unangekündigte Änderung am Resale-DSL Anschluß

30/11/2008 - 14:48 von Erik Vogelgsang | Report spam
Der Anbieter Easybell teilte auf Anfrage, warum seine Einwahldaten am
DSL-Anschluß nicht mehr funktionieren, u.a. folgendes mit:

"Wir wissen zumindest von evacom/ Fireline, dass diese in der
letzten Woche ihre Anschlüsse auf IP-BSA umgestellt haben, so dass eine
Nutzung mit DSL Zugàngen anderer Anbieter nicht mehr möglich ist."

Nun habe ich so einen Anschluß, Easybell geht nicht mehr, Freenet by
Call (Ein Uralttarif) funktioniert noch, ebenso der mitgelieferte
Zugang, der auch über den Freenet-Backbone abgewickelt wird. Weiß jemand
etwas dazu? Was ist IP-BSA?

Gruß Erik.
 

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#1 chappenzeller
30/11/2008 - 17:32 | Warnen spam
Hallo,

[Erik Vogelgsang schrieb:]

"Wir wissen zumindest von evacom/ Fireline, dass diese in der
letzten Woche ihre Anschluesse auf IP-BSA umgestellt haben, so dass eine
Nutzung mit DSL Zugaengen anderer Anbieter nicht mehr moeglich ist."

Nun habe ich so einen Anschluss, Easybell geht nicht mehr, Freenet by
Call (Ein Uralttarif) funktioniert noch, ebenso der mitgelieferte
Zugang, der auch ueber den Freenet-Backbone abgewickelt wird.



Nur zum besseren Verstaendnis:
Du hast einen DSL-Anschluss von envacom (ueber Fireline vermarktet),
nutzt aber nicht den dazugehoerigen DSL-Zugang, sondern stattdessen
einen Zugang von easybell?

Weisst Du, welches Backbone easybell benutzt?

Weiss jemand etwas dazu? Was ist IP-BSA?



IP-BSA bezeichnet den sogenannten Bitstream/Bitstromzugang auf IP-Ebene.

Das ist ein neues Vorprodukt fuer die Nutzung der DSL-Plattform der
Telekom durch alternative Anbieter.

Bislang hattest Du wohl einen Resale-DSL-Anschluss (technisch gesehen
ein T-DSL-Anschluss der Telekom, aber Rechnungsstellung und Support
erfolgten durch Deinen Provider und nicht durch die Telekom).

Im Grunde gesehen sind die Unterschiede zwischen Resale-DSL und
IP-BSA nicht allzugross. Ein Vorteil von IP-BSA ist es beispielsweise,
dass diese Anschluesse auch ohne zusaetzlichen Telekom-Telefonanschluss
erhaeltlich sind (das ist in Deinem Fall aber wohl eh nicht relevant).

Zudem gilt hier ein etwas anderes Tarifsystem, wie die Telekom und die
Provider miteinander abrechnen. Wenn ich es richtig sehe, ist IP-BSA
in der nicht entbuendelten Variante offenbar etwas billiger als Resale-
DSL? Moeglich, dass freenet nun seine Resale-DSL entsprechend
umstellen laesst, um die Vorleistungskosten zu senken.

Beim freenet-Tarif beginnt der Benutzername wohl irgendwie mit
"frn0/..." oder so aehnlich und beim Fireline-Tarif mit "frn8/..."?

Und der Benutzername fuer den Easybell-Account beginnt vermutlich
ganz anders?

Bei IP-BSA kann der Provider (technisch gesehen ist das in Deinem Fall
wohl freenet) bei der Telekom die sogenannte "Feste ISP-Verdrahtung"
bestellen - hier kann der betreffende IP-BSA-Anschluss dann nur noch
mit solchen Zugangsdaten verwendet werden, die den Realm
(Benutzernamenzusatz - also z.B. das erwaehnte "frn0/" oder
"frn8/") des jeweiligen Providers verwenden.

Bleibt die Frage, ob das aus Providersicht ueberhaupt sinnvoll ist:

Wenn ZISP-basierte Zugangsdaten von Provider B an einem IP-BSA-
Anschluss von Provider A genutzt werden, wer zahlt dann fuer die im
Konzentratornetz genutzte Bandbreite?

Provider B nach ZISP-Formel (wie bei einem Resale-DSL-Anschluss
von Provider A)?

Oder Provider A, weil bei IP-BSA Anschluss und Transport gemeinsam
bei der DTAG eingekauft werden?

CU Christian

Infos ueber DSL, Kabel Internet und Mobilfunk:
http://www.appenzeller-online.de

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