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Überprüfungen

17/03/2012 - 03:23 von Holger | Report spam
Ich habe mir diese defekten Laufwerke angesehen. Der Laser funktioniert,
der Kopf wird auf die innere Spur gefahren, dann blitzt der Laser kurz
auf, aber es werden keine Daten erkannt. In Betracht kommen für mich die
folgenden Fehlerquellen:

1. Fokussierung stimmt nicht mehr.
2. Spindel dreht sich zu langsam.
3. Laser hat nicht genügend Leistung.
4. Verschmutzungen.

Zu Punkt Vier kann ich sagen, daß ich den filigranen Kopf nicht
auseinanderbauen wollte. So konnte ich die Linse nur oberhalb mit einem
Wattestàbchen reinigen, obwohl andererseits keine Eintrübung zu erkennen
war. Auch, wenn sich nun die Wiederbelebung der Laufwerke nicht wirklich
lohnt, würden mich dennoch Erfahrungsberichte mit entsprechenden
Versuchen interessieren. Vielleicht làßt sich der Kram ja doch retten,
wàre interessant.

Holger
 

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#1 Marcel Müller
17/03/2012 - 10:30 | Warnen spam
On 17.03.12 03.23, Holger wrote:
Ich habe mir diese defekten Laufwerke angesehen. Der Laser funktioniert,
der Kopf wird auf die innere Spur gefahren, dann blitzt der Laser kurz
auf, aber es werden keine Daten erkannt. In Betracht kommen für mich die
folgenden Fehlerquellen:

1. Fokussierung stimmt nicht mehr.



Die Fokusierung wird stàndig automatisch geregelt. Aber die Steuerung
kann natürlich matsch sein. In der Regel ist das aber schon ein
Folgefehler eines nicht vorhandenen oder nicht Detektierten
Response-Signals.

Normalerweise sollte man das sehen können. Nach dem Einlegen eines
Mediums fàhrt die Linse ein, zwei mal hoch und runter, bis sie auf einer
Höhe einrastet. Dann ist Fokussiert.

2. Spindel dreht sich zu langsam.



Wàhrend des Fokusierens ist die Drehzahl noch egal. Matschige Motoren
kommen aber durchaus vor. Z.B. Bürsten abgeschliffen oder Abrieb
zwischen den Kommutatorsegmenten. Dann làsst sich die Drehzahl nicht
mehr gescheit regeln.

3. Laser hat nicht genügend Leistung.



Bei Brennern keine Option. Die Leistung ist geregelt und beim Lesen um
eine Größenordnung langsamer als beim Schreiben. Es würde also bei
weitem zuerst das Brennen nicht mehr gehen.

4. Verschmutzungen.



Das kommt vor. Allen voran bei Rauchern ist es nur eine Frage der Zeit.

Zu Punkt Vier kann ich sagen, daß ich den filigranen Kopf nicht
auseinanderbauen wollte.



Gute Idee. Das schwarze Deckelchen kannst Du noch abpulen, aber wenn Du
erst mal optische Elemente demontiert hast, bekommst Du das Ding nie
wieder korrekt zusammen.

So konnte ich die Linse nur oberhalb mit einem
Wattestàbchen reinigen, obwohl andererseits keine Eintrübung zu erkennen
war.



Falls wirklich Schmutz darauf war, ist er jetzt eher noch verschmiert.
Da muss man schon mit Rückstandsfreien Reinigungsmethoden ran. Z.B.
Aceton und danach noch einmal ein trockenes Stàbchen auf der Linse
drehen, um den Rest aufzunehmen. Achtung! Aceton reinigt zwar die Linse
gut aber es frisst den schwarzen Kunststoff des Pickups an. Also bitte
/nur/ auf die Linse.
Es sei fairerweise angemerkt, dass ich in einem einzigen Fall mal einen
CD-Player hatte, bei dem die Reinigung mit Aceton die Entspiegelung von
der Linse abgewaschen hat. Der war danach natürlich endgültig hin.
Ansonsten ließ sich aber manches mit Rauch geteerte Geràt für eine Weile
wiederbeleben. Ob Player, CD-ROM oder Brenner.


Auch, wenn sich nun die Wiederbelebung der Laufwerke nicht wirklich
lohnt, würden mich dennoch Erfahrungsberichte mit entsprechenden
Versuchen interessieren. Vielleicht làßt sich der Kram ja doch retten,
wàre interessant.



Bei alten, guten Laufwerken lohnt es sich u.U. schon, weil z.B.
praktisch keine Laufwerke mehr produziert werden, die gut und schnell
CDDA können.
Normalerweise mache ich einmal die Aceton-Kur und wenn das nicht reicht
->Tonne.


Marcel

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