Wandernder Lichtbogen im Generator Circuit Breaker

30/04/2008 - 15:39 von tigerhawk62 | Report spam
Hallo,

Ich habe eine kleine Frage, und zwar mache ich grad ein Praktikum bei
einem Elektrotechnik Konzern und ich bin in der Abteilung für GCBs,
die Funktionsweise ist mir soweit klar, nur bei einem kleinen Detail
weiss ich im Moment keinen Rat. Der Lichtbogen zwischen dem hohlen,
zylindrischen "Brennstab" und dem anderen Kontakt ( Ein ziemlich
massiver Kupferklotz, in den eine ziemliche dicke Spule
"eingearbeitet" ist ( wir hatten ein Modell, da war der Kontakt
seitlich aufgeschnitten ). Nun mein Problem, der Lichtbogen ist ja
mehr oder weniger ein "Strahl" aus geladenen Teilchen, und die werden
in einem Magnetfeld durch die Lorenzt Kraft abgelenkt, dieser Effekt
soll den Lichtbogen auf dem Brennstab "wandern" lassen, ihn in
Rotation versetzen. Wenn ich mich richtig an mein Studium erinnere,
dann müsste die Lorentz Kraft für eine Rotation in jedem Punkt
tangential zur kreisförmigen Bahn des Lichtbogens verlaufen, wenn ich
nun davon ausgehe, dass die Ladungstràger im Lichtbogen senkrecht auf
diese "Bahnebene" eintreffen, so müsste das Magnetfeld doch in einer
Ebene mit der Bahn liegen und die Feldlinien sollten vom Mittelpunkt
der Kreisbahn ausgehend verlaufen. Ok, mein Ansatz ist ein wenig
"reverse engineered" aber nun zum eigentlichen Problem die Öffnung der
Spule liegt in der gleichen Richtung wie die Ausbreitung der
Ladungstràger, Sprich die Feldlinien, bzw die Feldvektoren zeigen in
die gleiche Richtung wie der Geschwindigkeitsvektor, das resultierende
Vektorprodukt zeigt dementsprechend nicht in die Richtung, die den
Lichtbogen zur Rotation bringen würde.

Ich bin mir fast sicher, dass ich nur einen ganz kleinen dàmlichen
Denkfehler irgendwo drin hab, eventuell sieht einer von Euch ja
gerade, wo ich nicht richtig nachgedacht habe. Ich würde hier ja auch
gar nicht posten, wenn google nicht nur Patente zum
Lichtbogenschweissen ausspucken würde.

mfg
 

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#1 Horst-D.Winzler
30/04/2008 - 17:11 | Warnen spam
schrieb:
Hallo,

Ich habe eine kleine Frage, und zwar mache ich grad ein Praktikum bei
einem Elektrotechnik Konzern und ich bin in der Abteilung für GCBs,
die Funktionsweise ist mir soweit klar, nur bei einem kleinen Detail
weiss ich im Moment keinen Rat. Der Lichtbogen zwischen dem hohlen,
zylindrischen "Brennstab" und dem anderen Kontakt ( Ein ziemlich
massiver Kupferklotz, in den eine ziemliche dicke Spule
"eingearbeitet" ist ( wir hatten ein Modell, da war der Kontakt
seitlich aufgeschnitten ). Nun mein Problem, der Lichtbogen ist ja
mehr oder weniger ein "Strahl" aus geladenen Teilchen, und die werden
in einem Magnetfeld durch die Lorenzt Kraft abgelenkt, dieser Effekt
soll den Lichtbogen auf dem Brennstab "wandern" lassen, ihn in
Rotation versetzen. Wenn ich mich richtig an mein Studium erinnere,
dann müsste die Lorentz Kraft für eine Rotation in jedem Punkt
tangential zur kreisförmigen Bahn des Lichtbogens verlaufen, wenn ich
nun davon ausgehe, dass die Ladungstràger im Lichtbogen senkrecht auf
diese "Bahnebene" eintreffen, so müsste das Magnetfeld doch in einer
Ebene mit der Bahn liegen und die Feldlinien sollten vom Mittelpunkt
der Kreisbahn ausgehend verlaufen. Ok, mein Ansatz ist ein wenig
"reverse engineered" aber nun zum eigentlichen Problem die Öffnung der
Spule liegt in der gleichen Richtung wie die Ausbreitung der
Ladungstràger, Sprich die Feldlinien, bzw die Feldvektoren zeigen in
die gleiche Richtung wie der Geschwindigkeitsvektor, das resultierende
Vektorprodukt zeigt dementsprechend nicht in die Richtung, die den
Lichtbogen zur Rotation bringen würde.



http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtbogen

http://de.wikipedia.org/wiki/Lorentzkraft

Man sollte Wiki nicht von vornherein als zu Populàrwissenschaftlich
abtun ;-)

mfg hdw

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