Ungeklärtes Getränkeflaschenphänomen

16/03/2013 - 07:36 von Jan Bruns | Report spam
Hallo.

Ich mache immer wieder die für mich unerklàrlich scheinende
Beobachtung, daß dünnwandige, entleerte Getrànkeflaschen scheinbar
von selbst zerknittern, dabei an Innenvolumen verlieren, und
hinterher ohne erneutes Öffnen nicht wieder in Form zu bringen sind.

Hàufig beobachte ich einen Volumenschwund von 20% und weit mehr,
ohne daß irgendein erkennbarer Anlass dazu erkennbar wàre (aslo
bspw.mechanische Belastungen von aussen, starke àussere Temperatur-
oder Druckschwankungen)

Sicherlich wirkt ein nur locker angeschraubter Deckel als Ventil,
das bei kleinen Unterdrücken in der Flasche besser abschliesst,
als bei Überdrücken.

Ok, und vielleicht ist es auch nicht ganz untypisch für solche
Materialminimierten Kunststoffteile, in völlig verschiedenen
Formen stabil zu sein (hier vielleicht etwa: wenn schon 'ne
Delle, dann gleich 'ne Falte).

Dennoch erscheint mir das alles irgendwie mysteriös, weil
Faktoren wie Luftdruck und -temperatur ja doch nur eher
begrenzte Hübe aufweisen (besonders in Wohnràumen), und daher
zumindest meinem Empfinden nach eigentlich nicht genügen sollten,
solche Beobachtungen zu erklàren.

Gibt es andere Zusammenhànge, die dazu herangezogen werden könnten?

Vielleicht in Restflüssigkeit gelöste Gase?

Mal sehen. Also mit normaler Luftzusammensetzung komme
ich mit dT=5°C nur auf einige wenige µL Löslichkeitsunterschied,
zu wenig, um die Beobachtung zu erklàren.

Aber der CO2-Anteil wird im in den Flaschen abgeschlossenen
Gasgemischs sicherlich sehr hoch sein, bis hin zu knapp 100$
sind ja denkbar. Damit komme ich immerhin auf mL Unterschied,
aber immer noch eher weniger, als die normale thermische
Gasausdehnung.

Wasserdampf? Dazu finde ich ich bei wiki:
Etwa 4mg Wasser könnten in einen Liter Luft bei T..22°C
dunsten. Ob das auch bei ins CO2 gelten tàte, weiss natürlich
keiner, ich zumindest nicht. Ok, Vielleicht kann das ins CO2
verdunstete Wasser dann auch kein CO2 mehr lösen.

Wenn dem so wàre, könnten aber doch für p*V schon Prozente
Änderung zusammenkommen. Was meint ihr, jetzt mal abgesehen davon,
daß man solche unpraktischen Wabbelflaschen meiden sollte?


Gruss

Jan Bruns

Ein paar Fotos: http://abnuto.de/gal/
 

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#1 Thomas Koenig
16/03/2013 - 13:16 | Warnen spam
Jan Bruns schrieb:

Ich mache immer wieder die für mich unerklàrlich scheinende
Beobachtung, daß dünnwandige, entleerte Getrànkeflaschen scheinbar
von selbst zerknittern, dabei an Innenvolumen verlieren, und
hinterher ohne erneutes Öffnen nicht wieder in Form zu bringen sind.



Volumenabnahme der Luft im Inneren beim Abkühlen.


Hàufig beobachte ich einen Volumenschwund von 20% und weit mehr,



20% wàre recht viel. Hast du die gemessen oder geschàtzt?

Ansonsten: Flasche in der Sonne --> Temperatur im Inneren auf 50°C
(323 K), Abkühlung am Abend auf 10°C (283 K) ergibt schon eine
Volumenabnahme um übe 10%. Das reicht zum Beulen.

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