Third Party SSD in Macs (Apple) und TRIM

29/09/2012 - 14:48 von Thomas Wildgruber | Report spam
Hi Group,

nachdem ich kürzlich eine Samsung 830 SSD in mein MacBook eingebaut habe
und wusste, dass Apple bei Third Party SSDs TRIM nicht automagisch
aktiviert, habe ich die dafür verantwortliche Kernel Extension passend
gepatcht um auch meine Samsung SSD in den "Genuss" des TRIM Kommandos
kommen zu lassen.

Bei weiteren Recherchen bzgl. dem Wie und Warum bin ich auf folgenden
Absatz (Nov. 2011) gestossen:

snip
Apple locked TRIM support for a very good reason — their code works
reliably with the SSD’s they’ve chosen to use and no others, because they
have programmed in nanosecond-critical timing loops that match perfectly
with the access timings of the controllers used in Apple’s SSDs. Using
these drivers with other controllers can, at best, slow them down, and at
worst, increase the thermal effect that kills storage cells by forcing the
controller to act when it isn’t quite ready. This thermal increase hastens
the death of the SSD, reducing the already-low lifespan down to six months,
if not less.

Then there is the Sandforce issue. SSDs which use one of Sandforce’s
DuraClass controllers (SF1200 or better) do not need TRIM at all, as they
have their own garbage collection and wear levelling system built in which
uses parallel writes, as there are actually two sets of chip controllers
built in — whilst one is satisfying the demands of the host in reading &
writing requested data, the other is autonomously managing the solid state
arrays, shifting regularly-accessed data into new cells, updating block
indexes and generally spreading the workload around to ensure thermal
effects are kept to an absolute minimum. By enabling TRIM, the SSD is
forced to work twice as hard as there are now two separate element
management systems running, one from the OS and one built into the device
itself. This dramatically increases thermal damage, and again, reducing the
life-span of the drive.
snap

<http://apple.stackexchange.com/ques...drives>

So jetzt hat die Samsung SSD ja auch einen Sandforce Controller (wenn auch
einen SF2200) und die Aussage làsst mich grübeln, ob dieser Mann nicht uU
Recht haben könnte. Das TRIM überbewertet wird, habe ich schon lànger
gehört aber das es kontraproduktiv ist, ist mir neu. Ich dachte es kann ja
nicht schaden aber das liest sich jetzt eigentlich ganz anders.

Hat da jemand eine Meinung dazu und kann die og Aussage ggf bestàtigen oder
dementieren?

X-Post:
de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
de.comp.sys.mac.misc

Fup2:
de.comp.hardware.laufwerke.festplatten

Thx & Bye Tom
"Die Wirklichkeit sieht anders aus als die Realitàt." (Helmut Kohl)
 

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#1 Thomas Wildgruber
29/09/2012 - 19:00 | Warnen spam
Servus Thomas,

On Sat, 29 Sep 2012 13:40:49 +0000 (UTC), Thomas Kaiser wrote:

By enabling TRIM, the SSD is forced to work twice as hard as there are
now two separate element management systems running, one from the OS
and one built into the device itself.



Da hat halt mal wieder jemand nicht verstanden, was TRIM bedeutet. TRIM
reicht die Blöcke, die im Filesystem zwischenzeitlich als frei markiert
werden, per ATA-Kommando an die SSD durch, die diesen Platz dann als
ungenutzt markieren kann, so daß diese unbenutzten Blöcke fortan nicht
mehr von der Garbage Collection durch die Gegend geschoben werden
müssen, eben weil es per TRIM die Information gibt, daß die Daten da
drin nicht mehr gebraucht werden.



Soweit zur Theorie und die ist schon angekommen bei mir. Aber im Detail ist
mir das ganze nicht klar und vor allem bei der GC machen die Hersteller
einen großen Bogen um die Aufklàrung.

Was ich nun so gar nicht einordnen kann, ist der erste Absatz des zitierten
Postings:

snip
because they have programmed in nanosecond-critical timing loops that match
perfectly with the access timings of the controllers used in Appleÿs SSDs
snap

Dazu kann ich jetzt gar nichts sagen, ich hab nicht mal eine Meinung dazu.

Fakt ist, daß es am Mac früher reichte, auf 'ner randvollen SSD paar
System-Updates (gleichbedeutend mit in sehr kurzer Zeit paar hundert-
tausend Dateien (über-)schreiben) einzuspielen, um eine SSD zu
schrotten. Die Chancen dafür stehen heute nicht mehr so gut, weil
deutlich bessere GC an Bord der SSDs, diese zudem billiger sind und
damit einhergehend nicht mehr komplett randvoll betrieben werden. Und
wenn TRIM aktiviert ist, die GC noch ein Eckchen effizienter werkeln
kann.



In diesem Zusammenhang grüble ich auch über den Effekt auf eine SSD, wenn
man ein Time Machine Backup des Systems einspielt. Aus Sicht des
Kontrollers kommen doch einfach nur Daten dazu (sogar eine ungeheure Menge)
ohne das explizit etwas gelöscht wird. Im Prinzip sollte doch nach dem
Einspielen des Backups der alte Inhalt (also quasi das ganze alte System)
quasi noch vorhanden sein und alle Blöcke noch den Status "nicht gelöscht"
bzw. "noch in Gebrauch" haben. Ich glaube nicht, dass TM so schlau ist und
ein TRIM Kommando an den Kontroller sendet, dass der gesamte Inhalt der
Platte jetzt als gelöscht betrachtet werden kann ... zumindest dann nicht,
wenn keine Apple SSD verbaut wurde. Und dem Kontroller wird es wurscht
sein, woher die Daten kommen, ob nun aus einem Rescue System oder dem
installierten System. Für ihn sind Daten wohl einfach nur Daten... ;-)

Thx & Bye Tom

- der grad mal sein eigens Fup2 ignoriert hat.
"Ich weiß nicht, was der französische Staatspràsident Mitterand denkt, aber
ich denke dasselbe." (Helmut Kohl)

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