Wärmeleitfähigkeit von superfluidem He4

16/12/2008 - 20:52 von beheiger | Report spam
Hallo,

ich bin verwirrt. Einerseits heisst es im 2-Flüssigkeits-Modell
von superfluidem He4, dass die superfluide Komponente
keine Entropie transportiert, also auch keine Wàrme.
Andererseits ist die Wàrmeleitfàhigkeit von superfluidem He4
aber angeblich extrem hoch. Diese müsste jedoch durch die
"normale" Fluidkomponente vermittelt werden. Oder?
Aber warum ist sie dann so hoch?

Habe den Vermerk gefunden, dass die Wàrmeleitung
im vorliegenden Fall nicht durch die übliche Wàrmeleitungsgleichung,
sondern durch eine Wellengleichung beschrieben wird.

Kann mir das jemand erklàren? Wer kennt sich da aus?

Zitate?

Gruss,

Andi
 

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#1 O.Zelesnik
17/12/2008 - 14:29 | Warnen spam
Die Wàrmeleitfàhigkeit von superfluidem Helium-II ist verglichen mit
normalfluidem Helium-I um mehrere Größenordnungen erhöht (s. 'On the
heat conductivity of liquid helium', Keesom & Keesom in Physica Volume
3, Issue 5, May 1936, Pages 359-360), was sich u.a. daran zeigt, dass
unterhalb des Lamdapunktes kein Sieden zu beobachten ist.

Im Zwei-Flüssigkeits-Modell wird Helium-II beschrieben, 'als ob' es sich
aus einer normalfluiden und einer suprafluiden Komponente zusammensetzt.
Die suprafluide Komponente tràgt dabei keine Entropie, sondern die
normalfluide Komponente (des suprafluiden Helium-II!).

Die Wellengleichung die Du suchst bezieht sich wohl auf den 'Zweiten
Schall', der in Helium-II auftritt. Dazu findet sich u.a. etwas bei Enss
& Hunklinger 'Tieftemperaturphysik' oder in Tilley & Tilley
'Superfluidity and Superconductivity'.

MfG, OZ


beheiger schrieb:
Hallo,

ich bin verwirrt. Einerseits heisst es im 2-Flüssigkeits-Modell
von superfluidem He4, dass die superfluide Komponente
keine Entropie transportiert, also auch keine Wàrme.
Andererseits ist die Wàrmeleitfàhigkeit von superfluidem He4
aber angeblich extrem hoch. Diese müsste jedoch durch die
"normale" Fluidkomponente vermittelt werden. Oder?
Aber warum ist sie dann so hoch?

Habe den Vermerk gefunden, dass die Wàrmeleitung
im vorliegenden Fall nicht durch die übliche Wàrmeleitungsgleichung,
sondern durch eine Wellengleichung beschrieben wird.

Kann mir das jemand erklàren? Wer kennt sich da aus?

Zitate?

Gruss,

Andi


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