Voice-coil Kopfantrieb von Festplatten (Verständnisfrage)

31/03/2009 - 00:14 von Jens Carstens | Report spam
Moin zusammen!

Nur mal eine kurze Frage zum Verstàndnis:
Ich habe gerade aus lauter Daffke eine Festplatte zerlegt und ein
wenig mit den Innereien rumgespielt. (Ich hatte mal bei der Du-Röhre
ein Video gesehen, da haben sie aus dem Kopfantrieb Lautsprecher und
sogar Laser-Oszilloskope gebaut...klang aber Scheisse und sah auch so
aus)
Ist mein Verstàndnis richtig, daß der Strom durch die Antriebsspule
nur eine Kraft auf den Kopfarm (und somit eine Beschleunigung)
bewirkt? Es somit also keine definierte Position des Kopfes gibt, die
alleine durch den Strom eingestellt werden kann?
(Außer ich gehe von einer definierten Anfangsposition aus und steuere
mit der ersten Ableitung der Sollposition an (und hoffe, daß es
keinerlei Fremdeinflüsse oder Nichtlinearitàten gibt, von
Integrationskonstanten ganz zu schweigen...))
Eine bestimmte Position kann ich mit dem Kopfarm also nur anfahren,
indem ich
a.) Eine mechanische Rückstellkraft einführe (wie die Membran im
Lautsprecher, in dem Fall z.B. zwei Federn) oder
b.) Das Ding in einem geschlossenen Regelkreis betreibe, unter
Rückführung der Position als Stellgröße.

Oder bin ich da komplett auf dem Holzweg?
Und im Falle b.:
Gàbe es eine obere Grenzfrequenz, die durch etwas anderes bestimmt ist
als den maximalen Effektivstrom, den die Spule abkann bevor sie
abraucht?

grübelt
Jens 'headcrash' Carstens
 

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#1 gUnther nanonüm
31/03/2009 - 00:26 | Warnen spam
"Jens Carstens" schrieb im Newsbeitrag
news:
..
Ist mein Verstàndnis richtig, daß der Strom durch die Antriebsspule
nur eine Kraft auf den Kopfarm (und somit eine Beschleunigung)
bewirkt? Es somit also keine definierte Position des Kopfes gibt, die
alleine durch den Strom eingestellt werden kann?



Hi,
genau. Auf der Platte liegen "Servospuren", die beim Überfahren von der
Kopfelektronik erfaßt werden und deren "Zàhlung" die ungefàhre Position
verràt. Sobald der Kopf einigermaßen genau steht, wird er "gebremst" und per
genauer Verweile auf einer Spur die exakte Position bestimmt. Dann in
winzigen Stößen die Datensput angesteuert. Die Datenspuren sind natürlich
ebenfalls gekennzeichnet, um die Kennung zu finden, muß der Kopf aber
deutlich lànger darüber verweilen.

(Außer ich gehe von einer definierten Anfangsposition aus und steuere
mit der ersten Ableitung der Sollposition an (und hoffe, daß es
keinerlei Fremdeinflüsse oder Nichtlinearitàten gibt, von
Integrationskonstanten ganz zu schweigen...))
Eine bestimmte Position kann ich mit dem Kopfarm also nur anfahren,
indem ich
a.) Eine mechanische Rückstellkraft einführe (wie die Membran im
Lautsprecher, in dem Fall z.B. zwei Federn) oder
b.) Das Ding in einem geschlossenen Regelkreis betreibe, unter
Rückführung der Position als Stellgröße.

Oder bin ich da komplett auf dem Holzweg?
Und im Falle b.:
Gàbe es eine obere Grenzfrequenz, die durch etwas anderes bestimmt ist
als den maximalen Effektivstrom, den die Spule abkann bevor sie
abraucht?



?? mehr als das Maximum an Beschleunigung muß nicht sein. Die Rückmeldung
erfolgt "akustisch", per Datenlese. Das Geheimnis ist die Kalibrierung, also
das Verfahren, aufgrund des Stroms und der Zeitkurve den erwartbaren
Ausschlag des Kopfes zu "erraten" und dadurch Zeit zu sparen. Je genauer der
Kopf nahe der richtigen Spur zu liegen kommt, desto besser.

mfg,
gUnther

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