Transsubstantiation

11/11/2015 - 17:27 von WM | Report spam
Der Begriff Transsubstantiation (lat.: "Wesensverwandlung") bezeichnet
in der Theologie die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das
Blut Jesu Christi wàhrend der Eucharistiefeier.

Die Transsubstantiationslehre versucht eine Definition des Vorgangs
der Wandlung von Brot und Wein in der priesterlichen Vergegenwàrtigung
des einen Opfers Christi wàhrend der Wandlungsworte. Diese Definition
wird nur von der römisch-katholischen Kirche und den mit Rom unierten
Ostkirchen vertreten. Demgegenüber lehren andere Kirchen, wie die
altkatholischen, altorientalischen, anglikanischen, lutherischen,
methodistischen, die orthodoxen Kirchen und die Christengemeinschaft,
dass die Realpràsenz Christi in bzw. unter den sichtbaren Gestalten
von Brot und Wein nach dem Sprechen der Einsetzungsworte bzw. nach der
Epiklese gegeben sei. Darunter wird je nach Lehre auch die
tatsàchliche Substanzverànderung von Brot und Wein verstanden. Zudem
bestehen über die Art und die Dauer der Konsekration Unterschiede in
den Lehren dieser Kirchen.

Transsubstantiation ist die bei der Konsekration innerhalb des
Hochgebets der Messe erfolgende Wesensverwandlung von Brot und Wein in
den Leib und das Blut Christi. Der Terminus geht auf Debatten über das
Abendmahlsverstàndnis im 9.-13. Jahrhundert zurück.

Eine Substanz (gr. für Ousia) ist im aristotelischen Sinne das an sich
selbst nicht sinnlich wahrnehmbare Wesen eines Dinges. Dieses besteht
aus Form und Materie. Die im Blick stehende Wandlung beim Abendmahl
soll eine wirkliche Wandlung sein und betrifft nicht die sinnlich
wahrnehmbaren Akzidentien. Denn der Leib Christi erscheint auch nach
der Wandlung den Sinnen weiter wie Brot. Mittelalterliche Theologen
haben den Substanzbegriff herangezogen, um das hier stattfindende
Glaubensgeheimnis zu beschreiben. {{Wie schade, dass es noch keine
Mengenlehre gab. Die Transfinition wàre ein würdiges Thema für diese
Denker gewesen.}} Aristotelisch verstanden scheint ein Fortbestehen
der Akzidentien und somit der Gestalt bei Verànderung der Substanz
nicht möglich, weil Akzidentien von der Substanz, an der sie
auftreten, abhàngen.

Anlass der Begriffsfindung Transsubstantiation waren Reaktionen auf
die Christologie von Berengar von Tours und insbesondere dessen
Abendmahlslehre. Berengar fand vor, was ihm als eher kruder Realismus
erschien. Seine Gegner formulierten beispielsweise dass der Leib Jesu
durch die Zàhne der Glàubigen zermalmt werde [so z.B. in einem von
Humbert von Silva Candida verfassten Bekenntnisschreiben, das Berengar
1059 unterzeichnen musste], was Berengar als absurd ansah.

http://de.wikipedia.org/wiki/Transsubstantiation

Wenn aber die Wandlung einmal nicht gelingt und doch noch Alkohol im
Kelch verbleibt und ins Blut des oder der Wandelnden übergeht? Dann
erleidet die Leber eine leichte Vergiftung (bei den Protestanten
tragen übrigens auch die Glàubigen das Risiko - in manchen Fàllen ist
Protest gefàhrlich). Und wenn die Wandlung oft misslingt, so kann es
zur Abhàngigkeit kommen - also zu einer berufsbedingten Krankheit,
einer Berufskrankheit.

Lohnt es sich überhaupt, folgerichtig geschlossene Erkenntnisse (logische Schlüsse) zu bestreiten?

Logik ist eine schöne und nützliche Sache. Doch wenn sie auf
widersinnigen Dogmen oder Axiomen aufbaut, dann nützt auch die beste
Logik nichts. Dann kommen solche Aussage heraus wie: "die Zàhne der
Glàubigen zermalmen den Leib Christi" oder "jede Menge kann
wohlgeordnet werden". Dann lohnt es sich, folgerichtig geschlossene
Erkenntnisse zu bestreiten, selbst wenn sie 100 oder auch 1000 Jahre
lang geglaubt und von den Glàubigen für nützlich und unverzichtbar gehalten werden.

NB: Man sagt, mit jedem Tropfen Alkohol stirbt eine Gehirnzelle. Nach dem Genuss von 1000 Tonnen reinem Alkohol wàre dann nichts mehr übrig und wohl alles geordnet, doch wer schafft das schon?

Wer es aber geschafft hat, dem fàllt es leicht zu glauben, dass man alle rationalen Zahlen nummerieren kann, obwohl ein formaler Gegenbeweis existiert:
http://math.stackexchange.com/quest...al-numbers

Und auch ein informaler Gegenbeweis existiert: Jede nummerierte rationale Zahl und jede dazu verwendete Nummer gehören zu einem endlichen Anfangsabschnitt der jeweiligen wohlgeordneten Menge, aber darauf folgen noch unendlich viele nicht nummerierte rationale Zahlen und nicht verwendete Nummern. Dieser Zustand ist unverànderlich. Deswegen hat der Abzàhlbarkeits-"beweis" nichts mit pràziser Mathematik zu tun, aber auch gar nichts.

Gruß, WM
 

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#1 0#
01/01/1970 - 01:00 | Warnen spam
(H0Iger SchuIz) Wrote:
Naja, vielleicht will er uns ja demnàchst erzàhlen, dass die drei Punkte
nicht keine Fortsetzung bedeuten sollen, sondern ein dreifaches
Satzende: "Hier ist Schluss. Hier ist Schluss. Hier ist wirklich
Schluss."



Die drei Punkte sind das oft erwàhnte
Endesignal. "S" für "Stopp" im
Morsealphabet.
......

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