Ursachen von Clusterungen in Laendern suchen

12/11/2009 - 23:22 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin,

ich brauche mal eine Idee, wie man argumentiert:

Auf Landkarten von bewohnten Làndern existieren "Zahlengebirge"
derart, daß man sich einen Ort auswàhlen und in der Umgebung (z. B.
eine kleine Kreisscheibe um den Ort) Messungen anstellen kann, mit dem
man eine bestimmte Merkmalsauspràgung ("lokale Höhe") - leider relativ
ungenau - schàtzt. Problem dabei: Zumindest für spezielle interessante
Orte würde man die örtliche Höhe gerne wissen, um festzustellen, ob
sie dort vergleichsweise "auffàllig" ist, aber die Messungen sind
leider sehr aufwendig und teuer.

Nach langem politischen Ringen wurde dann für eine Liste von Orten
(die mit den um sie herumliegenden Kreisscheiben nur einen sehr
kleinen Teil der Landflàche überdecken) Geld für Messungen bewilligt,
und siehe da: Die Meßwerte waren im statistischen Mittel tatsàchlich
"auffàllig" (wobei man keine signifikanten *Einzel*meßwerte ermitteln
kann, sondern nur eine statistische Auffàlligkeit für die Gesamtheit
der Listenpunkte).

Nun kommt ein Skeptiker daher und sagt, daß es ja wirklich schön sei,
daß man für die Liste der Untersuchungsgebiete nun eine Signifikanz
gefunden habe, aber das würde nun mitnichten bedeuten, daß es sich
dabei um eine spezielle Eigenschaft der betreffenden Orte handelt,
sondern vielleicht hàtten andere Ortswahlen àhnliche Auffàlligkeiten,
beispielsweise eine Menge derjenigen Kreisscheiben, die um Kirchtürme
mit einer Mindesthöhe H_min oder àhnliche Zufallsauswahlen
(Binnenhàfen, Chemische Fabriken, ...) gelegt würden (wobei die
Kirchturmswahl so richtig zufàllig wieder nicht wàre, weil sich
besonders große Kirchtürme wahrscheinlich in den Zentren großer
Metropolen befinden).

Was müßte man tun, um den Bedenken des Skeptikers Rechnung zu tragen?

Zweite Frage:

Jemand findet ein wesentlich einfacher und quasi "kostenlos" meßbares
Merkmal, von dem er dann feststellt, daß es für das ursprünglich
ausgesuchte Untersuchungsgebiet (Ortsliste) ebenfalls eine hohe
Signifikanz hinsichtlich statistischer Auffàlligkeit aufweist. Es gibt
übrigens Indizien dafür, daß das auf einer gleichartigen Kausalitàt
beruht, die tatsàchlich eine Eigenschaft der speziellen Orte ist, aber
einen naturwissenschaftlichen Beweis gibt es dafür nicht, die Meßdaten
sollen dafür vielmehr erst eine statistische Plausibilitàt liefern.

Hilft es bei der Untersuchung des Skeptiker-Arguments, wenn man mit
dem zweiten Merkmal an vielen Orten Schàtzungen macht? Wie sieht ein
zweckmàßiges (=kostengünstiges und aussagekràftiges)
Untersuchungsdesign aus?


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 mock
13/11/2009 - 20:49 | Warnen spam
On 12 Nov., 23:22, "Ralf . K u s m i e r z"
wrote:

Hilft es bei der Untersuchung des Skeptiker-Arguments, wenn man mit
dem zweiten Merkmal an vielen Orten Schàtzungen macht? Wie sieht ein
zweckmàßiges (=kostengünstiges und aussagekràftiges)
Untersuchungsdesign aus?



Ich verstehe die Frage nicht. Welche Art Cluster sollen gemessen
werden?

Wenn die "lokale Höhe" jeweils in Bezug auf einen Punkt innerhalb
derselben Kreisscheibe bestimmt wird und eine wahre Koinzidenz einer
alternativen Messung nicht naturwissenschaftlich bewiesen werden kann,
nützt einem die Statistik nichts, weil eine Verallgemeinerung nicht
zulàssig ist (In Schottland gibt es mindestens ein Schaf, welches auf
der linken Seite ein schwarzes Fell hat.). So könnte eine kleine
Abweichung anderer Phànomene (Wanderung des magnetischen Pols?
Strahlung?) die Ergebnisse hinfàllig machen.

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