Uralt-Rechner und neuer Monitor - unscharfe Schriften und Icons

05/10/2014 - 16:39 von Timo | Report spam
Hallo,

mein Vater hat einen alten Rechner, auf dem noch Windows 95 làuft.
Als Grafikkarte ist da eingebaut eine alte Matrox Mystique PCI mit 4MB .

Bisher hatte er einen Röhrenmonitor: Samsung SyncMaster 900IFT.
Bildformat: 4:3 . Angeschlossen über VGA-Anschluss.

Der Röhrenmonitor gibt jetzt wohl den Geist auf:

Seit vorvorgestern variiert die Bildbreite im Drei-Sekunden-Takt:
Mal für drei Sekunden links und rechts ein 5mm breiter schwarzer Balken,
dann ist wieder für drei Sekunden der ganze Bildschirm mit Bild ausgefüllt.
Auffàllige Geràusche gibt es dabei am Monitor im hörbaren Bereich keine.

An der Software und an den Treibern hat es seit Jahren keine Änderungen
gegeben.

In der Hoffnung, dass vielleicht bloss irgendwo im Rechner auf der Grafikkarte
eine Staubschicht eine leitende Verbindung bewirkt hat, wo keine sein
sollte, haben wir als erstes mal wieder den Rechner aufgemacht, komplett
in Baugruppen zerlegt und alles gereinigt/abgestaubt/gestaubsaugt und
dann wieder zusammengesetzt. Auch das alte AT-Netzteil hatten wir
ausgebaut und geöffnet und gestaubsaugt. Hat aber nichts gebracht.
Das Bild hat immer noch in der Breite hin- und her -àh- oszilliert.

Also haben wir auch noch den Bildschirm aufgemacht und dessen Innenleben
so gut wie möglich mittels Pinsel und Staubsauger vom Staub befreit, was
aber auch nichts gebracht hat.

Inzwischen habe ich auch noch anderes ausprobiert und kann sagen, dass
dieses stàndige Bildbreitenwechseln auch auftritt, wenn man den betreffenden
Röhrenmonitor an andere Computer/Geràte anschliesst.


So langsam setzt sich die Sichtweise durch, dass etwas neues her muss,
aber mein Vater möchte erstmal nur einen neuen Bildschirm.

Einstweilen, bis er sich entschieden hat, habe ich ihm einen LCD-Bildschirm
von mir gegeben. Allerdings einen mit Bildformat 16:9, und zwar
Acer G226HQL . Der hat neben HDMI- und DVI-Anschluss auch einen
VGA-Anschluss sodass ich ihn an die alte Matrox Mystique PCI-Grafikkarte
anschliessen konnte. Dieser Bildschirm ist der einzige Bildschirm mit
VGA-Anschluss, den ich habe.

Bei dem 16:9-Monitor kann man einstellen, ob die Anzeige bildschirmfüllend
sein soll, oder ob die Aspect Ratio beibehalten werden soll.

Da die alte Matrox Mystique PCI nur Auflösungen für 4:3 hergibt, habe ich
am 16:9-Monitor "Aspect Ratio" eingestellt, sodass eben links und rechts
zwei schwarze Streifen im 2:9-Format sind, dafür aber das Bild nicht in die
Breite verzerrt wird.

Als statt des 4:3-Röhrenmonitors der 16:9-LCD-Monitor angeschlossen
war, hat Win95 beim Hochfahren eine "Neue Hardware-Komponente"
erkannt und wo im Win95-Geràtemanager unter "Bildschirm" früher
"Samsung SyncMaster 900IFT" gestanden hat, steht jetzt nur noch
"Plug and Play Bildschirm".

Zunàchst gab es auf dem 16:9-Bildschirm wie erwartet mittig ein Bild im
4:3-Format (bzw 12:9-Format) und links und rechts eben die beiden
schwarzen Bereiche jeweils im 2:9-Format. Im mittig angezeigten
4:3-Bild selbst war allerdings rechts ein sehr schmaler Streifen abgeschnitten.
D.h., bei Fenstern im Vollbild sah man den rechten Fensterrand nicht
und dergleichem. Bei "Eigenschaften von Anzeige" -> "Einstellungen"
-> "Erweitert" -> "Grafikkarte" habe ich dann die Bildwiederholfrequenz
von "Standard" nach "Optimal" umgestellt, was seltsamerweise bewirkt
hat, dass nun das ganze von der Grafikkarte gelieferte 4:3-Bild
im mittigen 4:3-Abschnitt des 16:9-Monitors zu sehen ist, also keine
schmalen Streifen mehr abgeschnitten sind und dergleichen.


Prinzipiell funktioniert jetzt also alles, aber es gibt im besonderen immer
noch folgende Probleme:

1. Bei manchen Auflösungen, zB 1152 x 864 (egal ob 16bit High Color
oder 24bit True Color oder 32bit True Color), gibt es auch oben und
unten einen kleinen schwarzen Streifen.

Mit dem könnte man noch leben. Trotzdem wàre ich für Abhilfetipps
dankbar.

2. In allen unter Win95 mit der Matrox-Mystique-PCI-Grafikkarte verfügbaren
Auflösungen sehen Schriften und Icons unscharf und verwaschen aus.

Das Problem mit dem unscharfen Bild ist das schwerwiegendere.

Woran könnte es liegen, dass die Schriften und Icons, die mit dem
4:3-Röhrenmonitor gestochen scharf angezeigt worden sind, mit
dem 16:9-LCD-Monitor unscharf und verwaschen aussehen?
Welche Abhilfe gibt es?

3. An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich DDE/CI nennt.
Was ist das?
An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich ACM nennt.
Was ist das?
An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich Fokus nennt.
Was ist das?
An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich Takt nennt.
Was ist das?

Freundliche Grüße

Timo
 

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#1 Marcel Mueller
05/10/2014 - 19:26 | Warnen spam
Hallo!

On 05.10.14 16.39, Timo wrote:
mein Vater hat einen alten Rechner, auf dem noch Windows 95 làuft.
Als Grafikkarte ist da eingebaut eine alte Matrox Mystique PCI mit 4MB .

Bisher hatte er einen Röhrenmonitor: Samsung SyncMaster 900IFT.
Bildformat: 4:3 . Angeschlossen über VGA-Anschluss.

Der Röhrenmonitor gibt jetzt wohl den Geist auf:

Seit vorvorgestern variiert die Bildbreite im Drei-Sekunden-Takt:
Mal für drei Sekunden links und rechts ein 5mm breiter schwarzer Balken,
dann ist wieder für drei Sekunden der ganze Bildschirm mit Bild ausgefüllt.
Auffàllige Geràusche gibt es dabei am Monitor im hörbaren Bereich keine.



Der hat wohl einen Wackler. Das kann man durchaus flicken, die Frage ist
halt, wie viel man in den alten 25kg-Klumpen noch investieren möchte.


In der Hoffnung, dass vielleicht bloss irgendwo im Rechner auf der Grafikkarte
eine Staubschicht eine leitende Verbindung bewirkt hat, wo keine sein
sollte, haben wir als erstes mal wieder den Rechner aufgemacht, komplett
in Baugruppen zerlegt und alles gereinigt/abgestaubt/gestaubsaugt und
dann wieder zusammengesetzt. Auch das alte AT-Netzteil hatten wir
ausgebaut und geöffnet und gestaubsaugt. Hat aber nichts gebracht.



Das war bestimmt eine gute Tat, aber das liegt wirklich am Monitor. Das
Ergebnis ist also erwartungsgemàß.

Also haben wir auch noch den Bildschirm aufgemacht und dessen Innenleben
so gut wie möglich mittels Pinsel und Staubsauger vom Staub befreit, was
aber auch nichts gebracht hat.



Da dürfte eher ein Steckverbinder oder eine kalte Lötstelle schuld sein.
Evtl. auch das Poti, zu regeln der Bildbreite, falls er so etwas besitzt.

Inzwischen habe ich auch noch anderes ausprobiert und kann sagen, dass
dieses stàndige Bildbreitenwechseln auch auftritt, wenn man den betreffenden
Röhrenmonitor an andere Computer/Geràte anschliesst.



Auch erwartungsgemàß.

So langsam setzt sich die Sichtweise durch, dass etwas neues her muss,
aber mein Vater möchte erstmal nur einen neuen Bildschirm.



Kein Problem.

Einstweilen, bis er sich entschieden hat, habe ich ihm einen LCD-Bildschirm
von mir gegeben. Allerdings einen mit Bildformat 16:9, und zwar
Acer G226HQL . Der hat neben HDMI- und DVI-Anschluss auch einen
VGA-Anschluss sodass ich ihn an die alte Matrox Mystique PCI-Grafikkarte
anschliessen konnte. Dieser Bildschirm ist der einzige Bildschirm mit
VGA-Anschluss, den ich habe.

Bei dem 16:9-Monitor kann man einstellen, ob die Anzeige bildschirmfüllend
sein soll, oder ob die Aspect Ratio beibehalten werden soll.

Da die alte Matrox Mystique PCI nur Auflösungen für 4:3 hergibt,



Das ist nicht ganz korrekt. Die Karte kann technisch nahezu jede
Auflösung bis zu einem bestimmten Maximum. Aber tausend Eintràge die
Liste der Auflösungen reichlich unübersichtlich gemacht hàtte, und da es
früher mit Röhrenmonitoren keinen Grund gab, exakt eine bestimmte
Auflösung einzustellen, hat man sich halt beim Treiber auf ein Dutzend
Eintràge beschrànkt.

Als statt des 4:3-Röhrenmonitors der 16:9-LCD-Monitor angeschlossen
war, hat Win95 beim Hochfahren eine "Neue Hardware-Komponente"
erkannt und wo im Win95-Geràtemanager unter "Bildschirm" früher
"Samsung SyncMaster 900IFT" gestanden hat, steht jetzt nur noch
"Plug and Play Bildschirm".



Passt soweit.

Zunàchst gab es auf dem 16:9-Bildschirm wie erwartet mittig ein Bild im
4:3-Format (bzw 12:9-Format) und links und rechts eben die beiden
schwarzen Bereiche jeweils im 2:9-Format. Im mittig angezeigten
4:3-Bild selbst war allerdings rechts ein sehr schmaler Streifen abgeschnitten.



Der Monitor hat sich nicht korrekt auf das VGA-Signal synchronisiert.
Das kann man i.A. beheben, indem man an den Parametern Phase und
Frequenz des LCD-Schirms dreht. Die meisten Monitore packen das aber von
alleine, wenn man ihnen ein Detailreiches Bild pràsentiert (also z.B.
viel Schrift) und dann die Auto-Taste drückt.

D.h., bei Fenstern im Vollbild sah man den rechten Fensterrand nicht
und dergleichem. Bei "Eigenschaften von Anzeige" -> "Einstellungen"
-> "Erweitert" -> "Grafikkarte" habe ich dann die Bildwiederholfrequenz
von "Standard" nach "Optimal" umgestellt, was seltsamerweise bewirkt
hat, dass nun das ganze von der Grafikkarte gelieferte 4:3-Bild
im mittigen 4:3-Abschnitt des 16:9-Monitors zu sehen ist, also keine
schmalen Streifen mehr abgeschnitten sind und dergleichen.



Möglicherweise stand die GraKa noch auf 75 oder 85 Bilder pro Sekunde
und Du hast jetzt auf 60 Hz gestellt. Das war für Röhrenmonitore
hilfreich, damit es nicht flimmert. LCD-Bildschirme haben mit >70 Hz
hingegen oft Probleme.

Prinzipiell funktioniert jetzt also alles, aber es gibt im besonderen immer
noch folgende Probleme:

1. Bei manchen Auflösungen, zB 1152 x 864 (egal ob 16bit High Color
oder 24bit True Color oder 32bit True Color), gibt es auch oben und
unten einen kleinen schwarzen Streifen.



Das sind auch Synchronisationsprobleme des Monitors, diesmal allerdings
in der vertikalen Richtung.

2. In allen unter Win95 mit der Matrox-Mystique-PCI-Grafikkarte verfügbaren
Auflösungen sehen Schriften und Icons unscharf und verwaschen aus.

Das Problem mit dem unscharfen Bild ist das schwerwiegendere.

Woran könnte es liegen, dass die Schriften und Icons, die mit dem
4:3-Röhrenmonitor gestochen scharf angezeigt worden sind, mit
dem 16:9-LCD-Monitor unscharf und verwaschen aussehen?
Welche Abhilfe gibt es?



Im Gegensatz zu Röhrenmonitoren können LCD Bildschirme nur eine einzige
Auflösung bildschirmfüllend scharf darstellen. Alles andere ist
zwangslàufig unscharf, da der LCD-Monitor die Größe seiner Pixel nicht
anpassen kann.
Lediglich, wenn man dem Monitor rund herum (großzügig) schwarze Rànder
erlaubt, gehen zumindest auch kleinere Auflösungen. Dann allerdings auf
unter Umstànden deutlich geschrumpfter Bildschirmflàche.

Kurzum, wenn Du das weg haben willst, *musst* Du den Computer auf die
Auflösung des LCD-Monitors einstellen und nicht anders herum. Andere
Auflösungen, wie z.B. für Vollbild-Spiele können dann genau aus diesem
Grund nicht mehr sinnvoll verwendet werden. Das ist der Preis für die
flachen Bildschirme, der übrigens nichts mit dem Alter des Computers zu
tun hat. Das ist immer so.

Also ist die Aufgabe, dem alten Computer die Auflösung des Monitors
beizubringen, also 1920*
Jetzt hat der Burschi Full-HD. Dabei könnte der alten Mysique etwas die
Puste ausgehen. Kurz durchgerechnet: 1920*1080*24Bit = 6,2MB - das wird
schon mal nichts. 1920*1080*16Bit = 4MB - selbst das ist sauknapp! Keine
Ahnung, ob man das Ding soweit bis auf's letzte Bit ausquetschen kann.
Ich tippe mal auf nein. Das liegt schlicht daran, dass die
Mystique-Serie die eher Billig-GraKas von Matrox waren, die die
erforderlichen 300 MB/s für die Erzeugung des Bildes nicht aus ihrem
Speicher nuckeln können.
Da kommt es jetzt wohl auch darauf an, /welche/ Mystique es genau war.
Es gab wohl verschiedene Ausführungen. Die Mysique 220 mit 4MB z.B. gibt
Matrox mit max. 1600* an. Das sind nur 8% weniger Pixel als
Full-HD, aber dafür brauchst Du auch nur 60Hz. Wenn man es denn schafft,
dem Treiber die 1920*1080 beizubringen, sollte es also laufen. Letzteres
kann sich aber durchaus als Abenteuer gestalten. Wohl dem, der einen
Linux-PC hat. Da tràgt man eine Modeline in die Konfig-Datei ein, fertig.

Heißt jetzt gilt es einen Treiber zu finden, der das kann. Matrox hatte
einen ziemlich guten Treiber-Support, deshalb würde ich damit anfangen:
http://www.matrox.com/graphics/de/s...rs/latest/
Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber ich glaube, bei Matrox-Treibern
gab es ein Utility, mit dem man sich mehr oder minder beliebige
Auflösungen hinzufügen konnte. Es kann aber auch der ScitechSoft Treiber
gewesen sein.

Wenn es mit der GraKa nicht gelingt, bleibt als einzige Alternative (zu
einem neuen Rechner) die GraKa zu tauschen. Ich nehme mal an, dass das
Mainboard noch keinen AGP-Steckplatz hat, sonst wàre keine PCI Graka
drin. Wenn doch, hàtte ich hier noch ein paar Matrox Millenium G400 mit
16 MB. Die packen mühelos Full-HD und auch W95. Gegen aufgerundetes
Porto würden wir uns handelseinig. Aber bei PCI habe ich für Full-HD
AFAIK nichts.


3. An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich DDE/CI nennt.
Was ist das?



Keine Ahnung, schau in die Anleitung.

An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich ACM nennt.
Was ist das?



Keine Ahnung, schau in die Anleitung.

An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich Fokus nennt.
Was ist das?



Keine Ahnung, schau in die Anleitung.

An dem Acer-16:9-Monitor kann man etwas einstellen, was sich Takt nennt.
Was ist das?



Das ist vmtl. die oben genannte Frequenz. Damit bekommt man den
Pixeltakt justiert. Das wirkt sich u.a. auf den rechten Bildrand aus.

Da fehlt mir noch die Phase. Sollten die das mit "Fokus" übersetzt haben?


Marcel

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