Trotz Geschlechtskrankheit arbeitet junger Franz Schubert noch hart für eine warme Suppe

13/06/2013 - 12:32 von Peter Müller | Report spam
Schubert arbeitete 1822 an der Sinfonie in h-Moll. Warum er die Arbeit daran einstellte, die nach dem üblichen Gebrauch zur Entstehungszeit vier Sàtze umfassen sollte, ist nicht bekannt. Angeblich bot Schubert die Partitur 1823 dem Steiermàrkischen Musikverein als „eine meiner Sinfonien in Partitur“ an, was darauf hindeuten würde, dass Schubert selbst sie auch in der zweisàtzigen Form als abgeschlossen betrachtete, doch die Authentizitàt des als Beweis dienenden Dankschreibens wurde oft in Frage gestellt.
Danach geriet das Werk zunàchst in Vergessenheit und die Partitur wurde erst 1865 von Johann von Herbeck bei Schuberts Freund Anselm Hüttenbrenner aufgefunden und unter Herbecks Leitung dann am 17. Dezember in den Redouten-Sàlen der Wiener Hofburg uraufgeführt.
Der Grund, warum diese Sinfonie „unvollendet“ blieb, ist bis heute ein ungeklàrter Gegenstand der Diskussion unter Musikwissenschaftlern. Jedoch gibt es die Theorie, dass Schubert nicht die Notwendigkeit sah, noch einen dritten und vierten Satz zu schreiben, da er alle seine Intentionen schon im ersten und zweiten Satz umgesetzt habe. Damit hàtte Schubert in diesem einen Fall die formale Grundstruktur einer Sinfonie seiner Epoche ignoriert. Diese These ist jedoch stark umstritten. Eine andere These besagt, Schubert habe die Arbeit am dritten Satz abgebrochen, weil er in eine zu starke Nàhe zum dritten Satz von Ludwig van Beethovens 2. Sinfonie geriet.
 

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#1 Izur Kockenhan
13/06/2013 - 19:10 | Warnen spam
In music and science there is no money!

Izur Kockenhan

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