Tipps & Tricks fuer einen (Wieder-)Einsteiger?

05/01/2015 - 19:55 von Jörn Hänsch | Report spam
Hei Group! :-)


Nun ist es passiert! - nach ueber 20 Jahren beschaeftige ich mich wieder
(mehr oder weniger?) ernsthaft mit Fotografie! :-)


Angefangen hat eigentlich alles bereits als Jugendlicher - dort habe ich
viele Buecher ueber Fotographie regelrecht "verschlungen", und mit der
analogen SR meines Daddys - so weit damals im finanziellen Rahmen
moeglich? - rumexperimentiert :-)
Aber nach langem Studium, einer kleinen (und unerwarteten) Auswanderung
direkt danach und einem Hausbau war einfach weder Zeit noch gross Geld
da, dieses damalige Hobby weiterhin ernsthaft weiterzuverfolgen :-((


Nachdem wir jetzt aus dem groebsten raus sind, meint meine Frau wohl
auch, dass ich mal wieder ein Hobby brauche - und hat mir zu Weihnachten
das "Startpaket" mit der 1200D uebereignet :-O *daumenhoch*

"Canon" ist allerdings nichts wirklich neues fuer mich - auf der Arbeit
haben wir seit einigen Jahren die 550D mit dem EFS 18-135mm. Aber das
ist halt wirklich so eine Art "Wollmilchsau" - damit koennen sogar
Idioten im ersten Versuch einigermassen(!) taugliche Bilder von
"wasauchimmer" schiessen...
Diese Kombination hat bei mir auf jeden Fall nicht wirklich wieder
"Geschmack auf mehr" gemacht.


Ich habe auf jeden Fall die Herausforderung meiner Frau angenommen :-)
Meine ersten "Erguesse" seit Weihnachten sind auch mittlerweile online:
https://www.flickr.com/photos/130413748@N06/16204457891/
(Alles reines Rohmaterial und 100% unbearbeitet!)

Wie ihr bereits seht bin eher der "Landschafts"-und "Stilleben"-Typ.
Mich interessieren vor allem interessante Motive, Kontraste,
(Be)Licht(ung) und Schaerfe(ntiefe).
Wenn ihr mich hier wirklich schnell wieder loswerden wollt, braucht ihr
nur "Portrait" oder "Blitz" zu sagen :-P



Langes Vorwort, nun kommen die Fragen :-)


1.) Der Objektivdschungel...

Das Objektiv des Fotographen ist bekanntlich das Mikrofon des Musikers -
nach oben sind auch dort definitiv keine Grenzen gesetzt! :-)

Im Paket selbst dabei war ja das Canon EFS 18-55mm, mit Makro auf 0,25m.
Bei der ersten Benutzung hat mir rein gefuehlsmaessig ein Teil "Zoom"
gefehlt - mittlerweile schaetze ich das Dingen aber als sehr
"Einsteigerfreudig" ein, da dort deutlich mehr Licht reinkommt als bei
dem "Wollmichsauobjektiv", welches wir auf dem Jobb haben.
Fuer dieses Objektiv habe ich mittlerweile auch einen CIR-PL von Hoya
(den ich - aus welchem Grund auch immer? - grade irgendwie nicht
wirklich wieder herunterbekomme :-(( ) und einen Graufilter.

Kurz nach Sylvester ist noch ein Sigma EX 100-300mm Tele dazugekommen.
Das ist bei bei vollem Zomm meiner Meinung nach qualitativ schon
ziemlich grenzwertig :-/ - aber es war einfach ein SEHR guenstiger
Gebrauchtkauf von einem befreundeten Profifotograpfen; zum
"Ausprobieren" reicht es allemal, und auch hier ist bereits ein CIR-PL
am Platz.

Heute kam dann noch ein Canon EF-50 dazu...
Dieses ist eigentlich - da nur Festweite - auch ein sehr guenstiges
Objektiv. Empfohlen wurde es mir vor allem aufgrund der grossen Oeffnung
- und in diesem Preissektor gibt es eigentlich nichts, was mehr Licht
durchlaesst! :-)


Also jetzt die Frage:

Jetzt muss ich wirklich erstmal eine Zeit lang "low-budget-profil"
halten, da alles Zubehoer bisher schon deutlich teurer als die Kamera
selbst war :-]
Ich frage mich nur, wie ich jetzt bei Bedarf "taktisch" weitermache?

Was macht jetzt also langfristig mehr Sinn:
- auf ein richtig gutes und teures "Universalobjektiv" setzen/sparen?
- Weiterhin auf die verschiedenen Brennweitenbereiche setzen und dort
nach und nach "ordentliche" Objektive nachkaufen?
(Bei mir also: Makro, Normal und Tele?)


2.) Wie stelle ich meine Kamera vernuenftig ein?!?

Besagter, befreundeter Profifotograf hat mir den sehr wertvollen Tip
gegeben, dass Bilder in der Regel leicht unterbelichtet(!) sein sollten.
Als Profimusiker leuchtet mir das direkt ein:
Wenn du erstmal einen Peak hast oder das Bild "ausgebrannt"
(=ueberbelichtet!) ist, gibt es nichts mehr zu retten.
Ist es dagegen untersteuert (=unterbelichtet), kann man - gute Qualitaet
vorrausgesetzt! - in der Nachbearbeitung noch sehr viel machen.

Das hoehrt sich fuer mich sehr vernuenftig an - aber wie bekomme ich
meine Kamera (00D) dazu, dauerhaft leicht unterzubelichten?



3.) Digitale Nachbearbeitung...

Bis jetzt haben sich meine digitalen Bildverarbeitungsfaehigkeiten
darauf beschraenkt, in MS-Office die Autokorrektur zu benutzen und bei
Bedarf etwas zu schneiden und zu drehen :-P
Durch die Kamera habe ich jetzt natuerlich auch die "hauseigene"
Canonsoftware am Platz - und die benoetige ich ja auch zwingend, um aus
*.RAW z.b. *.TIFF zu machen :-?

- Welche Bildbearbeitungssoftware ( am besten Freeware!) koennt ihr
empfehlen?
- Gibt es irgendwo im Net eine gute(!!!) Anleitung?

Am "Photoshopping" bin ich absolut nicht interessiert. Mir geht es eher
darum, wie ich z.B. Licht, Farben usw. korrigieren kann - und vielleicht
noch eine kleine, ungewollte Linsenreflekxion... oder so :-))

Gruss,
Jörn































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#1 Ingo Paschke
05/01/2015 - 20:29 | Warnen spam
Hallo!

On 2015-01-05, Jörn Hànsch wrote:

Ich habe auf jeden Fall die Herausforderung meiner Frau angenommen :-)
Meine ersten "Erguesse" seit Weihnachten sind auch mittlerweile online:
https://www.flickr.com/photos//16204457891/
(Alles reines Rohmaterial und 100% unbearbeitet!)



Wow, da sind viele schöne Bilder dabei!

[...]



Zu Canon kann ich leider gar nichts beitragen...

3.) Digitale Nachbearbeitung...

Bis jetzt haben sich meine digitalen Bildverarbeitungsfaehigkeiten
darauf beschraenkt, in MS-Office die Autokorrektur zu benutzen und bei
Bedarf etwas zu schneiden und zu drehen :-P
Durch die Kamera habe ich jetzt natuerlich auch die "hauseigene"
Canonsoftware am Platz - und die benoetige ich ja auch zwingend, um aus
*.RAW z.b. *.TIFF zu machen :-?



Entweder die oder eine andere :-). Je nach Betriebssytem kann es sein, dass Du
die RAWs einfach so öffnen und mit Bordmitteln als TIFF abspeichern kannst.

- Welche Bildbearbeitungssoftware ( am besten Freeware!) koennt ihr
empfehlen?



RawTherapee finde ich ganz gut, mit der Software muss man sich allerdings mal
ein paar Abende auseinandersetzen, bis man sie beherrscht. Für schnelle
Ergebnisse in guter Qualitàt ist auch LightRoom toll, kostet allerdings.

Das sind reine RAW-Entwickler, also keine Bildbearbeitungsprogramme im engeren
Sinne. Da damit meine Bedürfnisse auch praktisch schon abgedeckt sind, kann
ich zu reinen Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder Gimp auch nicht
viel sagen, außer, dass es nichts kostet, Gimp auszuprobieren :-).

Viele Grüße,
Ingo.

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