Verstärker - Schwingneigung

29/01/2013 - 19:38 von Hartmut Kraus | Report spam
Hallo,

hab' ein prinzipielles Verstàndnisproblem: Wie erhöht sich die
Schwingneigung eines Verstàrkers, indem man die Verstàrkung mittels
Gegenkopplung _herabsetzt_? Selbsterregung kann doch nur auftreten,
indem ein genügender Teil des Ausgangssignals phasenrichtig auf den
Eingang zurückgeführt wird, oder?
 

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#1 Heiko Nocon
29/01/2013 - 20:46 | Warnen spam
Hartmut Kraus wrote:

hab' ein prinzipielles Verstàndnisproblem: Wie erhöht sich die
Schwingneigung eines Verstàrkers, indem man die Verstàrkung mittels
Gegenkopplung _herabsetzt_? Selbsterregung kann doch nur auftreten,
indem ein genügender Teil des Ausgangssignals phasenrichtig auf den
Eingang zurückgeführt wird, oder?



Ja, genau. Und nun brauchst du nur noch wissen, daß eine _reale_
Gegenkopplung auch immer eine gewisse Phasenverschiebung mit sich bringt
und dadurch u.U. zu einer Mitkopplung mutiert und alles ist klar.

Glaubst du nicht? Fuck, Simulationsprogramme existieren.

Es ist wohl einfach so, daß man sich das anhand der angepaukten Formeln
nicht wirklich vorstellen kann (außer man ist naturbegabter
Mathematiker, die sehen natürlich immer alle Konsequenzen einer Formel
sofort).
Und die Tatsache, daß eine praktisch aufgebaute Schaltung blöd
rumschwingt, hilft beim Verstàndnis leider auch nicht wirklich weiter.

Aber ein schöner Sweep in einer vereinfachten Simulation der Realitàt
zeigt, wo der Hammer hàngt, hilft beim Verstàndnis des Verhaltens der
realen Schaltung und zeigt Wege auf, wie man an der realen Schaltung
rumschrauben muß, damit sie wie gewünscht funktioniert.

Das ist, denke ich, eine ganz wesentlicher Dienst, den numerische
Simulationen leisten können. Verstàndnis_muster_ schaffen, wenn man sie
aus der formalen Darstellung der Gesetzmàßigkeiten allein nicht gewinnen
kann. Mir jedenfalls haben sie sehr geholfen.

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