Turtur Effect

08/04/2011 - 20:23 von Peter | Report spam
 

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#1 Peter
09/04/2011 - 01:44 | Warnen spam
Am 08.04.2011 20:23, schrieb Peter:
http://youtu.be/3IwmCy2AsVo




Der Schwimmer besteht übrigens aus dem Deckel einer grossen Dose
Caro-Kaffe, und die obere Elektrode aus dem Deckel einer Pfeifentabaksdose.
Als Alufolie habe ich Papier aus einer Zigarettenschachtel verwendet,
weil dies nicht so leicht reisst, es ist einfacher zu verarbeiten.
Die Segmente hab ich mit Pattex und Stecknadeln befesigt und verbunden.

Die Spannungsquelle ist eigentlich ein Luftionisator. Sowas kann man als
Bausatz unter 10,- Euro kaufen. Ich hab allerdings die Primàrwicklung
und die Diode umgedreht, damit eine positive Spannung entsteht.

In einem Folgeexperiment hab ich noch ein dünnes Blatt aus Kunststoff
unter die obere Elektrode geklebt. Dass Blatt hab ich aus eine Deckblatt
eines Leitz Schnellhefters ausgeschnitten.

Danach gab es keine Funken und keine Sprüherscheinungen mehr, es floss
kein nachweisbarer Strom mehr, und es rotierte nichts mehr. Und das,
obwohl ich dank der besseren Isolation den Abstand verkleinern konnte
und damit die wirksame Feldstàrke vergrössern konnte.
Die elektrostatische Anziehung und Selbstzentrierung war jedoch
unvermindert, bzw, sogar stàrker spürbar.

Damit scheint mir der Turtur Effekt widerlegt zu sein.

Es gibt auch einen theoretischen Fehler in Turturs Experiment. (Über
seine Theorie möchte ich nicht urteilen, zur Diskussion steht hier
alleine das Experiment, das den Effekt ja angeblich nachweist)

In
<http://www.ostfalia.de/export/sites...ch.pdf>
steht auf Seite 41, dass ein Drehmoment von 9*10^-8 Nm zu erwarten sei.
Dies ergibt Kràfte im Mikronewtonbereich.

Die elektrostatische Anziehung ist aber in jedem Falle grösser als 1
Newton. Ausserdem ist das Feld wegen der 3 oder 4 Flügel inhomogen.

D.h. bereits ein Fehler von 10^-6 in der radialen Symmetrie würde
bereits bewirken, dass der Rotor nicht mehr drehen kann. (Daran àndert
auch die automatische Selbstzentrierung nichts, denn das Feld bleibt
trotzdem inhomogen)

Wenn die postulierte Kraft tatsàchlich existieren würde, dann wàre sie
weder mit meiner Versuchsvorrichtung, noch mit Herrn Turturs Vorrichtung
nachweisbar.

Damit der Nachweis überhaupt möglich wàre müsste die obere Elektrode
haargenau planparallel zur Wasseroberflàche sein und der Rotor müsste
haargenau rotationssymmetrisch sein und zwar mit einer relativen
Genauigkeit von 10^-6. Dies ist jedoch mit Plastik, Balsaholz und
Alufolie nicht machbar, zumal diese Materialien ja auch elastisch sind.

Wie gesagt, mit der Theorie des Turtureffektes möchte ich mich nicht
befassen.

Das Experiment allerdings hat soviele nachweisbare Fehler und ganz
naheliegende Plausibilitàtsprüfungen wurden (bewusst?) unterlassen, und
ich glaube daraus kann man entnehmen, dass hier bewusste Tàuschng oder
meinetwegen auch fahrlàssige Selbsttàuschung vorliegt.

Dennoch, die Nullpunktenergie funktioniert zumindest finanziell, die
Bücher und DVD's verkaufen sich ja wohl ...

;-)

Peter

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