Thermoelement, Datenblattfeler?

16/05/2011 - 16:07 von Jan Bruns | Report spam
Hallo.

Es geht um folgendes Datenblatt:

http://www.eureca.de/pdf/cooling/se...rators.pdf

Leider reagiert der Hersteller/Anbieter nicht auf eMail von mir, daher
frage ich mal euch:

In dem Datenblatt finden sich sowohl Formeln zur Berechnung, als
auch einzusetzende Werte und Korrekturkurven.

Mein Eindruck ist, daß die angegebenen Formeln nicht zu den
angegebenen Werten bzw. Korrekturkurven passen. Ganz
konkret scheinen sich die Formeln auf absolut-integrale
Thermospannungen zu beziehen, die Zahlenwerte/Kurven jedoch
wahrscheinlich auf differentielle Modulspannungen (Steigung
der Elementspannung pro Temperaturdifferenz, wenn letztere
klein genug ist).

Wenn ich so rechne, wie in dem Datenblatt angegeben, errechne
ich (grob, aus dem Gedàchtnis wiedergegeben) für den Wirkungsgrad:

100°C/ 0°C : ca. 5%
150°C/ 50°C : ca. 2%
200°C/100°C : ca. 0.5%

Wenn ich so rechne, wie ich es für richtiger halte, also
insbesondere: U = integral(corrected_alpha(t), t=t1..t2) -I*avg_R
erhalte ich dagegen:

100°C/ 0°C : ca. 4.5%
150°C/ 50°C : ca. 4%
200°C/100°C : ca. 3%
200°C/ 0°C : ca. 8%


Habe ich recht, oder sind die Module des Herstellers wirklich so
auffàllig schlecht bzw. launisch?

Gruss

Jan Bruns

Ein paar Fotos: http://abnuto.de/gal/
 

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#1 Volker Staben
18/05/2011 - 08:20 | Warnen spam
Am 16.05.11 16.07, schrieb Jan Bruns:
In dem Datenblatt finden sich sowohl Formeln zur Berechnung, als
auch einzusetzende Werte und Korrekturkurven.

Mein Eindruck ist, daß die angegebenen Formeln nicht zu den
angegebenen Werten bzw. Korrekturkurven passen. Ganz
konkret scheinen sich die Formeln auf absolut-integrale
Thermospannungen zu beziehen, die Zahlenwerte/Kurven jedoch
wahrscheinlich auf differentielle Modulspannungen (Steigung
der Elementspannung pro Temperaturdifferenz, wenn letztere
klein genug ist).



Das Bild der Korrekturfaktoren - relative change over temperature -
gibt das wieder, was man "außen" nach Integration über die "inneren"
differentiellen Pfade messen kann.

Wenn ich so rechne, wie in dem Datenblatt angegeben, errechne
ich (grob, aus dem Gedàchtnis wiedergegeben) für den Wirkungsgrad:



"aus dem Gedàchtnis" - wie hast Du denn gerechnet?

Wenn ich so rechne, wie ich es für richtiger halte, also
insbesondere: U = integral(corrected_alpha(t), t=t1..t2) -I*avg_R
erhalte ich dagegen



[etwas anderes].

Wie hast Du denn genau gerechnet? Vorsicht mit den Temperaturen -
mal sinds K, mal °C.

Habe ich recht, oder sind die Module des Herstellers wirklich so
auffàllig schlecht bzw. launisch?



Thermoelektrische Wandler sind mies im Wirkungsgrad. Im Datenblatt
finde ich zunàchst nichts besonders Auffàlliges.

V.

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