Ueberspannungsschutz hat angesprochen

09/02/2009 - 23:02 von Ralf Kusmierz | Report spam
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Moin,

ich hatte im Juni bei Lidl billig ein kleines
Stecker-Überspannungsschutzgeràt gekauft, mit einem Steckdosenausgang
und ein paar Steckbuchsen für Kommunikationselektronik. Das hat zwei
Kontrollampen, eine, die anzeigt, daß Netzspannung vorhanden ist, und
eine, die anzeigt, daß der Überspannungsschutz betriebsbereit ist.
Daran hatte ich meinen IT-Krempel angeschlossen. In der
Betriebsanleitung steht, daß man das Geràt wegschmeißen kann, wenn die
Überspannungskontrollampe nicht mehr leuchtet. Und genau das ist mir
heute aufgefallen, daß sie das nicht mehr tut.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Es ist eine Überspannung aufgetreten, und das Geràt hat brav seinen
Dienst getan und meine Hardware gerettet (oder auch nicht, wenn sie es
sowieso überlebt hàtte).
2. Das Geràt ist grundlos kaputtgegangen. (Theoretisch sind 3 Jahre
Garantie auf dem Ding.)

Ich habe dann mal beim EVU angerufen und gefragt, ob es in der letzten
Zeit eine Überspannung gegeben hàtte. Antwort: Jawohl, es seien
Kabelarbeiten durchgeführt worden, dabei könne es zu Überspannungen
kommen. Frage von mir, ob mir das EVU nun ein neues
Überspannungsschutzgeràt spendiert. - Das hinge davon ab, ob der
Fehler zufàllig aufgetreten oder schuldhaft verursacht worden sei (auf
Deutsch gesagt, ob das EVU jemanden findet, dem sie den Schaden in die
Schuhe schieben können). Ich solle mich an die Versicherungsabteilung
wenden.

(Beim Hersteller hatte ich wegen der Garantie noch niemanden
erreicht.)

Nun gibt es drei Möglichkeiten, warum ein Überspannungsschutzgeràt die
Gràtsche macht:
- Der Anwender bearbeitet es mit einem Hammer oder sonst unsachgemàß
- Es hat eine herstellungsbedingte Macke.
- Es tritt eine Überspannung auf.

Kann sich das E-Werk "einfach so" aus der Verantwortung stehlen, nach
der Devise "*achselzuck* - können wir nichts für"?

(In technischer Hinsicht frage ich mich gerade, wie nützlich ein
Überspannungsschutzgeràt ist, daß *einen* Überspannungsimpuls abfàngt.
Annehmen würde ich nàmlich, daß die bei Fehlern immer serienweise
auftreten, also ein paar hintereinander. Und was nützt es dann, wenn
sich das Geràt bei Impuls 1 pflichtschuldigst opfert und Impulse 2 und
3 dann doch die Schutzobjekte killen?)

Übrigens hat es bei mir kein Ansprechen eines LSS gegeben, daran
könnte ich mich erinnern. Wann genau das Làmpchen ausgegangen ist,
weiß ich natürlich nicht.


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 bastian
10/02/2009 - 04:50 | Warnen spam
On 10 Feb., 05:02, Ralf Kusmierz wrote:

Übrigens hat es bei mir kein Ansprechen eines LSS gegeben, daran
könnte ich mich erinnern. Wann genau das Làmpchen ausgegangen ist,
weiß ich natürlich nicht.



Also Überspannung interessiert den LSS überhaupt nicht...

Es gibt bei den Vorschaltsteckern zwei Logiken.
Einmal, ein Metalloxidvaristor erzeugt einen Überstrom bei
Überspannung und ne
kleine Sicherung-Glasrohr oder Miniatom. löst aus.
Làmpchen aus, Verbrauer stromlos.
Kann man zurücksetzen.

Aber zB Conrad bietet an Geràte, wo nur Lichtchen ausgeht, also
anzeigt, daß da Übersp
Stellt aber in der Werbung groß raus, daß man ja weiterarbeiten könne
ohne
Unterbrechung.
Dabei ist dann der MOV gestorben-quergeschaltet - Licht in Reihe.

Wenn der Vorschaltstecker nicht im Sichtbereich ist, arbeitet man
weiter
bis zur nàchsten Überspannung, da ist dann keinerlei
Schutz mehr da.

Ich halt diese Art für bescheuert.

MfG
bastian

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