Vergessliches EPROM

26/03/2009 - 20:48 von Michael Eggert | Report spam
Moin!

Ein Geràt, das vor einem Monat noch lief, hat nun plötzlich und ohne
ersichtlichen Grund seinen Geist aufgegeben. Die CPU (PCB80C552) ohne
eingebautes ROM zappelt zwar noch wild mit ein paar Leitungen, aber
sonst scheint nicht mehr viel zu passieren, nichtmal das Display wird
initialisiert. Nun könnte es sein, daß sich irgendwelche Peripherie
nicht mehr meldet - aber vielleicht hat auch das EPROM (ST M27C512)
mit dem Programm was vergessen und die CPU dreht deshalb sinnlose
Runden.

Da ich mich noch daran erinnert hatte, daß sich vergessliche EPROMs
unter Umstànden bei niedrigerer Spannung noch korrekt auslesen lassen,
hab ich mal eben einen Adapter gebastelt, um das EPROM im Programmier-
geràt mit variabler Spannung zu versorgen:

Bei 2,5V kommen noch die gleichen Daten raus wie bei 5V.
Bei 2,4V ist genau ein Bit eines Bytes gekippt.
Bei 2,3V kippen dann mehr...

Ich hab mal ein frisches EPROM bestellt, da ich das Original nicht
überschreiben möchte. Ich würde allerdings schon gerne wissen, wie die
Chancen stehen...

Kann es sein, daß der Inhalt bei 2,4V korrekt, also genau ein Bit
gekippt ist, oder hàtte sich dann schon knapp unter 5V was tun müssen?
Es kommt ja im Prinzip drauf an, ob die Referenzspannung, mit der der
Ausgang der Speicherzelle verglichen wird, irgendwie stabilisiert ist
(und erst dann sinkt, wenn die Betriebsspannung schon weit runter ist)
oder ob da einfach nur ein Spannungsteiler sitzt (dann hàtte sich
schon knapp unter 5V was tun müssen, wenn der Inhalt vor nem Monat
noch korrekt war).

Gruß,
Michael.
 

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#1 Joerg
26/03/2009 - 21:14 | Warnen spam
Michael Eggert wrote:
Moin!

Ein Geràt, das vor einem Monat noch lief, hat nun plötzlich und ohne
ersichtlichen Grund seinen Geist aufgegeben. Die CPU (PCB80C552) ohne
eingebautes ROM zappelt zwar noch wild mit ein paar Leitungen, aber
sonst scheint nicht mehr viel zu passieren, nichtmal das Display wird
initialisiert. Nun könnte es sein, daß sich irgendwelche Peripherie
nicht mehr meldet - aber vielleicht hat auch das EPROM (ST M27C512)
mit dem Programm was vergessen und die CPU dreht deshalb sinnlose
Runden.

Da ich mich noch daran erinnert hatte, daß sich vergessliche EPROMs
unter Umstànden bei niedrigerer Spannung noch korrekt auslesen lassen,
hab ich mal eben einen Adapter gebastelt, um das EPROM im Programmier-
geràt mit variabler Spannung zu versorgen:

Bei 2,5V kommen noch die gleichen Daten raus wie bei 5V.
Bei 2,4V ist genau ein Bit eines Bytes gekippt.
Bei 2,3V kippen dann mehr...

Ich hab mal ein frisches EPROM bestellt, da ich das Original nicht
überschreiben möchte. Ich würde allerdings schon gerne wissen, wie die
Chancen stehen...

Kann es sein, daß der Inhalt bei 2,4V korrekt, also genau ein Bit
gekippt ist, oder hàtte sich dann schon knapp unter 5V was tun müssen?
Es kommt ja im Prinzip drauf an, ob die Referenzspannung, mit der der
Ausgang der Speicherzelle verglichen wird, irgendwie stabilisiert ist
(und erst dann sinkt, wenn die Betriebsspannung schon weit runter ist)
oder ob da einfach nur ein Spannungsteiler sitzt (dann hàtte sich
schon knapp unter 5V was tun müssen, wenn der Inhalt vor nem Monat
noch korrekt war).




Kann ich nichts zu sagen, aber hast Du mal einen harten Reset direkt am
Reset Pin probiert? So hatte ich hier schon etliches wieder in Gang
bekommen, dass nach einem Brown-Out selbst durch staendiges Klappern mit
dem Netzschalter nicht mehr aus dem Dornroeschenschlaf kam.

Die Symptome waren aehnlich. Saubere VCC, also keine tauben Elkos oder
so. Tastatur reagiert nicht, Display bis auf Backlight blank, alle
Clocks da, sonst kein Piepser, die CPU sitzt einfach da und roedelt
irgendeine Routine ab.

Der andere Trick ist, eine eventuell vorhandene CMOS Backupbatterie kurz
abzuklemmen. Das hatte auch schon Wiederbelebungseffekt.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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