unterschiedlicher Mount-Point verschiedener Speichermedien

04/11/2016 - 18:45 von Magnus Warker | Report spam
Hallo,

meine USB-Sticks werden fast immer als /dev/sdb1 eingebunden. Das habe
ich in der /etc/fstab auf /mnt/stick gebogen. Ein normaler User ohne
root-Rechte hat darauf einen Symlink ~/stick -> /mnt/stick. So kann er
einfach ~/stick mounten und hat Lese-/Schreibrechte.

Soweit so gut.

Nun werden einige wenige Sticks als /dev/sdc1 eingebunden. Warum?

In diesen Fàllen mounte ich den Stick als root, aber dann hat der
normale User keinen Schreibzugriff. Ein chmod user:user /mnt/stick
funktioniert dann nicht.

Oder eine ganz andere Lösung?

Danke
Magnus
 

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#1 Diedrich Ehlerding
04/11/2016 - 18:58 | Warnen spam
Magnus Warker meinte:

Nun werden einige wenige Sticks als /dev/sdc1 eingebunden. Warum?



Vermutlich weil vorher schon ein anderer stik eingesteckt gewesen war.

Das Thema ist nicht neu. Vergiss die /dev/sdXYZ-Namen: Du kannst dich
nicht darauf verlassen, dass Platten - selbst interne Platten, aber
insbesondere wechselbare Platten - immer wieder dieselben sd-Namen
bekommen. Wenn du Namen haben willst, die einen Reboot und/oder
Stöpselvorgànge überleben, dann musst du anders vorgehen.

Eine Möglichkeit ist, den Filesystemen auf der Platte einen Namen zu geben
- ein Filesystemlabel. Im Falle eines ext2/ext3: man tune2fs, im Falle
eines sticks zum Transport zwischen Windows und Linux am einfachsten unter
Windows der Partition einen Namen geben - und zwar für jeden sticjl einen
anderen, wenn du sie gleichzeitig antöpseln und unterscheiden können
willst.. Und dann mountest du nicht /dev/sdb1, sondern
/dev/disk/by-label/NamedesFlesystems.

Oder du schaust mal in /dev/disk/by-id (wenn ein stick eingesteckt ist),
da wird ein Blockdevicename aus der Seriennummer der Plattre gebaut. Das
ist dann sinnvoll, wenn du (warum auch immer) kein Filesystem auf dem
stick hast, sondern aus irgendwelchen Gründen die "rohe" Partition
anfassen willst. Etwa dann, wenn du erst ein Filesystem draufschreiben
willst.

Weitere Varianten sind LVM (aber das ist für einen USB mit Kanonen nach
spatzen geschossen), /dev/disk/by-path (das zeigt auf den USB-Anschluss,
d.h. dann identifizierst du deine Platte über die Buchse, wo du sie
reinstöpselst.



pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.

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