Urknall und variables c

18/02/2010 - 01:27 von Homo Lykos | Report spam
In sci.physics.research wird eine Kosmologie mit variablem c diskutiert mit
der Metrik:

ds^2 = c(t)^2dt^2-dr^2 mit dr^2=dx^2+dy^2+dz^2 und ds=c(t)dtau

Diese Metrik entspricht - wenigstens im Falle der flachen
Konkordanzkosmologie und bis auf die Interpretation der kosmologischen
Messresultate - der üblichen

Friedmannmetrik ds^2=c^2dt^2-a(t)dr^2

Hendrik van Hees und und Andreas Most behaupten nun sinngemàss beide, dass
in obiger Metrikgleichung nur ds^2 eine physikalische Bedeutung zukomme. Das
ist aber falsch, denn die wesentlichen, physikalischen Messgrössen sind (der
Fehler kommt primàr daher, dass man in der ART unsinnigerweise nicht
zwischen Bezugs- und Koordinatensystemen unterscheidet):

Die Zeitdilatation dtau_Sender/dtau_Empfànger mit der zugehörigen

Frequenzverschiebung dny_Empfànger/dny_Sender

Die physikalische Bedeutung von ds^2 besteht unter anderem darin, dass für
Lichtgeodàten ds^2=0 gilt. Daraus erhàlt man die orts- und/oder
zeitabhàngige (Koordinaten-)Lichtgeschwindigkeit c(t)=dr/dt, die man auf
"kurzen" Distanzen mit Radarecho mindestens im Prinzip auch messen kann.
Unter den Pràmissen der WPT muss unter Allsymmetrie - also auf kosmischen
Distanzen - die Lichtgeschwindigkeit c aber konstant sein. Das führt dann in
der WPT zur manifest konform flachen WPT-Scheinmetrik, die ein zeitlich und
ràumlich genügend grossskalig statisches All beschreibt.

Es gibt aber auch im Rahmen der üblichen ART-Kosmologien wohl seit jeher
Leute, die sich mit konformer Kosmologie beschàftigen, denn man kann aus der
Friedmannmetrik durch einige Transformationen und Umbenennungen immer eine
konform flache Metrik erhalten:

ds^2=a(T)(c^2dT^2-dR^2) mit v_Licht=dR/dT=c=konstant

Kosmologische Rotverschiebung und Zeitdilatation werden im Rahmen der
konformen Kosmologie statt durch Expansion durch Alterungseffekte erklàrt,
was aber nur geht, wenn man annimmt, dass gewisse Naturkonstanten sich im
Laufe der Zeit àndern. Das ist interpretativ eine ganz àhnliche Situation
wie im anfangs diskutierten Fall mit zeitlich variabler
Lichtgeschwindigkeit; scheint - wenn ich richtig geschaut habe - aber in spr
bisher niemand gemerkt zu haben.

Für diese Dinge verweise ich auch noch auf Abschnitt 5 (Seite 8 bis 10) in

www.wolff.ch/astro/Grav.pdf


Homo Lykos
www.wolff.ch

Ceterum censeo: Zur Ehre Galileis,
zur Freude der Grossen der Physik von Planck, Einstein bis Heisenberg
ermögliche man auch wieder deutschsprachige Physikveröffentlichungen.


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#1 Vogel
18/02/2010 - 06:13 | Warnen spam
"Homo Lykos" wrote in
news:hli1h1$1cqc$:

In sci.physics.research wird eine Kosmologie mit variablem c
diskutiert mit der Metrik:



Wenn denn, geht es um ein c das global variabel ist, denn lokal ist c
erwiesenermassen konstant.

ds^2 = c(t)^2dt^2-dr^2 mit dr^2=dx^2+dy^2+dz^2 und ds=c(t)dtau

Diese Metrik entspricht - wenigstens im Falle der flachen
Konkordanzkosmologie und bis auf die Interpretation der kosmologischen
Messresultate - der üblichen

Friedmannmetrik ds^2=c^2dt^2-a(t)dr^2

Hendrik van Hees und und Andreas Most behaupten nun sinngemàss beide,
dass in obiger Metrikgleichung nur ds^2 eine physikalische Bedeutung
zukomme. Das ist aber falsch,...



Das ist nicht falsch, sondern richtig, denn nur ds ist lokal messbar.

(der Fehler kommt primàr daher, dass man in der ART
unsinnigerweise nicht zwischen Bezugs- und Koordinatensystemen
unterscheidet):



Das unterscheidet man sehr wohl, ist aber als Argument völlig unsinnig
und wertlos.
Einem Bezugsystem kann man, muss aber nicht, ein Koordinatensystem
zuordnen.




Selber denken macht klug.

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