Unterschiedliche DSL-Geschwindigkeiten im gleichen Haus - Telekom bevorzugt?

16/01/2016 - 08:45 von Jens Riedel | Report spam
Hallo,

eine Bekannte von mir hat ein Problem mit ihrem DSL-Anschluss, dass ich
gerne mal hier schildern möchte um rauszufinden, ob man da was dran
machen kann. Sollte das thematisch hier falsch sein, wàre ein Verweis
auf eine passendere Gruppe nett.

Also, Problem ist folgendes:
Sie ist vor làngerer Zeit in eine Wohnung gezogen, die in einem
3-Parteien-Haus liegt.
DSL-Anschluss für die Wohnung wurde beantragt, sie hat bei einem
örtlichen Provider (osnatel) dann einen 16.000er DSL-Tarif inklusive
VoIP-Telefonie abgeschlossen.

Zum Aktivieren musste der Provider zunàchst jemand von der Telekom
vorbeischicken, der die Leitung für die Wohnung freischaltet / aktiviert
oder so àhnlich (was ich schon seltsam fand, da die Vormieter laut
eigener Aussage auch DSL gehabt hatten - hatten wir extra nachgefragt).

DSL und Telefonie lief dann auch, allerdings ist die erzielte
Geschwindigkeit absolut grottig - bei DSL-Speedtests werden maximal
Raten von 1300 erreicht, was man beim Arbeiten mit dem Internet auch oft
deutlich merkt. Sprachqualitàt beim VoIP ist auch hàufig nicht optimal.
Vorab wurde gesagt, dass man nicht mit den 16.000 rechnen könne, die nur
ein theoretischer Wert sind, sondern eher mit 5000-6000, da das Haus in
einem Vorort liegt und ca. 4km vom nàchsten Verteilerkasten weg ist.

Wir haben dann mal bei den Nachbarn (die direkt bei der Telekom - also
T-Online - sind) in der unteren Etage gemessen, die kriegen beim
gleichen Speedtest konstant Raten über 3000 - auch nicht rasend, aber
über doppelt so schnell.
Osnatel sagt aber, sie könnten nichts daran àndern, dass auf dem
Anschluss meiner Bekannten nur 1300 ankommen, làge halt an der Lage und
an der Entfernung zum Verteiler.

Und jetzt endlich meine Frage (danke fürs geduldige Lesen bis hierher ;)):
Wodurch könnte es technisch limitiert sein, dass die Nachbarn über ihren
T-Online-DSL-Anschluss über 3000 MBit/s kriegen, meine Bekannte aber
über ihren osnatel-Anschluss, der im Keller sozusagen an der selben
Quelle hàngt, nicht mehr als 1300 MBit/s abrufen kann?
Installiert die Telekom das so, dass ihre eigenen Anschlüsse da
bevorzugt werden?
Kann der lokale Provider, der die Leitung der Telekom ja für seine
Bereitstellung anmietet, da nicht verlangen, dass da dann auch die
gleiche Leistung erzielt wird (bzw. kann der Kunde das verlangen)?

Noch als Hinweis: Hardware ist alles neu vom Provider geliefert worden
(Fritzbox), daran sollte es eigentlich nicht liegen. DSL-Tests wurden
von verschiedenen Endgeràten gemacht, zwar per WLAN, aber direkt neben
dem Router mit vollem Empfang.

Viele Grüße
Jens
 

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#1 Daniel Weber
16/01/2016 - 08:48 | Warnen spam
Am 16.01.2016 um 08:45 schrieb Jens Riedel:
Und jetzt endlich meine Frage (danke fürs geduldige Lesen bis hierher ;)):
Wodurch könnte es technisch limitiert sein, dass die Nachbarn über ihren
T-Online-DSL-Anschluss über 3000 MBit/s kriegen, meine Bekannte aber
über ihren osnatel-Anschluss, der im Keller sozusagen an der selben
Quelle hàngt, nicht mehr als 1300 MBit/s abrufen kann?



Es kann gut sein, dass der Osnatel-Anschluss von einem Indoor-DSLAM aus
dem Hauptverteiler bedient wird, der Telekom-Anschluss hingegen von
einem Outdoor-DSLAM in einem Kabelverzweiger. D.h. die Leitungslànge zum
jeweiligen DSLAM wàre beim Telekom-Anschluss kürzer, die erreichbare
Datenrate somit höher.

Installiert die Telekom das so, dass ihre eigenen Anschlüsse da
bevorzugt werden?



Osnatel mietet nur die "nackte" Kupferdoppelader bei der Telekom, den
DSLAM betreibt Osnatel selbst, d.h. die Telekom hat keine Möglichkeit
einer künstlichen Limitierung.

Ciao,
Daniel

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