Vorsicht Rutschgefahr!

11/08/2013 - 18:44 von Sieghard Schicktanz | Report spam
Hallo z'samm!

Puhh - geschafft...
Nach einem ganzen Tag Jagd nach Moduln funktioniert das LxOffice jetzt
auch auf dem neuen System endlich, soweit ich das absehen kann.

Ich frag mich da schon, wie man mit sowas wirklich arbeiten können
will - sowohl als Benutzer als auch als Entwickler.

Es dràngt sich als Vergleich ein Puzzle auf, bei dem man jedes Teil
einzeln "ordentlich" in einem Schàchtelchen verpackt bestellen muß, um
ein ganzes Bild daraus bauen zu können. Und welches Schàchtelchen man
als nàchstes braucht, erfàhrt man erst nach dem Auspacken...

Das Puzzle heißt dann "perl" (und auf Perlen kann man ganz leicht
ausrutschen...)
Schön, daß man damit "alles" machen kann, mit geeigneter Hardware-
Unterstützung sicher auch Abspülen und Kaffee kochen, aber die
Organisation der Teile ist eine reine Katastrophe.
Und das trifft den Anwender eines Programms schlimmer als den
Entwickler - der _weiß_ ja, was er an Funktionen braucht, und muß nur
die Moduln finden, die diese implementieren.
Aber der Anwender hat ja erstmal kaum eine Ahnung, was der Entwickler
so alles verbaut haben könnte, und er erhàlt ja nicht eine schöne Liste
der nötigen perl-Moduln, sondern ein fertiges Programm. Man muß also
vielfach einen Zyklus durchlaufen von
Programm starten - Fehlermeldung erhalten - fehlendes Modul
identifizieren - passendes Paket aus der Distribution suchen _oder_
selber Paket aus dem rohen Source bauen _oder_ rohes Modul installieren
_oder_ aus einer anderen Installation die nötigen Files kopieren (alles
gemacht - was die Distributionen anbieten, ist làngst nicht erschöpfend,
und manchmal sind die nötigen Versionen auch nicht mehr vorhanden...)
- und wieder von vorn...

Und wenn dann am Ende nach endlicher Zeit alles laufen sollte, besteht
die perl-Installation aus einem wilden Flickwerk von Teilen
verschiedenster Herkunft - kann das _wirklich_ so richtig sein?
Also irgendwie kommt mir das nicht so recht sinnvoll vor...

Naja, beim nàchsten perl-Programm geht der Zirkus halt wieder los,
leider ist das perl ja recht beliebt in der Programmierung für Linux.
...

(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.à. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder àhnlichem)
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
 

Lesen sie die antworten

#1 Bernd Nawothnig
11/08/2013 - 20:05 | Warnen spam
On 2013-08-11, Sieghard Schicktanz wrote:
Programm starten - Fehlermeldung erhalten - fehlendes Modul
identifizieren - passendes Paket aus der Distribution suchen _oder_
selber Paket aus dem rohen Source bauen _oder_ rohes Modul installieren
_oder_ aus einer anderen Installation die nötigen Files kopieren (alles
gemacht - was die Distributionen anbieten, ist làngst nicht erschöpfend,
und manchmal sind die nötigen Versionen auch nicht mehr vorhanden...)
- und wieder von vorn...



Wundert mich jetzt etwas, denn Perls CPAN ist eines der ersten zu
einer Programmiersprache gehörenden und wirklich guten
Paketmanagementsysteme.

Python z.B. kommt da bis heute nicht ganz ran.

Und wenn dann am Ende nach endlicher Zeit alles laufen sollte, besteht
die perl-Installation aus einem wilden Flickwerk von Teilen
verschiedenster Herkunft - kann das _wirklich_ so richtig sein?



Hàngt davon ab, wo Deine Prioritàten sind und was andere Pakete Deiner
Distribution brauchen, wie gut die Pakete dort gewartet sind und
wieviel Zeit Du investieren willst.

Eine Mixtur aus Distrubutionspaketen und Perl CPAN, Python
setuptools (bzw. pip) oder Ruby gem dürfte hàufig vorkommen.

Also irgendwie kommt mir das nicht so recht sinnvoll vor...

Naja, beim nàchsten perl-Programm geht der Zirkus halt wieder los,



Was bereits installiert ist, wird schon erkannt und verwendet.

leider ist das perl ja recht beliebt in der Programmierung für Linux.



Ist ja auch sehr gut benutzbar für die tàgliche schmutzige Arbeit. Man
kann damit sehr schnell Lösungen erstellen. Gut, ich ziehe zwar Python
vor (ist im Gegensatz zu Perl nach dem Schreiben auch noch lesbar ;-),
aber die Unterschiede, was die exzellente Benutzbarkeit angeht, sind
da nicht so groß.




Bernd

no time toulouse

Ähnliche fragen