Warum passt die Mathematik auf die Wirklichkeit?

27/10/2015 - 17:08 von WM | Report spam
"Insofern sich die Sàtze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit." - A. Einstein: "Geometrie und Erfahrung", Festvortrag, Berlin (1921), abgedruckt in A. Einstein: "Mein Weltbild", C. Seelig (Hrsg.), Ullstein, Frankfurt (1966) p. 119f.

Es handelt sich um eine Kontraposition:
W ==> ~S
S ==> ~W
Beide Aussagen sind àquivalent. Beide sind falsch.

Um diese allgemeine Behauptung zu widerlegen, genügt ein Gegenbeispiel:
Ein Satz der Mathematik ist das kommutative Gesetz der Addition von Zahlen: a + b = b + a. Es wird in jedem Falle in der Wirklichkeit eines Portemonnaies mit mindestens zwei Fàchern bestàtigt.

Wie ist es möglich, dass die Mathematik, die doch ein von aller Erfahrung unabhàngiges Produkt des menschlichen Denkens ist, auf die Gegenstànde der Wirklichkeit so vortrefflich passt? [A. Einstein, a.a.O]

Ohne Erfahrung ist keine Denken möglich. Ohne Wirklichkeit - zu der übrigens die zum Denken verwendeten Apparaturen ebenso gehören wie die Gegenstànde des Denkens (wir denken niemals an eine abstrakte Zahl 3, sondern an drei Gegenstànde oder an das Schriftbild oder an die gesprochene Silbe oder sonst eine Materialisation, aus der die Abstraktion entnommen sein könnte) - hàtte sich Mathematik ebensowenig entwickeln können wie ein Universum ohne Energie oder Masse. Deswegen stimmt die Mathematik mit der Wirklichkeit überein - jedenfalls richtige Mathematik.

Gruß, WM
 

Lesen sie die antworten

#1 0#
01/01/1970 - 01:00 | Warnen spam
Rudolf Sponsel Wrote:
weil die
meisten Mathematiker Begriffsschlamper und zu ordentlichen Erklàrungen
unwillig oder unfàhig sind.



Das kommt nur Idioten so vor.

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