Wandlerkonzept, war 400Hz-Trafo

24/02/2008 - 08:57 von Stefan Huebner | Report spam
Hallo zusammen,

ich hoffe, Joerg fühlt sich durch das Topic motiviert reinzuschauen ;)

In der letzten Diskussion um einen Trafo für 300-1000Hz kam von Joerg
die Beschreibung eines üblichen Konzepts von True-Sine-Wandlern: ein
Vorwàrtswandler erzeugt eine Zwischenkreisspannung in Form einer
vollwellengleichgerichteten Sinusspannung, indem der Sollwert als eine
ebensolche Hüllkurve vorgegeben wird. Danach folgt dann eine
Vollbrücke, die die Polaritàt des Ausgangssignals nach jeder Halbwelle
umkehrt.
Was ich mich frage und heute auch noch simulieren muss, falls keiner
die Antwort parat hat: wie verhàlt sich sowas bei überwiegend
kapazitiven Lasten? Man stelle sich eine Ersatzlast aus einem ohmschen
Widerstand von zB. 1k (Nutzlast) und einem Kondensator von 200nF vor -
mieser cos phi, aber kann in dieser Topologie die Blindleistung
irgendwo zirkulieren? Sonntagmorgenneunuhr-Brettvormkopf?

Bei meinem Vorschlag mit dem DC-Zwischenkreis und entsprechender
Ansteuerung der Brücke (Sinus-Approximation mittels PWM, anschliessend
L, C ist ja schon genug da...) habe ich wenigstens den Bulk-C, das
andere Konzept hat zwar hinter dem Vorwàrtswandler eine Drossel als
Energiespeicher, aber davor sitzen Dioden und verhindern im
Zweifelsfall wirksam einen Stromfluss.
 

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#1 Joerg
24/02/2008 - 18:45 | Warnen spam
Stefan Huebner wrote:
Hallo zusammen,

ich hoffe, Joerg fühlt sich durch das Topic motiviert reinzuschauen ;)

In der letzten Diskussion um einen Trafo für 300-1000Hz kam von Joerg
die Beschreibung eines üblichen Konzepts von True-Sine-Wandlern: ein
Vorwàrtswandler erzeugt eine Zwischenkreisspannung in Form einer
vollwellengleichgerichteten Sinusspannung, indem der Sollwert als eine
ebensolche Hüllkurve vorgegeben wird. Danach folgt dann eine
Vollbrücke, die die Polaritàt des Ausgangssignals nach jeder Halbwelle
umkehrt.
Was ich mich frage und heute auch noch simulieren muss, falls keiner
die Antwort parat hat: wie verhàlt sich sowas bei überwiegend
kapazitiven Lasten? Man stelle sich eine Ersatzlast aus einem ohmschen
Widerstand von zB. 1k (Nutzlast) und einem Kondensator von 200nF vor -
mieser cos phi, aber kann in dieser Topologie die Blindleistung
irgendwo zirkulieren? Sonntagmorgenneunuhr-Brettvormkopf?




Ok, da Du es eilig hast ganz auf die Schnelle vor dem Kirchgang:

Da sitzen meist 50-100uF hinter dem Forward Converter, vor der Bruecke.
D.h. es muss eine Grundlast angeschlossen sein, sonst gibt das von vorn
herein keinen Sinus. Deine 200nF jucken dann nicht viel. Notfalls aktiv
herunterziehen, was aber bei groesseren Kapazitaten intern
Verlustleistung ergibt.


Bei meinem Vorschlag mit dem DC-Zwischenkreis und entsprechender
Ansteuerung der Brücke (Sinus-Approximation mittels PWM, anschliessend
L, C ist ja schon genug da...) habe ich wenigstens den Bulk-C, das
andere Konzept hat zwar hinter dem Vorwàrtswandler eine Drossel als
Energiespeicher, aber davor sitzen Dioden und verhindern im
Zweifelsfall wirksam einen Stromfluss.




Wenn die Bruecke als Push-Pull mit LC Ausgang arbeitet, kannst Du
natuerlich einen Sinus "erzwingen". Dann aber die Schleifenstabilitaet
mit einem Argusauge betrachten. In der Bilanz sieht das bei grossen
Wandlern nicht gut aus, denn je zwei Gates im zig kHz Takt
herumzureissen kostet auch eine Menge Energie.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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