Umlaute

22/06/2012 - 12:30 von Tim Erzmann | Report spam
Hallo,

ich habe leider ein kleines Problem mit Umlauten. Vor einigen Tagen, ist
mir aufgefallen, dass ich, wenn ich in die Konsole "à", "ö" oder "ü"
eingeben, irgendwelche komischen Zeichen erschienen. Dieses Problem habe
ich gelöst, indem ich in meine

~.bashrc

LC_ALL="de_DE.ISO8859-15"

eingetragen habe. Meines Wissen, ist die Konsole ja nicht zu 100%
kompatibel mit UTF-8, oder?

Auf jeden Fall habe ich nun heute festgestellt, dass ich in der Lage
bin, in einem Editor, ganz normal Umlaute einzugeben, allerdings wenn
ich die Datei mit vi öffne, die Umlaute wieder ganz komisch dargestellt
werden. Ein Beispiel:

Datei: umlaute.txt (Wie ich sie in einem Editor, Quanta, erstelle)

à ö ü


% cat umlaute.txt sieht so aus:

ठö à¼


vi umlaute.txt

\xc3\xa4 \xc3\xb6 \xc3\xbc


Also irgendwas stimmt offensichtlich nicht :D

In meiner /etc/rc.conf steht u.a.:

keymap="german.iso"

Ich benutze FreeBSD 9.0 mit Xorg 7.5.2

Viele Grüße,
Tim
 

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#1 Juergen Ilse
22/06/2012 - 13:56 | Warnen spam
Hallo,

Tim Erzmann wrote:
ich habe leider ein kleines Problem mit Umlauten. Vor einigen Tagen, ist
mir aufgefallen, dass ich, wenn ich in die Konsole "à", "ö" oder "ü"
eingeben, irgendwelche komischen Zeichen erschienen. Dieses Problem habe
ich gelöst, indem ich in meine

~.bashrc

LC_ALL="de_DE.ISO8859-15"

eingetragen habe.



Man sollte *niemals* LC_ALL setzen, wenn man nicht *ganz* *genau* weiss,
was das im einzelnen bewirkt (und ich habe den Eindruck, du bistr dir
darueber nicht im klaren). Was du statt dessen haettest setzen sollen,
waere wohl eher LC_CTYPE gewesen ...
Als Lektuere empfehle ich "man locale". Neben den ganzen anderen LC_*
Variablen haben 2 eine besondere Bedeutung: wenn "LC_ALL" gesetzt wird,
uebersteuert dieser Wert alle mittels anderer LC_* Variablen separat ge-
setzten Werte (eben darum sollte man mit dem setzen von LC_ALL vorsichtig
sein). Die Environment-Variable "LANG" enthaelt dagegen den Default, der
(sofern LC_ALL *nicht* gesetzt ist) fuer alles verwendet wird, was nicht
explizit mittels anderer LC_* Variablen gesetzt wurde. Damit sollte im
Zweifelsfall das setzen von LANG dem setzen von LC_ALL vorgezogen werden,
da es die Korrektur einzelner Einstellungen mittels der anderen LC_*
Variablen noch ermoeglicht.

Meines Wissen, ist die Konsole ja nicht zu 100%
kompatibel mit UTF-8, oder?



Das kommt darauf an, wie sie eingestellt ist (allerdings habe ich momentan
keine Free-BSD-Version als Referenz zur Verfuegung). Bei mir (allerdings
kein BSD sondern Ubuntu Linux) verwendet die Konsole UTF8, und kann damit
auch vernueftig umgehen (bei Ubuntu sind diese Einstellungen schon seit
einigen Versionen Default). Ich vermute, bei FreeBSD sollte es aehnliche
Einstellmoeglichkeiten geben.

Auf jeden Fall habe ich nun heute festgestellt, dass ich in der Lage
bin, in einem Editor, ganz normal Umlaute einzugeben, allerdings wenn
ich die Datei mit vi öffne, die Umlaute wieder ganz komisch dargestellt
werden.



Weil vi (zumindest einige Versionen davon) nicht mit UTF8 umgehen kann.
Wenn du stattdessen "vim" verwenden solltest, solltest du das Problem
nicht mehr haben ... Im Vergleich zu nvi, elvis, ... ist der allerdings
riesengross .. Gerade habe ich es noch einmal ausprobiert: nvi kann unter
Ubuntu (ich weiss, ist kein BSD sondern Linux) auch mit UTF8 umgehen und
ist erheblich kleiner.

Tschuess,
Juergen Ilse ()
Ein Domainname ist nur ein Name, nicht mehr und nicht weniger.
Wer mehr hineininterpretiert, hat das Domain-Name-System nicht
verstanden.

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