Unschärferelation an einem Einfachspalt

01/10/2008 - 20:05 von Alexander Streltsov | Report spam
Zu einem àhnlichen Thema gab es vor kurzem einen ziemlich langen Thread,
dessen Ende ich nicht mehr verfolgt habe, also kann es zu
Überschneidungen kommen.

Genauer geht es darum, ob der Durchgang eines Photons durch einen
Einfachspalt eine Messung, oder eine Pràparation ist.

Was spricht gegen folgende Sichtweise:
Dadurch dass ich auf dem Schirm hinter dem Spalt das Photon detektiere,
kenne ich seinen Vertikalimpuls, also ist das eine Messung des
Vertikalimpulses.
Dadurch weiss ich aber gleichzeitig, dass das Photon durch den Spalt
gegangen sein muss, ich kenne also mit gewissern Ungenauigkeit die
Vertikalkomponente seines Ortsvektors, als das Photon im Spalt war.

Das ist also eine gleichzeitige Orts- und Impulsmessung, wobei ich beide
Größen beliebig scharf machen kann, indem ich den Spalt immer enger mache.

Das steht nicht im Widerspruch zur Unschàrferelation, dazu Ballentine
auf Seite 226:
"The experimental test of the inequality (8.33) does not involve
simultaneous measurements of Q and P, but rather it involves the
measurement of one or the other of these dynamical variables on each
independently prepared representative of the particular stat being studied."
Gleichung 8.33 ist dabei DeltaQ*DeltaP >= hbar/2.

Leider wird in den Vorlesungen und manchen Büchern immer wieder betont,
dass die beiden Größen nicht gleichzeitig gemessen werden können, was so
wohl nicht korrekt ist.

Wieso wird jedoch oft behauptet, das Passieren des Spalts sei keine
Messung, sondern eine Pràparation? Bzw. warum führt meine Interpretation
zu Problemen?
 

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#1 Kurt Bindl
01/10/2008 - 20:40 | Warnen spam
Alexander Streltsov wrote:
Zu einem àhnlichen Thema gab es vor kurzem einen ziemlich langen
Thread, dessen Ende ich nicht mehr verfolgt habe, also kann es zu
Überschneidungen kommen.

Genauer geht es darum, ob der Durchgang eines Photons durch einen
Einfachspalt eine Messung, oder eine Pràparation ist.

Was spricht gegen folgende Sichtweise:
Dadurch dass ich auf dem Schirm hinter dem Spalt das Photon
detektiere, kenne ich seinen Vertikalimpuls, also ist das eine
Messung des Vertikalimpulses.
Dadurch weiss ich aber gleichzeitig, dass das Photon durch den Spalt
gegangen sein muss, ich kenne also mit gewissern Ungenauigkeit die
Vertikalkomponente seines Ortsvektors, als das Photon im Spalt war.

Das ist also eine gleichzeitige Orts- und Impulsmessung, wobei ich
beide Größen beliebig scharf machen kann, indem ich den Spalt immer
enger mache.

Das steht nicht im Widerspruch zur Unschàrferelation, dazu Ballentine
auf Seite 226:
"The experimental test of the inequality (8.33) does not involve
simultaneous measurements of Q and P, but rather it involves the
measurement of one or the other of these dynamical variables on each
independently prepared representative of the particular stat being
studied." Gleichung 8.33 ist dabei DeltaQ*DeltaP >= hbar/2.

Leider wird in den Vorlesungen und manchen Büchern immer wieder
betont, dass die beiden Größen nicht gleichzeitig gemessen werden
können, was so wohl nicht korrekt ist.

Wieso wird jedoch oft behauptet, das Passieren des Spalts sei keine
Messung, sondern eine Pràparation? Bzw. warum führt meine
Interpretation
zu Problemen?




Vieleicht deswegen weil gar kein Photon durchgeht.

Kurt

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