Untragbarer Amiga

19/12/2013 - 20:55 von Christian Brandt | Report spam
Warum gab es eigentlich nie einen portablen Amiga?

Ich sage absichtlich nicht "Notebook", schon ein Amiga àhnlich eines
SX64 wàre ja schon was gewesen, ein Clamshell-Amiga mit einem
640x480-Display in Graustufen wàre ein Killer gewesen.

Die Offtopic-Exkursion der letzten Tage hat ja schön gezeigt dass der ST
da keine Probleme hatte. Und mal ehrlich, ein tragbarer Amiga wàre nun
wirklich kein Wunderwerk gewesen.

Christian Brandt

life is short and in most cases it ends with death
but my tombstone will carry the hiscore
 

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#1 michaelnoeusenet
19/12/2013 - 22:31 | Warnen spam
Christian Brandt wrote:

Warum gab es eigentlich nie einen portablen Amiga?

Ich sage absichtlich nicht "Notebook", schon ein Amiga àhnlich eines
SX64 wàre ja schon was gewesen, ein Clamshell-Amiga mit einem
640x480-Display in Graustufen wàre ein Killer gewesen.

Die Offtopic-Exkursion der letzten Tage hat ja schön gezeigt dass der ST
da keine Probleme hatte. Und mal ehrlich, ein tragbarer Amiga wàre nun
wirklich kein Wunderwerk gewesen.



Ja, aber hàtte Commodore speziell damit dann auch Gewinn gemacht?

Selbst der SX64 wurde nur recht kurz hergestellt.

(Atari hatte Mitte der 1980er Jahre übrigens ein sehr àhnliches Modell
vorgestellt - AFAIK auf der Winter-CES 1985 -, aber dann nie auf den
Markt gebracht. Sehr interessant ist dennoch dies:
<http://technabob.com/blog/2007/12/2...semod/>)

1990 herum war der Laptop-Markt sehr klein (geschweige denn der für
Notebooks à la Apple PowerBook 100) - und entsprechende Geràte sehr
teuer!

Ich vermute ja mal, daß für Commodore bereits der Amiga 3000 eher ein
Verlustgeschàft war - oder bereits der 2500. (Ebenso vermutlich der TT
für Atari, die Transputer Workstation kam ja leider nie wirklich auf den
Markt.)

Anfangs sollte der Amiga ja als PC oder auch Workstation vermarktet
werden. Dies zeigte bereits der damals sehr moderne Look des 1000. Oder
gar dessen Pràsentation Mitte der 1980er Jahre - samt Preis...

Siehe dazu auch <http://www.youtube.com/watch?v=DH78Rgmsvhw>. Samt Andy
Warhol, entsprechender Location uswusf...

Doch leider hat sich Commodore - gerade in Deutschland - dann zu sehr
auf der Tauglichkeit des Amigas als Spieleplattform schlechthin
ausgeruht. (Der Amiga hatte zwar im Video-Workstation-Bereich - Video
Toaster, Scala MM, 3D-Rendering via LightWave, Real 3D, spàter dann auch
CINEMA 4D uswusf. - einen sehr guten Ruf damals, aber dies vornehmlich
in den USA. Was aber auch da halt nur ein Nischenmarkt war.)

Gleiches gilt für den Atari ST: die Stacy fand ich nie wirklich "sexy",
das ST Book dann schon viel eher, konnte ich mir damals nur nicht
leisten. ;-)

Wirklich viel Konkurrenz gab es damals ja nicht dafür, das nochmals
teurere Apple PowerBook 100 mal ausgenommen.

Sehr interessant für mich war damals etwas spàter noch der Acorn
Archimedes A4, aber ebenfalls teuer. Zu teuer für mich. ;-)

Vollkommen uninteressant waren die damals üblichen DOS-PC-Backsteine:
auch extrem teuer samt bescheidener Hardware und zudem ohne brauchbares
OS.

Was konnte ich mir selbst damals leisten? Nach dem Schneider CPC einen
Amiga 500 samt 1 MByte RAM und Farbmonitor. War schon was - damals...

Kurz darauf dann eine zweite Floppy.

Meine erste Festplatte kostete 699 Mark (das weiß ich heute noch):
immerhin eine Quantum LPS52 samt SCSI-Interface. Selbst das war schon
Luxus gegenüber dem, was meine DOS-PC-Kumpels damals so hatten. ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn: wieviel Geld hàttest Du 1990 bis 1992 für einen
Laptop aufbringen wollen bzw. eher können? 3000 für Low-End? 4000? 5000
Mark? Mehr für damaliges High-End?

Meinen ersten Laptop habe ich mir erst 2001 gekauft: das war ein iBook.
Aber immerhin samt AirPort (WLAN), fand ich fast so toll wie meine erste
HD. ;-)


Gruß
Mac OS X is like a wigwam:
Michael no Windows, no Gates, Apache inside.

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