Unterricht durch Laien?

24/02/2009 - 07:45 von Vogel | Report spam




Jo, jetzt wissen wir es. Das Ifo-Institut hat festgestellt, dass meistens
jene Lehrer werden, die ein schwaches Abi gemacht haben. Das Ifo-Institut
hat sozusagen den Lehrern als Gruppe ein Pfeiffenzertifiket ausgestellt,
welches von der Frau Ministerin nicht in Frage gestellt wird, sondern
akzeptiert wurde.
Unser Intelligenzbolzen, Namens Schavan, hat nun angeregt, dass
"Spitzenkràfte" der Industrie, genannt wurden Spitzeningenieure?,
von den Unternehmen freigestellt werden sollen, um die Qualitàt des
Unterrichts zu verbessern.




Also einerseits finde ich die Diskussion wirklich interesant, da bei dieser
Gelegenheit mal geklàrt werden kann, wer sind denn nun diese Spitzenkràfte
mit Fachwissen in der Industrie. Die Herren die sich "Manager" schimpfen
kommen da ja wohl nicht in Frage. Es könnte als Ergebnis dabei der traurige
aber wahre Umstand zu Tage kommen, dass die deutsche Wirtschaft nur noch
von Pfeiffen geleitet wird die kein Fachwissen besitzen.




Also irgendwer hat da was an der Birne. Nicht, dass es diese Spitzenkràfte
in der Industrie nicht gàbe. Nur welche von den Akademikern in der
Industrie sind jene Spitzenkràfte? Abteilungsleiter und höherer
Angestellte, sogenannte Manger, kommen da wohl kaum in Frage, da diese sich
eher mit administrativen Vorgàngen beschàftigen und in aller Regel kein
Fachwissen besitzen, sondern lediglich die Macht zu entscheiden.
Wie will man denn nun wissen welche der Akademiker aus der Industrie
Spitzenkraàfte sind? Oder sind sie es alle?




Der Lehrerverband hat jetzt natürlich, wie zu erwarten, zurückgeschossen.
Fachwissen alleine reiche nicht aus um zu Unterrichten, es gehören auch
pedagogische? Kenntnisse dazu, ansonsten würden diese Spitzeningenieure ins
offene Messer laufen. Als ob diese nie in der Schule gewesen wàren, um zu
wissen wie Unterricht ablàuft.




Ich stelle bei dieser Gelegenheit fest, dass Physiker und Chemiker und
andere Akademiker die in der Industrie tàtig sind, aus der Sicht unserer
sehr hochwohl geschàtzten Bundesministerin keine Spitzenkràfte sind;-)




Was haltet ihr davon?





Selber denken macht klug.
 

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#1 Thomas Gabler
23/02/2009 - 14:11 | Warnen spam
Vogel wrote:

Du weisst, dass an das Lehramtstudium weniger Anforderungen gestellt
sind?



Inwiefern? In meinem Studium (Lehramt Mathe/Physik für Gymnasium, Uni
München) haben wir in der Regel die gleichen Vorlesungen besucht wie die
Diplom-Studenten. Und die hatten nur *ein* Hauptfach...

Und nicht wenige sind damals von Lehramt auf Diplom gewechselt, weil da
angeblich die Prüfungen leichter waren.

Dass ruhig bekommen, sollte nun nicht Aufgabe des Lehrers in den
Fachstunden sein, sondern des leitenden Direktors und des Lehrkörpers,
bestenfalls in der Klassenstunde.



Was bitte ist für dich der Unterschied zwischen Lehrer und Lehrkörper?
Und was Klassenstunden finden an meiner Schule ca. 4x pro Schuljahr
statt - wie soll das eine Auswirkung haben?

Wenn keine Disziplinierungsmasnahmen gegen die Störung des
Unterrichts mehr möglich sind, kann man die Schulen schliessen.



Tja, dumm gelaufen. Nach deiner Definition müsste man sàmtliche
Gymnasien Deutschlands jetzt sofort dicht machen.

Zu Disziplinierungsmasnahmen müssen nicht unbedingt Strafen gehören. Es
wàre z.Bsp. auch denkbar Leistungsgruppierungen einzuführen, mit der
Möglichkeit eines jeden Schülers jedes Jahr neu eingestuft zu werden.



Mit welchem Anreiz? Was hàtte ein Schüler in deinem System davon, zu
"den guten" zu gehören?

Denkbar wàre auch eine gesetzlich verordnete Ferienverkürzung für jene
Schüler die einen Klassenbucheintrag haben, um dieses Verhalten
aufzuarbeiten.



Viele der Störenfriede, gerade in der Unterstufe, wollen nur eines:
Aufmerksamkeit. Durch solche Zusatzmaßnahmen kann man da sogar das
komplette Gegenteil bewirken: "Cool - eine Woche hab ich den Lehrer
nur für mich!" (Selbst schon bei Nacharbeitsterminen erlebt)

Also denkbar ist so einiges um den Schulbetrieb zu verbessern, aber so
lange die Lehrer das als Einmischung von aussen sehen und solange nur
ehemalig im Lehrbetrieb tàtige das Sagen haben, ist das schwer möglich



Das Problem ist von unserer Warte aus eher folgendes: Durch die kurzen
Wahlperioden àndert sich die Schulpolitik alle paar Jahre, weil man
dem Wàhler Ergebnisse pràsentieren will/muss. Wirklich sinnvolle
Maßnahmen zeigen aber erst nach mehreren Jahren, ob sie sich wirklich
lohnen. So werden meist nur Strohfeuer entzündet, die für uns nur
eines bringen: Mehr Verwaltungsaufwand.

Tom

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