Wachsende Erde

22/10/2009 - 11:53 von Thomas Heger | Report spam
Hallo NG

Es ist sehr interessant, sich die Erdoberflàche tatsàchlich mal unter
dem Aspekt der sogn. 'growing-earth'-Hypothese zu betrachten. Nach
dieser nimmt die Oberflàche zu und dabei sinkt der Wasserspiegel.
Da es nicht sehr viele verlàssliche Daten über den Meeresspiegel in
grauer Vorzeit gibt, kann man nur plausibel schließen.

Im Sinne der wissenschaftlichen Methode formuliere ich zunàchst eine
passende These und die lautet, der mittlere Meeresspiegel nimmt durch
Dehnung des Meeresgrundes ab. Da es auch Hebungen gibt, ist eine genaue
Abschàtzung schwierig, da dann ja zwei Bewegungen sich überlagern: eine
Hebung und ein Rückgang der Küstenlinie durch den fallenden
Meeresspiegel. Da beides den gleichen Effekt hat braucht man noch eine
Hilfshypothese über die Hebung. Die sagt, man kann die Verànderung der
Gesamtmasse der Erde über die Verlàngerung des Sonnenjahres bestimmen.
Dann nimmt man eine in etwa unverànderte Zusammensetzung an und damit
konstante Dichte. Darüber sollte sich die Massezunahme berechnen lassen
und daraus die durchschnittliche Zunahme de Radius der Erdoberflàche.

Da mir die entsprechenden Daten nicht vorliegen, begnüge ich mich hier
mit einer Schàtzung. Die lautet: die mittlere Abnahme des Wasserstandes
über flachen Gewàssern betràgt bis zu 0,5m je Jahrhundert (ist aber
abhàngig von Gegend und Wassertiefe). Die Begründung dieses Wertes nehme
ich aus den geologischen Gegebenheiten der Stadt Troja, wobei
unerheblich ist, ob die Stadt, die wir so nennen das historische Troja
ist oder nicht. Diese liegt jetzt etwas über dem Meeresspiegel und etwa
5km vom Meer entfernt (man erkennt aber die spezifische Hügelform,
welche ich mit ehem. Küstenregionen in Verbindung bringe).

Was macht man nun mit so einer These?.
Man schaut, wo man eventuell bei fallendem Wasserstand Verànderungen der
Landschaft im Sinne eines Trockenfallens und dem entsprechenden
Zurückweichen der Küstenlinie findet.

Als Bewohner der Stadt Berlin kann ich mir z.B. die hiesige Landschaft
ansehen und mit der bekannten Besiedelungsgeschichte verknüpfen. Es ist
nàmlich so, daß Meeresflàchen nicht besiedelt werden können. Deswegen
nehme ich an, die Besiedelung erfolgt so, daß die Menschen einer
zurückweichenden Küstenlinie gefolgt sind und man damit einen Gradienten
des Alters von Funden in dieser Richtung von àlter zu neuer hat. Dann
können generell Hàfen oder vergleichbares sich nun auf Landflàchen
befinden, genauso wie etwa alte Schiffswracks. Dann ist der Boden eines
flachen Meeres meist bedeckt mit Sand, welcher durch die Wellenbewegung
erzeugt wurde. Beim Trockenfallen bleibt der Sand zurück. Nun zu
Brandenburg: Es dürfte bekannt sein, daß dies Bundesland weitgehend
sandigen Untergrund hat. Dies wird meistens über die Eiszeit erklàrt,
was in dieser Form aber nicht stimmen kann.

Schiffswracks: Beispiel Haitabu bei Schleswig. Dort hat man ein sehr
altes Wikingerboot gefunden. Jetzt stellt sich die Frage, was wollten
eigentlich die Wikinger in Schleswig? Das waren doch Seefahrer. Relativ
einleuchtend wàre, daß Haitabu damals noch eine Insel war und das
jetzige Schleswig Holstein zusammen mit der Mark Brandenburg noch
Meeresboden.

Diese Sichtweise ergibt einen gewissen Sinn, weswegen man sich die
Landschaft mal unter diesem Gesichtspunkt betrachten sollte. Auch hat so
eine These erheblichen Einfluß auf die Annahmen über die
Lebensbedingungen in verschiedenen Zeiten in einem bestimmten Gebiet.

Auch wàren dann manche Annahmen über die Entwicklung der Menschheit mit
Sicherheit falsch. Dazu würde etwa die Besiedelung Amerikas über die
Beringstraße gehören. Dies könnte unmöglich so der Fall gewesen sein
(gesetzt meine Hypothese wàre richtig), da ja der Wasserspiegel fàllt
und nicht steigt. Deswegen wàren Nord- und Südamerika auch noch
getrennte Kontinente gewesen, da etwa Teile Panamas früher noch unter
Wasser lagen.

Man kann auch zahlreiche andere Beispiele für ein langsames Sinken des
Meeresspiegels finden. Z.B. haben Inseln eine bestimmte Form, die sich
aus dem Abtragen der Küstenlinie durch die Brandung ergibt. Eine Insel
in rel. flachem Wasser hat dabei eine eher 'rauhe' Oberflàche und einen
abgerundeten Rand. Die Umgebung so einer Formation ist eher flach und
sandig (der ehemalige Meeresboden). Nun braucht man nur nach solchen
Hügeln zu suchen.

Wüsten kann man sich ebenfalls relativ einfach so erklàren, das der Sand
dann nicht dort hin geweht sein muß, sondern sich direkt dort abgelagert
haben kann. Gleiches gilt in àhnlicher Form für Salzpfannen, welche dann
die Reste ehemaliger Binnenmeere wàren, die spàter eingetrocknet sind.

Auch wenn dies leidlich einleuchtend erscheint, dann bleibt die Frage
warum anscheinend alle wissenschaftlichen Theorien das Gegenteil
behaupten, nàmlich daß der Meeresspiegel steigt.

Thomas Heger
 

Lesen sie die antworten

#1 Matthias Rosenkranz
22/10/2009 - 12:21 | Warnen spam
Thomas Heger schrieb:

[snip völlig haltlose Spekulationen]
Auch wenn dies leidlich einleuchtend erscheint, dann bleibt die Frage
warum anscheinend alle wissenschaftlichen Theorien das Gegenteil
behaupten, nàmlich daß der Meeresspiegel steigt.



Vielleicht weil sie es einfach GEMESSEN haben?

Gruß Matthias

Ähnliche fragen