte
nun:
1. Das ist eine Leitung, die zum Verspannen zwischen Masten benutzt wird
2. Für die Erdverlegung unzulàssig
3. Muss unbedingt getauscht werden, auch wenn dazu ein Graben quer durch
eine Einfahrt gezogen werden muss (inkl. anschließender Neuasphaltierung)
4. Da die Telekom nur noch Warmschrumpfmuffen benutze, könne er das nur
provisorisch anflicken, da dieses Kabel sonst beim Schrumpfen wegschmelzen
würde.

Ich kenne diesen Kabeltyp nicht, weiß jemand von euch, ob dieses Kabel
wirklich nicht als Erdkabel geeignet ist?



Kabel-Type: J-2Y(Z)Y 10x2x0,6 evt. 0,8
Kabel mit Zugentlastung zum Aufhàngen an Masten.
Der fehlende Làngs-/Querwasserschutz ist leider eine Tatsache.



Làngswasserschutz fehlt. War früher auch nicht vorhanden (Papierkabel A-PM)
Querwasserschutz ist vorhanden, sonst dürfte man es nicht im Freien
verwenden.

(Aussenmantel làßt sich sehr schlecht entfernen!)

Andererseits hat das Kabel ja gleich zwei Màntel und die Bewehrung, die vor
Beschàdigung und Wassereintritt schützen.



Bei mir liegt ein Kabel J-2Y(Z)Y 6x2x0,6 Zwischen Wohnhaus und Garage
(Lànge 55m ) seit 1972 ununterbrochen in Betrieb ohne irgend eine Störung.

Als Muffe kann ohne weiteres eine Schrumpfmuffe mit Innenkleber verwendet
werden. Gasbrennerflamme auf gelbe Flamme einstellen um eine Ueberhitzung
zu vermeiden.

Die Vermuffung wàre kein Problem, notfalls spendiere ich der DTAG eine
Gießharzmuffe.

Das Kabel liegt wohl ca. seit 1970, der Mantel sieht super aus (nicht so,
wie man das von NYM-Leitung nach Jahren im Erdreich kennt), die Adern fühlen
sich an "wie neu".



Glaube ich Dir sofort.

Der Telekomiker weiss vielleicht viel, aber halt nicht Alles richtig ;-)

Rudi

/ Rudi Horlacher - Am Pfarrgarten 42 - 73540 Heubach /
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