Von ISDN 384k nun auf analog 2MBit

30/12/2008 - 08:11 von boris gerlach | Report spam
Hi

Alter Provider:
Telefon: Telekom ISDN
DSL 1&1 (384k)

Neuer Provider:
Telekom (Telefon analog DSL 2000)

Ich habe mal die Ochsentour (3 Wochen) durch und bin von T-ISDN
(1&1 DSL) weg auf T-analog (T-online DSL), wobei ich auch gleich
noch den DSL Provider wechselte und siehe da, trotz immernoch
derselben Leitung im Erdboden, sind nun auf einmal doch 2MBit/DL
und 128kbit/UL Nettodatenrate möglich. Immerhin mehr als das
Vierfache als vorher und jetzt sind auch Videocalls zur Oma möglich.
Ich habe zwar nur noch eine analoge Festnetznummer
haben aber meine ISDN Anlage hinter die Fritzbox geschaltet
und kann inhouse ISDN und somit im Durchwahlrufnummernplan
Nachwahlziffern creieren und meine DECTs weiterbenutzen.
Die zweite ISDN Leitung sind auch nach und nach überflüssig geworden,
da die meisten Sprachverbindungen in meiner 5-köpfigen Familie sowieso
über GSM-Mobile abgehandelt werden (ca. 90% lt. meiner 6-monatigen
Auswertung)


Es gibt mehrere Vermutungen woher diese höhere Bandbreite kommt.

Verschiedene (laschere analoge) Pegelplàne (Dàmpfungsspezifikationen)
zwischen analog und ISDN??

Neuere HW auf die ich jetzt im Amt umgeschalten wurde?

Wer weiß mehr?
Mein Router ist derselbe wie vorher (Fritz!Box 7050)

Wie auch immer. Laßt Euch nicht erzàhlen, daß es egal ist ob Ihr
ISDN oder analog fahrt, da ja nunmal die Zuleitung diselbe sei,
es war defacto 10 Jahre nicht möglich mir bei meinem ISDN Anschluß
mehr als DSL-Light zur Verfügung zu stellen. Und lt Telekomaussage
war und ist da in meinem Ortsnetz auch mittelfristig nicht geplant)
Ich hatte mich schon beim Satelliten-DSL oder wegen Edge oder UMTS erkundigt,
ist mir aber alles noch zu teuer.
Eine Anfrage von mir doch mal auf meiner Festnetzleitung "so zu tun
als ob" sie analog wàre und dann die DSL Bandbreite zu bestimmen
war für die Telekom unmöglich.
Und in meiner Ortsvermittlung oder am Leitungsnetz meiner Gemeinde
wurde auch zwischen Weihnachten und heute nichts HW màßig veràndert.

Keiner hat ein Interesse irgendwelche ISDN Kunden von ISDN wegzulocken.

Weder die Telekom...:
1.) Grundgebühr riesig. (Was ich da zahlte ab ich heute als komplett Tarif)
2.) Alte HW kann ausgelutscht werden.

...noch der evl verschiedene Internetprovider
3.) Will Geld verdienen und nicht in eigene schnelle Leitungen investieren.

Die einzigen, die mir vorher, als ich noch ISDN hatte schon sagen konnten, daß
ich hinterher mit analog 2MBit/128kBit haben würde, waren die von Arcor.
(mag Zufall sein, daß denen ihre Übertreibungen bei der Bandbreite
zufàllig mit der jetzt erzielten übereinstimmt ;-)
Aber dahin bin ich nicht gewechselt, weil man denen immer so Knebelvertràge
nachsagt.
Außerdem wollte ich alles aus einer Hand, auch für den letzten Kilometer
in der Straße zum Haus sollte sich mein Telefon und Internetprovider
zustàndig fühlen müssen und nich immer einer auf den anderen verweisen.
Wier es 1&1 und die Telekom meisterlich beherrschen.

Fazit:

Wer ISDN hat und nur eine geringe Bandbreite, kann trotz aller gegenteiligen
Behauptungen Hoffnungen haben nach einem Wechsel auf analog mehr Bandbreite zu
bekommen. Fragt bei der Telekom Servicehotline, was eure analogen Nachbarn in
der Straße so haben. Nicht konkret per Namen aber so mal als Richtwert.
Die an der Servicehotline können das sehen.
Sollten eure Nachbarn in der Straße analog mehr haben als Ihr mit ISDN, dann
wechselt nach analog. Es kann nur billiger und höchstwarscheinlich mit einer
höheren DSL-Bandbreite auch besser werden.

Guten Rutsch

BGE
 

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#1 Oliver Bartels
30/12/2008 - 10:06 | Warnen spam
On Tue, 30 Dec 2008 08:11:19 +0100, boris gerlach
wrote:
Ich habe mal die Ochsentour (3 Wochen) durch und bin von T-ISDN
(1&1 DSL) weg auf T-analog (T-online DSL), wobei ich auch gleich
noch den DSL Provider wechselte und siehe da, trotz immernoch
derselben Leitung im Erdboden, sind nun auf einmal doch 2MBit/DL
und 128kbit/UL Nettodatenrate möglich.



Das wundert mich nicht, technisch belegt ISDN ein Spektrum,
das wesentlich dichter am DSL Spektrum ist als POTS/Analog,
und Ceterum Censeo, die OFDM/DMT-"Filter"-Charakteristik
des hierzulande verwendeten ADSL ist Schrott, das ISDN Spektrum
haut in die sinc-Sidelobes des DMT rein, die wegen der
Orthogonalitàtsforderung unvermeidbar da sind, wo sie sind.
Damit wird das Signal-Geràusch-Verhàltnis deutlich verschlechtert.

Genau deshalb haben wir gerade was Besseres in der Entwicklung ;-)

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany +
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

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