Vereinigung der vier elementaren Kräfte.

04/12/2009 - 17:45 von hlau | Report spam
Im Vortrag, am 29. April 1980 in der Universitàt Cambridge, anlàsslich
der Übernahme des Lucasischen Lehrstuhls für Mathematik, hat Stephen
W. Hawking folgendes gesagt: Wenn man die Zu- bzw. Abnahme der
Kopplungskonstanten von den niedrigen zu den hohen Energien
extrapoliert, stellt man fest, dass sie bei einer Energie von ungefàhr
10^15 GeV gleich werden. Die Theorien postulieren, dass oberhalb
dieser Energie die starke Wechselwirkung mit der schwachen und
elektromagnetischen vereinigt wird. Bei niedrigeren Energien jedoch
kommt es zu der spontanen Symmetriebrechung.

Ich bin der Meinung, bereits im Schwerkraftfeld eines Schwarzen Lochs,
mit der Supergravitation die sogar noch das Licht bindet, sind alle
vier elementaren Kràfte vereinigt. Wenn es im S.L. keine
Kernbausteine gibt, dann gibt es auch keine chemischen Elemente. Und
mit wem könnte dann die Starke Kernkraft, die Schwache Kernkraft und
die Elektromagnetische Kraft noch wechselwirken? Es ist eine total
andere Natur der Materie. Aber in unserem Kosmos, so wie er ist, auch
gegeben.

Horst Lauschus
http://www.abenteuer-atomphysik.de/
 

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#1 Gregor Scholten
04/12/2009 - 18:54 | Warnen spam
On 4 Dez., 17:45, hlau wrote:
Ich bin der Meinung, bereits im Schwerkraftfeld eines Schwarzen Lochs,
mit der Supergravitation die sogar noch das Licht bindet,



Supergravitation und schwarze Löcher haben nicht viel miteinander zu
tun. Die Supergravitation ist eine Theorie, die auf der Grundlage der
Supersymmetrie, einer Symmetrie zwischen Fermionen und Bosonen, nach
der jedes Fermion ein supersymmetrisches Partner-Boson und jedes Boson
ein supersymmetrisches Partner-Fermion hat, versucht, die
Quantisierungsprobleme der Gravitation zu lösen und dabei die
Gravitation mit den anderen Wechselwirkungen zu vereinheitlichen.

Das "Super" in Supergravitation bezieht sich auf die Supersymmetrie,
nicht auf ein besonders starkes Gravitationsfeld.


sind alle
vier elementaren Kràfte vereinigt.



dann ist deine Meinung falsch, zumindest wenn wir nach der gàngigen
Theorie über schwarze Löcher, die ART, gehen. In der ist die
Gravitation von den anderen Wechselwirkungen verschieden, und daran
àndert sich auch in starken Gravitationsfeldern nichts. Es sei denn,
das schwarze Loch ist so klein (hat so wenig Masse), dass die Dichte
des Ausgangsobjekts, aus dem das schwarze Loch entsteht, in der
Größenordnung der Planck-Dichte (10^94 g/cm³) liegt, wenn es den
Zustand des schwarzen Loches erreicht. Dann kann das schwarze Loch
nicht mehr durch die ART beschrieben werden, sondern bedarf einer
Theorie der Quantengravitation.

Stellare und besonders galaktische schwarze Löcher sind davon aber
noch weit entfernt. Ein schwarzes Loch von 3 Sonnenmassen = 6E30 kg
hàtte einen Schwarzschildradius von 9 km. Die Dichte beim
Unterschreiten des Schwarzschildradius liegt somit bei

6E30 kg / (pi * (9 km)³) = 6E30 kg / 2290 km³ = 6E30 / 2.29E12 kg/m³ 2.6E21 g/m³

also noch satte 73 Größenordnungen unterhalb der Planck-Dichte, noch
völlig im Geltungsbereich der ART.


Wenn es im S.L. keine
Kernbausteine gibt, dann gibt es auch keine chemischen Elemente. Und
mit wem könnte dann die Starke Kernkraft, die Schwache Kernkraft und
die Elektromagnetische Kraft noch wechselwirken?



die interessieren sich nicht sonderlich für die Existenz von
chemischen Elementen. Der Elektromagnetismus wechselwirkt mit allem,
was elektrische Ladung hat, die schwache WW mit allem, was eine
schwache Ladung hat, die starke Kernkraft mit allem, was eine
Farbladung hat. Quarks und Elektronen, ohne Bindung zu Hadronen,
Atomkernen oder Atomen, reichen völlig.

Du musst dir nur mal exemplarisch die Maxwell-Gleichungen (die
beschreiben den Elektromagnetismus) angucken: da stehen nur Ladungs-
und Stromdichten drin, ganz ohne Festlegung, dass diese von Atomen
getragen werden müssen.


Es ist eine total
andere Natur der Materie.



aber von den gleichen Wechselwirkungen gesteuert.

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