Tiefentäuschung am See

05/05/2009 - 17:32 von R.Helms | Report spam
Letzten Sommer befand ich mich mit meinem 12-jàhrigen Sohn am Strand
eines Kàrntner Sees.
Ich stand direkt am Ufer, er lag auf einer Decke neben mir am Boden .
Wir blickten auf einen in ca. 5m entfernten Pfahl im Wasser, der in den
Seeboden gerammt war und mit Markierungen versehen war und ca. 2m über
den Wasserspiegel ragte.
Meine Augenhöhe würde ich mit 180 cm ansetzen, die meines Sohnes hàtte
ich in seiner liegenden Position auf 36 cm geschàtzt.

Ich war der Meinung, dass der UNTER Wasser befindliche Teil des Pfahles
gut die Hàlfte der ÜBER Wasser ragenden Pfahllànge betrug.
Mein Sohn war fest der Meinung,dieser Teil betrüge nur ca. 1/5 der über
Wasser befindlichen Pfahllànge.

Noch ehe ich mich auch auf die Decke legen konnte, um die Beobachtung
meines Sohnes zu überprüfen kam ein Paar bei uns vorbei..
das sich als Herr Vogel mit Partnerin "Pink Pussy" vorstellte.
Er sei Physiker und wüsste auf diesem Gebiet so ziemlich alles und dulde
hier auch keinen Unfug.
Wir informierten Herrn Vogel über unsere Meinungsverschiedenheit.
Er zog die Stirn in Falten und nach etwas Kopfrechnen meinte er :
Mit solchen banalen Problemen befasse ich mich normalerweise nicht;die
überlasse ich in der Regel meiner Partnerin "Pink Pussy!
Jedoch: Ihr Sohn redet keinen Unfug; Sie haben nàmlich beide Recht."

Ich frage mich jetzt: Kann man die Frage so einfach lösen ?

Regina Helms
 

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#1 Uwe Bosse
05/05/2009 - 17:58 | Warnen spam
Hallo Regina,

eine wunderschöne Geschichte, die ich genau so als Arbeitsblatt im
Schulunterricht einsetzen werde - Dein Einverstàndnis vorausgesetzt.

Ich würde sagen: So einfach kann man das quantitativ nicht lösen, aber
qualitativ schon. Zeichne die Strahlengànge vom Ort unter Wasser, an dem
der Pfahl in den Boden gerammt ist, zum Auge dessen der steht und zum Auge
dessen, der liegt. Beachte hierbei die Brechung. Der Knick im Strahl ist
umso stàrker, je flacher der Strahl übers Wasser streift (also zum
liegenden hin). Das ist des Ràtsels Lösung. Bei der Größenabschàtzung
vergleichen beide nàmlich Winkel.

Gruß, Uwe.


R.Helms wrote:

Letzten Sommer befand ich mich mit meinem 12-jàhrigen Sohn am Strand
eines Kàrntner Sees.
Ich stand direkt am Ufer, er lag auf einer Decke neben mir am Boden .
Wir blickten auf einen in ca. 5m entfernten Pfahl im Wasser, der in den
Seeboden gerammt war und mit Markierungen versehen war und ca. 2m über
den Wasserspiegel ragte.
Meine Augenhöhe würde ich mit 180 cm ansetzen, die meines Sohnes hàtte
ich in seiner liegenden Position auf 36 cm geschàtzt.

Ich war der Meinung, dass der UNTER Wasser befindliche Teil des Pfahles
gut die Hàlfte der ÜBER Wasser ragenden Pfahllànge betrug.
Mein Sohn war fest der Meinung,dieser Teil betrüge nur ca. 1/5 der über
Wasser befindlichen Pfahllànge.

Noch ehe ich mich auch auf die Decke legen konnte, um die Beobachtung
meines Sohnes zu überprüfen kam ein Paar bei uns vorbei..
das sich als Herr Vogel mit Partnerin "Pink Pussy" vorstellte.
Er sei Physiker und wüsste auf diesem Gebiet so ziemlich alles und dulde
hier auch keinen Unfug.
Wir informierten Herrn Vogel über unsere Meinungsverschiedenheit.
Er zog die Stirn in Falten und nach etwas Kopfrechnen meinte er :
Mit solchen banalen Problemen befasse ich mich normalerweise nicht;die
überlasse ich in der Regel meiner Partnerin "Pink Pussy!
Jedoch: Ihr Sohn redet keinen Unfug; Sie haben nàmlich beide Recht."

Ich frage mich jetzt: Kann man die Frage so einfach lösen ?

Regina Helms

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