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Unterschied und unterscheiden in der Mathematik

09/07/2012 - 11:20 von Rudolf Sponsel | Report spam
Der wichtige Grundbegriff für das Vergleichen - und damit Ordnen - scheint das
Unterscheiden. Sind diese Begriffe in der Mathematik definiert oder gehören
diese zu den undefinierten Grundbegriffen?

In der schönen Cantorschen Mengendefinition spielt der Unterschiedsbegriff
offenbar eine wichtige Rolle: "Unter einer Menge verstehen wir jede
Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten (m) unserer
Anschauung oder unseres Denkens (welche die Elemente von M genannt werden) zu
einem Ganzen."

Rudolf Sponsel, Erlangen
 

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#1 Spunsel Erlangen
09/07/2012 - 12:11 | Warnen spam
Rudolf Sponsel Erlangen:

Der wichtige Grundbegriff für das Vergleichen - und damit Ordnen - scheint
das Unterscheiden.



Ja! Scheint!

Platon, der EWIGE Vater DER Erkenntnis SELBST, verkündete den Unschein:

In seiner Erkenntnistheorie unterscheidet Platon streng zwischen
Meinung (δόξα dóxa) oder Glauben ohne Wissen einerseits und wahrem Wissen
andererseits. Sinneswahrnehmungen reichen nicht zum Erlangen der Wahrheit
aus, sondern erzeugen lediglich Meinungen. Auch wenn eine Meinung zutrifft,
ist sie von prinzipiell anderer Beschaffenheit und anderen Ursprungs als
Einsicht. Ein Zugang zur Wahrheit und damit Wissen erschließt sich der Seele
nur im Denken, das sich möglichst von der Sinneswahrnehmung emanzipiert hat.


In der schönen Cantorschen Mengendefinition spielt der Unterschiedsbegriff
offenbar eine wichtige Rolle:



Es handelt sich um die Offenbarung des Wesens der Wichtigkeit jener Rolle.

"Unter einer Menge verstehen wir jede
Zusammenfassung M von bestimmten wohlunterschiedenen Objekten (m) unserer
Anschauung oder unseres Denkens (welche die Elemente von M genannt werden) zu
einem Ganzen."



Da hast du wieder gut aufgepasst - du bist sicherlich ganz stark hochbegabt,
so àhnlich wie dein Kollege Kalunderblatt Augsburg...

Es scheint eben zu sein wie Platon sagt: erst demjenigen, dem sich die wahre
Einsicht jenseits aller Meinung emanzipiert hat, erschliesst sich das Wesen
des Verschiedenen in der Einheit alles Anderen.

Möge das Wesen des Unterscheidens in dein Denken eindringen!

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