Umstellung von ISDN+DSL auf DSL All-IP

08/09/2015 - 15:43 von Andreas M. Kirchwitz | Report spam
Hallo DSL- und Telekom-Auskenner!

Gegeben sei ein traditioneller ISDN/VDSL-Anschluss mit dem gewohnten
Splitter, dahinter ISDN-Telefon und DSL-Router parallel. Das hat die
Telekom gekündigt und für den Kündigungstermin hat der Kunde nahtlos
einen aktuellen VDSL-Tarif mit VoIP (All-IP) abgeschlossen.

Telekom schickt Briefe, dass man zum Stichtag den Splitter abbauen
und den DSL-Router direkt an die Dose in der Wand stecken solle.
Im DSL-Router müsse VoIP aktiviert werden und das ISDN-Telefon komme
dann hinter den Router (der dafür einen S0-Anschluss anbietet).

Tag der Umstellung.

Am Stichtag passiert aus Kundensicht nichts. Der alte Hardwareaufbau
funktioniert den Tag über weiter. Niemand meldet sich. Spàtabends
verkabelt der Kunde nur so spaßeshalber alles um wie gewünscht.
Mal sehen, was passiert. Und siehe da, das funktioniert ebenfalls.

Wie kann es sein, dass *beides* funktioniert? Muss es nicht einen
konkreten Umstellungszeitpunkt geben, wo wenigstens das alte ISDN-
Telefon keinen Anschluss mehr bekommt? Hàtte der Splitter nicht das
DSL-Frequenzspektrum beschneiden und die DSL-Router verwirren müssen?

Verwirrend.

Persönlich kann ich mir das nur so erklàren, dass die Telekom zum
Stichtag um 0 Uhr intern ausschließlich die VoIP-Nutzung für den
Kunden freigegeben hat. Jedoch die Leitung als solche wurde erst
einmal gar nicht angerührt von einem Techniker. Theoretisch ginge
auch ISDN + DSL-Router (via Splitter) parallel weiterhin. Den Splitter
kann man auch drin lassen. DSL nutzt gar nicht das volle Spektrum.
Irgendwann in Zukunft wird die Telekom dann auch die alte ISDN-Technik
entfernen, so dass wirklich kein ISDN-Telefon mehr direkt betreibbar
wàre, aber das hat zunàchst keine Eile.

Aus Kundensicht ist das zwar eigentlich superkomfortabel, weil nicht
zu einer fixen Uhrzeit plötzlich alles ausfàllt und er dann umstellen
muss und zum Erfolg verdammt ist. Doch der Kunde weiß von seinem
Glück dummerweise gar nichts. Er wartet auf irgendeinen Zeichen,
dass er nun umstellen muss - doch da kommt kein Zeichen. Der Kunde
kann praktisch frei wàhlen, wann er umstellt, egal ob morgens,
mittags oder abends.

Richtig vermutet? Oder ist es in Wirklichkeit alles völlig anders?

Verwirrt... Andreas
 

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#1 Marc Haber
08/09/2015 - 17:14 | Warnen spam
"Andreas M. Kirchwitz" wrote:
Am Stichtag passiert aus Kundensicht nichts. Der alte Hardwareaufbau
funktioniert den Tag über weiter. Niemand meldet sich. Spàtabends
verkabelt der Kunde nur so spaßeshalber alles um wie gewünscht.
Mal sehen, was passiert. Und siehe da, das funktioniert ebenfalls.

Wie kann es sein, dass *beides* funktioniert? Muss es nicht einen
konkreten Umstellungszeitpunkt geben, wo wenigstens das alte ISDN-
Telefon keinen Anschluss mehr bekommt? Hàtte der Splitter nicht das
DSL-Frequenzspektrum beschneiden und die DSL-Router verwirren müssen?



Wo sind denn eingehende Anrufe rausgekommen? Auch auf beiden
Anschlüssen?

Persönlich kann ich mir das nur so erklàren, dass die Telekom zum
Stichtag um 0 Uhr intern ausschließlich die VoIP-Nutzung für den
Kunden freigegeben hat. Jedoch die Leitung als solche wurde erst
einmal gar nicht angerührt von einem Techniker. Theoretisch ginge
auch ISDN + DSL-Router (via Splitter) parallel weiterhin. Den Splitter
kann man auch drin lassen. DSL nutzt gar nicht das volle Spektrum.
Irgendwann in Zukunft wird die Telekom dann auch die alte ISDN-Technik
entfernen, so dass wirklich kein ISDN-Telefon mehr direkt betreibbar
wàre, aber das hat zunàchst keine Eile.



So wird das gelaufen sein. Interessant. Zu einem spàteren Zeitpunkt
wird man dann das DSL von Annex B auf Annex J umkonfigurieren, um den
größeren Upstream zu bekommen.

Grüße
Marc
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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