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Wäschepfähle im Nebel

27/03/2013 - 13:28 von Rainer Rosenthal | Report spam
Neulich sah ich jemanden im Nebel um
im Kreis aufgestellte Wàschepfàhle
laufen.

Er konnte nicht von einem Pfahl zum
nàchsten schauen - so dicht war der
Nebel.

Der Mann hatte einen Taschenrechner dabei,
Bei jedem Pfahl zàhlte er die Wàscheleinen,
murmelte und tippte was in seinen Rechner.
Dann ging er entlang der àußersten
Wàscheleine weiter zum nàchsten Pfahl.

Ich wurde neugierig und begleitete ihn.
"Was machen Sie denn da genau?", fragte ich.

"Sehen Sie", sagte er, "hier bei diesem
Pfahl kommen 4 Wàscheleinen an. Da ziehe
ich einfach 1 ab und dann noch den Kehrwert
von der Zahl, die ich bisher errechnet hatte."

Das machte er dann tatsàchlich bei jedem
weiteren Pfahl, zu dem wir uns durch den
dichten Nebel hangelten.
Bei einem Pfahl zeigte sein Taschenrechner

ERROR

Da grinste der Mann und sagte: "Prima! Das
war der letzte Pfahl."

Ihr könnt Euch denken, dass ich ziemlich
verblüfft war, und fragte natürlich, wie er
da so sicher sein konnte.

Die Antwort war ebenfalls verblüffend.

"Nun", sagte der Mann, "ich weiß ja, dass überall
Leinen gespannt sind, wo das ohne Überkreuzung
möglich ist."

Ich war noch skeptisch, ob er mich nur anschwindeln
wollte, aber er sagte: "Beim nàchsten Pfahl finde
ich dann auch meinen Hut wieder, den ich beim Losgehen
dort aufgehàngt hatte."
Tatsàchlich war dort der Hut. Der Nebel lichtete sich
in dem Moment, und der Mann verabschiedete sich.
Danach hatte ich das Gefühl, in meinem Hirn sei Nebel.
So ganz ist er auch jetzt noch nicht verschwunden, aber
ich habe das Ganze inzwischen mit verschiedenen
Konstellationen durchgespielt, und ich habe gesehen:
wenn man beim ersten Pfahl einfach die um 1 verminderte
Anzahl der dort ankommenden Wàscheleinen in den Rechner
tippt und dann die Anweisung des Mannes befolgt, dann
kommt stets ERROR beim letzten Pfahl!

Sogar bei der einfachsten Konstellation funktioniert
das: drei Pfàhle mit drei Wàscheleinen. Beim ersten
Pfahl kommen 2 Leinen an, ich rechne 2-1 und habe 1
im Display. Beim nàchsten Pfahl sind wieder 2 Leinen.
Ich rechne 2 minus 1 minus und ziehe den Kehrwert der
Display-Zahl ab. Das ergibt 0 im Display.
Komme ich zum dritten Pfahl mit wieder 2 Leinen, dann
rechne ich 2-1-1/0 und bekomme ERROR, weil man nicht
durch Null teilen darf.

Tatsàchlich ist dieser dritte Pfahl auch der letzte
auf der (kurzen) Rundreise gewesen.

In den Zaubernebel hat mich Gerhard Woeginger mit seiner
in de.rec.denksport gestellten Aufgabe geschickt.
Sie ist vom 22.3.2013 und hat den Titel
[Matx]#693: Das phantastische Zwoelfeck.

Herzlich grüßend,
Rainer Rosenthal
r.rosenthal@web.de
 

Lesen sie die antworten

#1 Peter Kramer
28/03/2013 - 17:54 | Warnen spam
Rainer Rosenthal wrote in news:arg6umFkpe2U1
@mid.individual.net:




Beonders klug ist die Rechnung nicht, sondern eher eine Trickserei.
Man braucht nicht jedesmal den Kehrwert abzuziehen. Es reicht wenn man
den Kehrwert bei jedem Schritt prüft. Es ergibt sich immer beim letzten
Pfahl banal logischerweise 1/0.Man zàhle die Pfàhle und die Schnüre und
prüfe den Kehrwert.



Vor allen Dingen wàre es gut gewesen wenn du die Pfàhle-
Leinenkonstelation klar und verstàndlich beschrieben hàttest, damit man
auch genau weiss was du rechnest.



(n-k)/(n-k-1); k= {0; 1;(n-1)}

Neulich sah ich jemanden im Nebel um
im Kreis aufgestellte Wàschepfàhle laufen.

Er konnte nicht von einem Pfahl zum
nàchsten schauen - so dicht war der
Nebel.

Der Mann hatte einen Taschenrechner dabei,
Bei jedem Pfahl zàhlte er die Wàscheleinen,
murmelte und tippte was in seinen Rechner.
Dann ging er entlang der àußersten
Wàscheleine weiter zum nàchsten Pfahl.

Ich wurde neugierig und begleitete ihn.
"Was machen Sie denn da genau?", fragte ich.

"Sehen Sie", sagte er, "hier bei diesem
Pfahl kommen 4 Wàscheleinen an. Da ziehe
ich einfach 1 ab und dann noch den Kehrwert
von der Zahl, die ich bisher errechnet hatte."

Das machte er dann tatsàchlich bei jedem
weiteren Pfahl, zu dem wir uns durch den
dichten Nebel hangelten.
Bei einem Pfahl zeigte sein Taschenrechner

ERROR

Da grinste der Mann und sagte: "Prima! Das
war der letzte Pfahl."

Ihr könnt Euch denken, dass ich ziemlich
verblüfft war, und fragte natürlich, wie er
da so sicher sein konnte.

Die Antwort war ebenfalls verblüffend.

"Nun", sagte der Mann, "ich weiß ja, dass überall
Leinen gespannt sind, wo das ohne Überkreuzung
möglich ist."

Ich war noch skeptisch, ob er mich nur anschwindeln
wollte, aber er sagte: "Beim nàchsten Pfahl finde
ich dann auch meinen Hut wieder, den ich beim Losgehen
dort aufgehàngt hatte."
Tatsàchlich war dort der Hut. Der Nebel lichtete sich
in dem Moment, und der Mann verabschiedete sich.
Danach hatte ich das Gefühl, in meinem Hirn sei Nebel.
So ganz ist er auch jetzt noch nicht verschwunden, aber
ich habe das Ganze inzwischen mit verschiedenen
Konstellationen durchgespielt, und ich habe gesehen:
wenn man beim ersten Pfahl einfach die um 1 verminderte
Anzahl der dort ankommenden Wàscheleinen in den Rechner
tippt und dann die Anweisung des Mannes befolgt, dann
kommt stets ERROR beim letzten Pfahl!

Sogar bei der einfachsten Konstellation funktioniert
das: drei Pfàhle mit drei Wàscheleinen. Beim ersten
Pfahl kommen 2 Leinen an, ich rechne 2-1 und habe 1
im Display. Beim nàchsten Pfahl sind wieder 2 Leinen.
Ich rechne 2 minus 1 minus und ziehe den Kehrwert der
Display-Zahl ab. Das ergibt 0 im Display.
Komme ich zum dritten Pfahl mit wieder 2 Leinen, dann
rechne ich 2-1-1/0 und bekomme ERROR, weil man nicht
durch Null teilen darf.

Tatsàchlich ist dieser dritte Pfahl auch der letzte
auf der (kurzen) Rundreise gewesen.

In den Zaubernebel hat mich Gerhard Woeginger mit seiner
in de.rec.denksport gestellten Aufgabe geschickt.
Sie ist vom 22.3.2013 und hat den Titel
[Matx]#693: Das phantastische Zwoelfeck.

Herzlich grüßend,
Rainer Rosenthal


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