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Time Capsule erste Erfahrungen

16/03/2008 - 15:37 von Patrick M. Hausen | Report spam
Hi!

Ich hab mir jetzt genervt eine Time Capsule gekauft, nachdem mir
das zweite RAID1/USB-Gehàuse in Folge abgeraucht ist und Apple
mit der Time Machine via Airport Extreme + externer Platte
auch nicht in die Puschen kommen will. 500 GB, evtl. tausche
ich die Platte irgendwann mal. Und wie's der Zufall so will,
kann ich die vorhandene Airport Extreme Basestation, die ich
mir eigentlich zu dem Zweck gekauft hatte, in unserem neuen
Büro prima einsetzen.

Inzwischen habe ich mehr Super-Gaus durch kaputte RAID-Technologie
als durch Festplattenschàden. Mit Controllern genauso wie mit externen
Systemen. FreeBSD und Gmirror rulez. Ist ja fast wie mit USVs - da hatte
ich auch schon mehr Ausfàlle durch die Teile als durch Stromausfall.
Aber ich schwiff ab.

Positiv:

Auspacken, einschalten, geht. Kein externes Netzteil-Gedöns.

Im Bridging-Betrieb bridget das Teil auch zwischen "LAN" und
"WAN"-Ports. Dadurch konnte ich mein MB Pro per Gbit-Ethernet
direkt an das Teil hàngen und von dort ein weiteres Kabel ins
Büro-Netz stecken und normal weiterarbeiten. Unsere Büro-
Infrastruktur bietet nur Fast-Ethernet.

Das erste Backup ging dann auch anstàndig flott.

Folgebackups sind völlig unspektakulàr. Mein iMac und mein MB Pro
sichern jetzt auf das Geràt und man merkt nichts davon. Echt
für Doofe. Probe-Restore einzelner Dateien ging auch, schaun
mer mal ...

Die Platte legt sich schlafen, wenn sie nicht benutzt wird.
Sehr schön. Allerdings auch bitter nötig, siehe nàchster
Punkt.

Negativ:

Das Teil wird heiß. Wann lernt Jonathan das endlich? Die doppelte
Höhe und ein paar Lüftungsschlitze für einen ordentlichen
Kamineffekt hàtten das schöne weiße Design doch nun auch nicht
kaputt gemacht. Einfach ein Mac-Mini-Gehàuse abwandeln und gut.
Naja, bin mal gespannt auf den Sommer, wenn wir hier in Ettlingen
(bei Karlsruhe) wieder 35 Grad und mehr haben.

Wenn ich mal ein RAID1/USB-Geràt finde, das dauerahaft funktioniert,
kann man sowas wohl auch extern dranklemmen und verwenden. Dann
wird die Capsule auch nicht mehr so warm, wenn die interne Platte
nicht/kaum genutzt wird.

Einigermaßen überrascht bin ich, daß das Geràt Sparsebundles auf
der Platte anlegt. Ich dachte, die Leopard-HFS-Features (Hardlinks
auf Directories) seien der Grund, weshalb die AE mit Airdisk nicht
von Time Machine unterstützt wird, genausowenig wie fremde NAS.
Daher hatte ich erartet, auf der Time Capsule dieselbe Struktur
vorzufinden wie auf einer lokal angeschlossenen Platte.
Mal sehen, ob ein Komplett-Restore mit einer 10.5.0-Boot-DVD
so überhaupt klappt.
Dieser Punkt nervt mich am meisten, weil ich es so nun erst recht
nicht einsehe, daß die AE mit externer Platte nicht tut.
Naja, scheibchenweise neue Features nur für die neuste Hardware
ist man als iPod-Besitzer ja schon gewöhnt.

Verbesserbar:

Wenn die Backups laufen, wird das richtige Sparsebundle automatisch
gemountet, die Daten gesichert, und das Teil wieder ausgeworfen.
Wenn man das Time Machine UI benutzt, wird ebenfalls alles automatisch
gemountet, allerdings nicht wieder ausgeworfen, wenn man Time Machine
beendet. Ist jedenfalls bei Nicht-Admin-Accounts so. Zum manuellen
Auswerfen braucht man anschließend ein Admin-Paßwort. Doof.
Dazu gibt es aber schon mehrere Meldungen im Netz und wohl auch schon
Bug-Reports. Ich gehe mal davon aus, daß das noch geflickt wird.

Lustig ist in diesem Zusammenhang auch, daß Time Machine es beim
Backup hinkriegt, nur das gemountete Sparsebundle auf dem
Schreibtisch erscheinen zu lassen, nicht aber das eigentliche
Time Capsule Laufwerk. Wenn man das Time Machine UI startet, bekommt
man aber wieder beide.

Das MB Pro sichert nur, wenn es am Netzteil hàngt, automatisch.
Was'n das für 'ne Schwachsinns-Entscheidung. Klar, daß ich ohne
Strom nicht unbedingt ein BS-Update einspiele, aber Backup über
WLAN, wenn ich sowieso gerade über WLAN arbeite? Das ist doch
der Sinn der "Backup für Deppen"-Übung, daß es einfach unmerkbar
bei der normalen Arbeit mitlàuft. Und ich arbeite normalerweise
ohne Netzteil, bis der Akku leer ist, und schließe das Book
dann wieder an.


Gruß,
Patrick
punkt.de GmbH * Vorholzstr. 25 * 76137 Karlsruhe
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#1 Thomas Kaiser
16/03/2008 - 16:08 | Warnen spam
Patrick M. Hausen schrieb in <news:frjbbe$2u4a$
Einigermaßen überrascht bin ich, daß das Geràt Sparsebundles auf
der Platte anlegt.



Ich nicht (mehr) :-)

Wàrst Du so nett und machst mir mal zwei Traces von einem überschaubaren
inkrementellen Backup und erzàhlst, als was sich das Dingens per
Bonjour annonciert?

Hintergrund ist natürlich, zu gucken, inwiefern man $sinnvolle-Alternative
zu Time Capsule ins Spiel bringen könnte:

<http://marc.info/?l=netatalk-devel&m0527604805492&w=2>
<http://www.hilfdirselbst.ch/gforum/...341151>

Ich hab das in letzterem Thread zwar schon versprochen bekommen aber der
Kollege kommt da irgendwie mit tcpdump nicht wirklich zurecht.

Mal sehen, ob ein Komplett-Restore mit einer 10.5.0-Boot-DVD so
überhaupt klappt.



Das wàre in der Tat spannend, nachdem ja Time Capsule Unterstützung an
sich eh erst mit 10.5.2 kam, bleibt fraglich inwiefern das 10.5.0er
Installationsmedium überhaupt auf dem nötigen Stand ist, ins Netzwerk zu
gucken.

Das MB Pro sichert nur, wenn es am Netzteil hàngt, automatisch. Was'n
das für 'ne Schwachsinns-Entscheidung.



Das hàngt allgemein mit Disk-Images zusammen, scheint mir. Ich hab' bei
'nem Kunden eine Art Time Machine für Arme (oder 10.4-User) Lösung am
laufen, die ebenfalls mit Disk-Images hantiert und sich bspw. beharrlich
weigert, ein "hdiutil compact" auszuführen, wenn der Rechner nicht am
Stromkabel hàngt [1].

Gruss,

Thomas

[1] Details siehe <news:

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