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TFT-Displays ansteuern, wie?

27/08/2014 - 23:37 von Steffen Koepf | Report spam
Hallo,

ich suche gerade für ein Projekt ein TFT-Display mit Touchscreen.
Davon gibt es von den Chinesen jede Menge mit einem RGB-Interface
wo unter anderem R,G,B und H- und V-Sync digital übertragen werden,
oft über einen 40-poligen Stecker (Weiss zufàllig jemand, ob dieses
Interface einen Name hat? Gibt es einen Herstellerübergreifenden
Belegungsstandard?)

Angesteuert wird das gute Stück oft über einen Chip wie SSD1963,
der einen internen Grafikspeicher enthàlt und im Prinzip wie eine
àltere Grafikkarte arbeitet, ohne 2D- und 3D-Accelerator.
Zu einer CPU hin hat der Chip ein Interface wie das 8080-Interface.
Was mich dabei stört ist, dass der interne Grafikspeicher nicht
direkt von der CPU adressiert werden kann, also wie bei einer
Grafikkarte das Video-RAM in den Adressraum der CPU gemapped ist,
so dass grafikroutinen wahllos auf einzelne Pixel zugreifen können.
Stattdessen muss bei jedem Pixel, den man àndern will, erst ein
interner Write-Pointer gesetzt werden, danach kann man dann
Pixeldaten senden. Wenn das alles performant sein soll, braucht
man wohl nochmal einiges an RAM in der CPU oder extern, auf das
die Grafikroutinen wahllos zugreifen können und am Ende wird das
ganze Image dann in den SSD1963 als Block geschrieben.

Kennt jemand einen anderen solchen Chip, wo dieses Problem besser
gelöst ist?

Gruss,

Steffen
 

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#1 Frank Buss
28/08/2014 - 01:33 | Warnen spam
Steffen Koepf wrote:

ich suche gerade für ein Projekt ein TFT-Display mit Touchscreen.
Davon gibt es von den Chinesen jede Menge mit einem RGB-Interface
wo unter anderem R,G,B und H- und V-Sync digital übertragen werden,
oft über einen 40-poligen Stecker (Weiss zufàllig jemand, ob dieses
Interface einen Name hat? Gibt es einen Herstellerübergreifenden
Belegungsstandard?)



Einen Standard für die Belegung gibt es meines Wissens nicht, muß man
jeweils im Datenblatt nachschauen. Außerdem werden Displays gerne
kurzfristig abgekündigt. Daher lohnt sich eine Eigenentwicklung meist
nicht, je nach Produkt was du damit machen willst, und man ist besser
dran mit einem fertigen Table PC mit Windows oder Android, an dem man
dann z.B. per USB seine eigene Hardware anschliesst. Wenn's das nicht
mehr gibt, tauscht man es einfach komplett gegen ein anderes Model aus.

Kennt jemand einen anderen solchen Chip, wo dieses Problem besser
gelöst ist?



Der SM502 hat direkten Speicherzugriff und gibt es sogar mit internem
Speicher:

http://www.hy-line.de/firmengruppe/...sor/sm502/

Ich habe damit mal flüssige und flackerfreie Animationen per
Double-Buffering mit 60 Hz programmiert, z.B. großflàchige Bargraphen im
alten Fluoreszenzanzeige-Look, Nachbildung analoger VU-Meter usw., mit
800x600 Pixel. Die CPU war dabei nur eine kleiner AT91SAM9. Der SM502
hat einige nette Beschleunigerfunktionen eingebaut, wie Bit-Blitting,
Linien zeichnen und Display-Listen.

Frank Buss, http://www.frank-buss.de
C64 MIDI interface, preorder: http://www.frank-buss.de/c64/midi/buy.html

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