Ungewürzte dünne Suppe und etwas Brot - Die Weight Watchers kriegen das Fett unserer Frauen einfach nicht runter

23/06/2011 - 12:34 von Easy Lover | Report spam
Am 28. Februar 1933, einen Tag nach dem Reichstagsbrand, erließ
Reichspràsident Paul von Hindenburg die „Verordnung zum Schutz von
Volk und Staat“, die der Abwehr „kommunistischer staatsgefàhrdender
Gewaltakte“ dienen sollte. Sie setzte viele Grundrechte außer Kraft
und ermöglichte es den Nationalsozialisten, politische Gegner ohne
Anklage und Beweise in „Schutzhaft“ zu nehmen. Opfer waren in erster
Linie Kommunisten, weshalb Funktionàre dieser Partei zu den ersten
Insassen des Konzentrationslagers in Osthofen gehörten. Inhaftiert
wurden aber auch Sozialdemokraten, Gewerkschafter und Angehörige der
ihnen angeschlossenen Verbànde sowie des „Reichsbanners Schwarz-Rot-
Gold“ und der „Eisernen Front“.

Auch jüdische Bürger wurden von Anfang an verfolgt – vor allem, wenn
sie einer linken politischen Gruppierung angehörten. Ab Mitte 1933
gerieten darüber hinaus Angehörige der Zentrumspartei, Katholiken,
Siebenten-Tags-Adventisten, tatsàchliche oder angebliche Separatisten,
Zeugen Jehovas und andere Regimegegner ins Visier der
Verfolgungsbehörden.

Zum 1. Mai 1933 ordnete der Staatskommissar für das Polizeiwesen im
Volksstaat Hessen, Werner Best, die Schaffung eines
Konzentrationslagers für den Volksstaat in Osthofen bei Worms an. Dort
sollten alle jene Einwohner Hessens interniert werden, die die Polizei
aus politischen Gründen verhaftet und lànger als eine Woche
festgehalten hatte. Tatsàchlich bestand dieses Konzentrationslager
jedoch schon seit Anfang Màrz 1933, und die ersten Hàftlinge wurden
ebenfalls vor der offiziellen Eröffnung eingeliefert. Bereits am 6.
Màrz kamen einzelne Hàftlinge aus dem Ort Osthofen selbst im KZ an.
Der erste größere Transport mit ungefàhr 80 politischen
Schutzhàftlingen musste unter scharfer Bewachung den Fußweg von Worms
nach Osthofen antreten. Ehrenamtlicher Lagerleiter war der in Osthofen
gebürtige SS-Sturmbannführer Karl d’Angelo. Bewacht wurde das Lager
anfangs von zu Hilfspolizisten ernannten SS- und SA-Mànnern aus Worms
und Umgebung. Im Herbst 1933 wurden die SA-Mànner von SS-Mànnern aus
Darmstadt und Offenbach abgelöst.

Mit Errichtung des einzigen frühen Konzentrationslagers des
Volksstaates Hessen hatte Werner Best eines der ersten regulàren
staatlichen KZ im Deutschen Reich geschaffen und gleichzeitig die
Bekàmpfung der Gegner des NS-Regimes seiner neu geschaffenen
politischen Landespolizei unterstellt. Im Unterschied zu anderen
Konzentrationslagern wie in Dachau kam es im KZ Osthofen zu keinen
Todesfàllen. Zudem war die Zahl der Schutzhàftlinge in Hessen relativ
gering. Dennoch litten auch sie unter Misshandlungen, Demütigungen,
Krankheiten, harter Arbeit und schlechten hygienischen Verhàltnissen.
Mindestens 3.000 Hàftlinge waren insgesamt in diesem
Konzentrationslager. Die Haftdauer betrug in der Regel 4 bis 6 Wochen,
in Einzelfàllen bis zu einem Jahr. Für den Vollzug des „verschàrften
Arrestes“ wurde das Gelànde einer benachbarten leer stehenden
Holzmühle und zeitweise auch das Amtsgerichtsgefàngnis in Osthofen
genutzt. Die Hàftlinge die in der „Alten Holzmühle“, auch Lager II
genannt, untergebracht waren, wurden, von der Außenwelt und ihren
Mithàftlingen streng isoliert, systematisch terrorisiert und
gefoltert. Die Ernàhrung bestand hauptsàchlich aus ungewürzter dünner
Suppe und etwas Brot.

Ziel der frühen Konzentrationslager war die Ausschaltung jeglicher
politischer Opposition und die Einschüchterung der Bevölkerung, die
durch umfangreiche Presseberichte unterstützt wurde. Die regionale
Presse im ganzen Volksstaat Hessen berichtete ab Mai 1933 in beinahe
gleich lautenden Berichten von der Einrichtung des
Konzentrationslagers Osthofen. In den kommenden Wochen konnte man fast
tàglich in den regionalen Blàttern lesen, wer aus der Umgebung
verhaftet und nach Osthofen gebracht worden war. Die Existenz dieses
Lagers blieb somit keinem Zeitgenossen verborgen. Die Zustànde dort
wurden in den Berichten stark verharmlost. Ihren eigentlichen Zweck,
die übrige Bevölkerung abzuschrecken, haben sie in vielen Fàllen aber
sicher erreicht.
 

Lesen sie die antworten

#1 Armin Wolf
23/06/2011 - 12:55 | Warnen spam
"Easy Lover" schrieb

[Plagiat gesnippt]



Der Text stammt aus dem Wikipedia-Artikel "KZ Osthofen"
Ob eine Lizensierung gemàß CC-BY-SA erfolgte, ist unbekannt.

Original:
<http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Osthofen>

Was hat das mit Physik zu tun?

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