Textverarbeitung für Praktikumsprotokolle, Studienarbeiten, Dissertationen usw.

07/10/2010 - 09:22 von Albrecht Mehl | Report spam
Anlàßlich eines Umzugs schaute ich mal wieder meine fast ein halbes
Jahrhundert alten Arbeiten an und erinnerte mich, wie mühsam damals das
Schreiben mit Unterstützung von Tippex war und wie man fluchte, wenn
ausgerechnet am Ende einer Seite noch ein Fehler passierte. Heute gilt
'Selbst ist der Mann', d.h. man beauftragt nicht mehr ein Schreibbüro
oder eine Sekretàrin, schreibt selbst. Mich interessiert, welche
Programme da vorzugsweise benutzt werden. Als Kandidaten fallen mir da

- Word
- openoffice
- LaTeX

ein. Dankbar wàre ich für Antworten nicht nur 'Ich benutze X', sondern
mit '..., weil ...'. Auch Beobachtungen bei Kollegen wàren schön ('Die
Meisten benutzen , einige ...')

A. Mehl
Albrecht Mehl |
Veilchenweg 7 |Tel. (06151) 37 39 92
D-64291 Darmstadt, Germany|sehenswert - ungefàhr 'Wir einsam im All'
http://www.phrenopolis.com/perspect...index.html
 

Lesen sie die antworten

#1 Hans-Bernhard Bröker
07/10/2010 - 16:16 | Warnen spam
On 07.10.2010 09:22, Albrecht Mehl wrote:

'Selbst ist der Mann', d.h. man beauftragt nicht mehr ein Schreibbüro
oder eine Sekretàrin, schreibt selbst. Mich interessiert, welche
Programme da vorzugsweise benutzt werden.



Das hàngt von diversen Faktoren ab. Nicht zuletzt von der
Unterdisziplin, der Rechnerumgebung und persönlichen Vorlieben.
Zumindest bei uns damals gab es eine Art Kulturgrenze: Theoretiker und
Teilchenphysiker benutzten LaTeX, ohne auch nur lange drüber
nachzudenken, die Festkörperphysiker benutzten ebenso reflexmàßig Word.
(OpenOffice gab's da noch nicht). Das lag nicht zuletzt daran, dass
die Festkörperer als einzige regelmàßig Microsoft-Betriebssysteme auf
ihren Rechnern hatten.

Ausnahmen gab's da, wo Leute sich aufgrund negativer Erfahrungen gegen
ihr Umfeld gestemmt haben: Word hat z.B. eine Seminar-Ausarbeitung
buchstàblich am Abend vorher gefressen (3 Mann Nachtschicht, um das
wieder aufzuholen), und die Probleme mit der Einbindung von Grafiken und
der Handhabung großer Dokumente bei Word waren berüchtigt.

Außerdem hatten wir ein paar TeX-Profis im Freundeskreis, das hat auch
einige Entscheidungen beeinflusst. Am Ende war unser Freundeskreis eine
praktisch uneinnehmbare TeX-Burg, bis auf einen, der per
Instituts-Doktrin zu Word verdonnert war was hat der arme Kerl geflucht.

Mein persönliches Lieblings-Gegenargument war aber das Handbuch von
MS-DOS 6. Wenn eine Bude wie Microsoft, die Word herstellt, es
hinkriegt, die Seitenzahlen im Index _komplett_ falsch zu haben, wie
soll dann irgendwer sonst ihrem Produkt vertrauen können?

Ähnliche fragen