Verzweiflung beim Drosselwickeln

21/03/2008 - 00:28 von Jens Carstens | Report spam
Moin zusammen,
voller Verzweiflung gehe ich in die Ostertage, denn ich verstehe die
Welt nicht mehr...
Schaltregler und Induktivitàten sind so eher nicht mein natürliches
Biotop, aber für eine kleine Hilfsspannung, 15V aus 5V bei 10mA
sollten meine Kenntnisse reichen. Dachte ich mir.
MC34063 aus der Bastelkiste gezogen, das restliche Gemuse und einen
schönen, neuen Amidon Eisenpulverkern T37-2, das kleine Ding sollte
reichen. Im Datenblatt steht Al-Wert 40.000 uh/100 turns und auch die
Formel:
N = 100 * sqrt( L(in uh) / Al )
Ich bràuchte so ca. 800uH, also zappazappazap-rrring: 14,14 Windungen,
ich hab dann aus mechanischen Gründen so ca. 14,5 gemacht.
Zusammengebraten und siehe da, es ging auch. So ungefàhr. Die 15V
kamen raus. Solange die Schaltung nur mit dem Referenzspannungsteiler
belastet ist. Bei Belastung mit 1,5k, also gesollten 10mA, bricht die
Spannung aber auf gut 6V zusammen, d.h. das geht garnicht. Vom
Eingangsstrom mal ganz zu schweigen.
Ich hab mir die Sache dann mal genauer angesehen, vor allem die
Spannung über dem Stromshunt, und siehe da, sie steigt in 0,3us (fast)
linear auf 1Volt, macht bei einem Shunt von 0,9Ohm 0,9A. Macht ein
dI/dt von 3*10e6 A/s.
L = U / (dI/dt) -> Macht bei 5V 1,6uH.

Das ist alles ja nicht so 100% pràzise, aber dermassen kann ich doch
nicht danebenliegen...
Kann mich irgendjemand erhellen, wo mein (Denk?)Fehler liegt?
Oder bedeuten die uh (Also Mü mit kleinem h) im Datenblatt etwas ganz
anderes als mit grossem H. Man weiss das ja alles nicht.
Oder, bedeuten die 40.000 im Datenblatt etwa 40 komma null null null?

Dann wàre meine Induktivitàt immerhin doppelt so gross geworden wie
berechnet...
Aber welcher Vollpfosten gibt im gesamten Datenblatt Werte mit drei
Nachkommastellen an, die immer Null sind?
Ich versteh das alles nicht...

Kann mir jemand helfen, oder mich zumindest trösten?

Fragt ergebens
Jens,
der auf dem Gebiet der Induktivitàten keine Kapazitàt ist...



P.S.: Das Datenblatt:
http://www.reichelt.de/?;ACTION=7;L...523AMI.pdf
 

Lesen sie die antworten

#1 Robert Rottmerhusen
21/03/2008 - 00:47 | Warnen spam
Jens Carstens wrote:

[..]
MC34063 aus der Bastelkiste gezogen, das restliche Gemuse und einen
schönen, neuen Amidon Eisenpulverkern T37-2, das kleine Ding sollte
reichen. Im Datenblatt steht Al-Wert 40.000 uh/100 turns und auch die
Formel:
N = 100 * sqrt( L(in uh) / Al )
Ich bràuchte so ca. 800uH, also zappazappazap-rrring: 14,14 Windungen,
ich hab dann aus mechanischen Gründen so ca. 14,5 gemacht.
[..]
L = U / (dI/dt) -> Macht bei 5V 1,6uH.

Das ist alles ja nicht so 100% pràzise, aber dermassen kann ich doch
nicht danebenliegen...
Kann mich irgendjemand erhellen, wo mein (Denk?)Fehler liegt?
Oder bedeuten die uh (Also Mü mit kleinem h) im Datenblatt etwas ganz
anderes als mit grossem H. Man weiss das ja alles nicht.
Oder, bedeuten die 40.000 im Datenblatt etwa 40 komma null null null?



Ja, würde ich so interpretieren.

Dann wàre meine Induktivitàt immerhin doppelt so gross geworden wie
berechnet...
Aber welcher Vollpfosten gibt im gesamten Datenblatt Werte mit drei
Nachkommastellen an, die immer Null sind?
Ich versteh das alles nicht...



Die anderen Angaben daneben sind auch mit drei Nachkommastellen und
derjenige, der die Tabellen gemacht hat, hat wohl für alles denselben
Zellentyp genommen ;-)

Kann mir jemand helfen, oder mich zumindest trösten?



Ich hoffe mal, dass ich helfen konnte.

Auf Seite 7 im Datenblatt ist noch ein Beispiel, da sind beim T-50-6 für 92
Windungen eine Induktivitàt von 31.4uH angegeben.

Grüße
Robert

Ähnliche fragen