Triac und wenig Triggerleistung (

02/04/2010 - 20:14 von Marcel Müller | Report spam
Hallo,

ich bin momentan ein bisschen daran, den Standby-Verbrauchen mit
Vorràten aus der Grabbelkiste zuleibe zu rücken. Die Idee ist, sich
komplett aus indirekten Stromquellen, wie z.B. der SCART-Steuerleitung
zu versorgen. Ich weiß, Master-Slave Dosen existieren. Aber die brauchen
(Anschaffung eingerechnet) selber oft mehr wie sie sparen. Ich möchte
dagegen nahezu jegliche Standby-Stromaufnahme der Schaltung selbst
vermeiden.

Essentiell für all das ist es, Triacs mit so wenig Leistung wie möglich
und natürlich galvanisch getrennt zu steuern. Also Zündung mit AC über
eine stromkompensierte Drossel am Gate. Einfach Rechtecksignal geht
natürlich nicht, weil selbiges wenigstens 5mA an 1V, also 5mW haben
müsste. Also Kondensator davor und mit Impulsen zünden. Mit 200-500nC
hat es bisher ganz gut geklappt. Ein Knackpunkt scheint mir dabei die
Zündung von induktiven Lasten. Da kann es passieren, dass der Strom
nicht schnell genug über den Latch-Wert kommt, bevor der Zündimpuls
vorbei ist. Die einfachste Lösung dagegen wàre ein RC-Snubber parallel
zum Triac. Mit 10nF und 1k ist zumindest bei den von mir getesteten
Lasten bereits Ruhe im Karton. Allerdings erzeugt das einen Leckstrom in
der Größenordnung von 700µA. Die Verlustleistung wàre zwar minimal, aber
ich weiß nicht, wie die Geràte mit SNT darauf reagieren. Bei ESLs kennt
man die Reaktion: Blitz, Blitz, Blitz.

Eine Schaltung für Versorgung aus SCART habe ich mittlerweile am laufen.
Zieht <1mA und zündet TIC206, TIC216 und TIC225 wie es aussieht
zuverlàssig und mit etwas Reserve. Aber der Stromverbrauch ist
eigentlich noch einen Faktor zwei zu hoch. Es sieht bisher so aus:

|
|
+--*
| |
+-+ |
1k | | --
| | /\ \/
+-+ -- 3n3
| |\ ||
| | --#|#|| 16kHz Rechteck aus CMOS-Oszillator (HC14 o.à.)
| #|# ||
| #|#
10n | | #|# +--+
+--*#|#--| |-- GND
| +--+
| 220

Jetzt wàre die nàchste Idee, die Zündimpulse nach erfolgreicher Zündung
auszusetzen. Also, die Anodenleitung samt Isolierung durch einen
Ferritring mit ein paar duzend Sekundàrwicklungen führen (Stromtrafo)
und bei Stromfluss die Zündimpulse austasten. Hm, grau ist alle Theorie,
50Hz und Stromtrafo? Das wird natürlich so einfach nichts. Da bràuchte
ich schon ordentlich Wicklungen.

Irgendwelche Vorschlàge, was man noch tun könnte?


Marcel
 

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#1 Tilmann Reh
03/04/2010 - 09:11 | Warnen spam
Marcel Müller schrieb:
...
Essentiell für all das ist es, Triacs mit so wenig Leistung wie möglich
und natürlich galvanisch getrennt zu steuern. Also Zündung mit AC über
eine stromkompensierte Drossel am Gate.
...



Du könntest an dieser Stelle auch mal Thyristoren in Betracht ziehen. Da
gibt es welche mit /erheblich/ kleinerem Triggerstrom (z.B. TIC106 und
Konsorten) - auch wenn Du zwei davon brauchst, dürfte das insgesamt
günstiger werden (kannst ja mit demselben Signal triggern, nur eben mit
zwei Übertragern).

Tilmann

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