Uhrenbeweger reicht nicht: v zu klein?

28/05/2013 - 21:18 von Reinhard Zwirner | Report spam
Hi,

okay, das Thema scheint erst einmal ein bißchen OT, aber das scheint,
wie gesagt, nur so.

Bei Automatikuhren wird durch die Bewegungen des Handgelenks ein
Rotor in Bewegung gesetzt, der über ein entsprechendes "Getriebe" die
Uhrfeder aufzieht,wodurch die Uhr automatisch in Gang gehalten wird.
Damit solche Uhren nicht "einrosten", wenn sie nicht getragen werden,
gibt es sogenannte "Uhrenbeweger"

<http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrenbeweger>,

die sich pro Tag ein paar 100 Mal drehen und damit für stàndiges
Gehen der Uhr sorgen. So weit, so gut.

Nun gibt es Uhren, bei denen besagter Rotor sozusagen einen "Dynamo"
antreibt, der einen Supercap auflàdt, aus dem eine Quarzuhr versorgt
wird, z. B.

<http://www.seiko.de/technologien/kinetic/>.

Und damit gibt es ein Problem: der Uhrenbeweger reicht nicht, so eine
Seiko Kinetic in Gang zu halten. Auf diese Tatsache wird auch im Netz
eingegangen; Seiko bietet offenbar ein spezielles Ladegeràt an, mit
dessen Hilfe der interne Supercap auf induktivem Wege aufgeladen wird:

<http://www.degano.it/manuali/pdf/va...29.pdf>

So

<http://www.ebay.de/itm/SEIKO-Kineti...99e06a>

sieht das Ding aus.

Ich frage mich nun, warum es nicht klappt. Der Rotor làuft
leichtgàngig um seine Achse, auch bei gaaanz langsamem Drehen der Uhr
(vergleichbar der Drehgeschwindigkeit des Uhrenbewegers). Meine
Erklàrung: bei dieser geringen Rotationsgeschwindigkeit ist das "v"
von "v x B" zu klein, um eine ausreichende Ladespannung zu erzeugen.
Es kann übrigens nicht an der falschen Drehrichtung liegen, denn der
Uhrenbeweger dreht sich abwechselnd in beide Richtungen.

Was meint Ihr?

Für sachkundige/-dienliche Hinweise dankt im voraus

Reinhard
 

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#1 Marcel Müller
28/05/2013 - 22:09 | Warnen spam
Hallo!


On 28.05.13 21.18, Reinhard Zwirner wrote:
<http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrenbeweger>,



... Dinge die uns helfen die Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht
hàtten.

Und damit gibt es ein Problem: der Uhrenbeweger reicht nicht, so eine
Seiko Kinetic in Gang zu halten. Auf diese Tatsache wird auch im Netz
eingegangen; Seiko bietet offenbar ein spezielles Ladegeràt an, mit
dessen Hilfe der interne Supercap auf induktivem Wege aufgeladen wird:

<http://www.degano.it/manuali/pdf/va...29.pdf>



Zum Preis von mehreren normalen Uhren - Mahlzeit. Ich würde sagen
Rockefeller-Prinzip Phase 2.

Ich frage mich nun, warum es nicht klappt. Der Rotor làuft
leichtgàngig um seine Achse, auch bei gaaanz langsamem Drehen der Uhr
(vergleichbar der Drehgeschwindigkeit des Uhrenbewegers). Meine
Erklàrung: bei dieser geringen Rotationsgeschwindigkeit ist das "v"
von "v x B" zu klein, um eine ausreichende Ladespannung zu erzeugen.



Si. Die Verluste sind zu groß. Da kommt nichts an.

Was meint Ihr?



Kauft euch eine /ganz normale/ Uhr mit Batterie und kalkuliert im
Uhrenleben nochmal 10 Euro für Batterien mit ein. Wenn man die nicht in
der Apotheke im Kaufhaus holt, kosten die Dinger nur ein paar Cent oder
keine 5 Euro für CR20xx - die halten dann aber auch 5 Jahre.

Das mit dem Enegry-Harvesting ist halt nun einmal nichts für jeden
Anwendungsfall. Und eine nicht stàndig getragene Uhr ist definitiv eine
solche Gegenanzeige.


Marcel

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