ureadahead und mdadm raid1

04/07/2011 - 23:19 von Jörg Weule | Report spam
Hallo,

wenn ich das Root-Dateisystem auf einem Geràt /dev/md0p1 habe welches
eine Partition eines Raid-1-Mirrors von /dev/sda3 und /dev/sdb3 ist --
ließt dann ureadahead die Blocknummer des Geràtes /dev/sda und /dev/sdb
oder von /dev/md0 ?

Was passiert, wenn eine Platte kaputt ist?

Dank und Grüße

Jörg
 

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#1 Marcus Jodorf
05/07/2011 - 02:59 | Warnen spam
Jörg Weule schrieb:

wenn ich das Root-Dateisystem auf einem Geràt /dev/md0p1 habe welches
eine Partition eines Raid-1-Mirrors von /dev/sda3 und /dev/sdb3 ist
/dev/sdb oder von /dev/md0 ?



/dev/md0p1 ist ein Blockdevice wie jedes andere auch.
Falls das schon aktiv ist, bevor ureadahead ins Spiel kommt - also vom mdX
gebootet wird und das vor ureadahead gestartet wird - wird das ganz normal
benutzt als wàre es eine ganz normales Filesystem/Partition/Platte wie
jedes andere auch.

Was passiert, wenn eine Platte kaputt ist?



Was soll da passieren? Dann làuft das md eben degraded mit nur einer
Platte, die hoffentlich noch in Ordnung ist. Für höhere Schichten ist
sowas völlig transparent.

Etwas problematisch bei der Geschichte kann sein, das md früh genug fast
vor allen anderen Sachen in Gang zu bringen. Bedeutet initial Ramdisk
mit entsprechendem Setup.

Einige Distributionen haben mit sowas teilweise Probleme. Ich erinnere
mich da dunkel, daß z.B. Ubuntu 10.4 da vor einigen Monaten noch wegen
irgendwelcher Bugs derbe auf die Fresse gefallen ist und sich weggehàngt
hat, wenn man Setups mit LVM bzw. md-Raid als Bootdevice eingerichtet
hat.

Nebenbei gesagt halte ich von ureadahead nicht viel.
Erstens bootet man doch relativ selten und falls die Hardware
einigermaßen flott ist, rauschen die Bootskripte auch so in
Nullkommanichts durch.
Gegen den größten Zeitfresser beim Start - das BIOS - hilft ohnehin nur
EFI.

Gruß,

Marcus

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