Upgrade von tcl zu ...

05/08/2009 - 14:12 von Thomas Guettler | Report spam
Hallo,

da das tcl/tk Paket "blt" Probleme macht (es funktioniert einfach nicht
mehr mit neueren tcl Versionen) sehe ich folgende Lösungen:

- Alles neu schreiben mit anderer Sprache und Toolkit.
- die neue tcl/tk Version soll blt eigentlich überflüssig machen.
Also den Quelltext anpassen für die neue Version anpassen.
- Die nàchste Zeit RPMs (Linux PCs) bauen und eine alte tcl/tk Version
installieren, bei der blt noch funktioniert.

Es ist recht viel Quelltext vorhanden, so dass "alles neu schreiben" nicht
so leicht zu machen ist.

Selbst wenn man diese Option wàhlt. Was für ein GUI Toolkit könnte man nehmen?

- pygtk: Damit habe ich schon gearbeitet. Aber irgendwie ist es mir noch zu low-level.
Pakete wie Kiki werden aber nur von einer kleinen Nutzergruppe verwendet.
- qt: Bisher gab es Lizenzprobleme, bzw man hàttte eben eine Lizenz kaufen müssen.
Auch wenn das für qt anders ist, für python-qt gilt das noch, denn es ist eben GPL,
aber mein Quelltext nicht.
- fltk: Damit habe ich noch nicht gearbeitet.
- wxWidgets. Das gefàllt mir nicht, weil es ja auch nur ein Wrapper über gtk ist. Ich habe
mal vor sieben Jahren damit etwas probiert, und es gab nur Probleme (seg. faults, ...)
Aber vielleicht ist das inszwischen besser?

Oder man nimmt auch eine andere Sprache. Zum Beispiel Java.

Generell scheint GUI-Entwicklung nur noch wenige zu interessieren. Die meisten Anwendungen
sind Web-Anwendungen. In der django-User Mailingliste ist bestimmt mehr als das zehnfache an
Traffic als in pygtk.

Gruß,
Thomas


Thomas Guettler, http://www.thomas-guettler.de/
E-Mail: guettli (*) thomas-guettler + de
 

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#1 Diez B. Roggisch
05/08/2009 - 14:44 | Warnen spam
- qt: Bisher gab es Lizenzprobleme, bzw man hàttte eben eine Lizenz
kaufen müssen.
Auch wenn das für qt anders ist, für python-qt gilt das noch, denn es
ist eben GPL, aber mein Quelltext nicht.



Ich bin der festen Ueberzeugung das die ~500 Euro fuer eine PyQt Lizenz das
Geld locker wert sind, wenn man in Rechnung stellt um ein wievieles
einfacher & besser Entwicklung mit Qt4 und PyQt ist. Das ist ein (mittlerer
bis niedriger) Tagessatz von dem wir da reden, das armortisiert sich
schnell.

Ich habe mal ein damals groesseres PyQt3-Projekt gestemmt, dass als
Inhouse-Anwendung GPL hat sein koennen - das war wirklich angenehm zu
machen.


- fltk: Damit habe ich noch nicht gearbeitet.
- wxWidgets. Das gefàllt mir nicht, weil es ja auch nur ein Wrapper über
gtk ist. Ich habe
mal vor sieben Jahren damit etwas probiert, und es gab nur Probleme
(seg. faults, ...) Aber vielleicht ist das inszwischen besser?




Ich kann das nur sehr beschraenkt aus eigener Erfahrung heraus kommentieren,
aber es ist wohl nach wie vor eher un-pythonisch, und krankt eben daran,
dass es als meta-wrapper nunmal vielen Herren dienen will - und win32 ist
ganz klar derjenige, welcher die Peitsche am schnellsten & lautesten
schwingt.

Oder man nimmt auch eine andere Sprache. Zum Beispiel Java.



Mit SWT basierend auf GTK ist das wohl inzwischen wirklich eine Option, aber
Java ist schon sehrviel anstrengender - womit obiges PyQt-argument IMHO
wieder greift. Und darin schreibst du alles neu, musst neu designen (so
es backend-komponenten gibt) usw.

Generell scheint GUI-Entwicklung nur noch wenige zu interessieren. Die
meisten Anwendungen sind Web-Anwendungen. In der django-User Mailingliste
ist bestimmt mehr als das zehnfache an Traffic als in pygtk.



Wohl wahr. Und in gewisser Weise finde ich das auch sehr nachvollziehbar -
die recht klare Trennung zwischen Logik & layout, die gute gestaltbarkeit
dank CSS, wodurch man darin erfahrenere Leute einsetzen kann statt das als
aesthetisch Herausgeforderter selbst zu machen, und die Erwartungshaltungen
die Leute an Webanwendungen haben (kein undo, dafuer jede menge kleine
transaktionen) sind schon wirkliche Pluspunkte einer Weboberflaeche. Und
dank DHTML ja auch funktional sehr nah an einer "richtigen" GUI.

MfG Diez

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