Webcache und Array Designfrage

31/03/2009 - 10:09 von Enrico S. | Report spam
Folgendes Szenario: Es gibt 2 Standorte. Beide Standorte haben eigene
dedizierte Internetanbindungen.
Am Standort 1 gibt es bereits ein ISA Server Array bestehend aus 2 Stück
ISA2000EE. Die ISA Kommunikation erfolgt derzeit über jeweils eine dedizierte
und mit Crossoverkabel verbundene Gigabit-Ethernetschnittstelle. Beide Server
haben 8 GB RAM, von denen der ISA leider nur ca. 3 nutzen kann. Pro Server
sind 4 GB Plattenspeicher als Webcache eingerichtet.
Die ISAs stehen hinter Load-Balancern mit bis zu 4 WAN Verbindungen.
Standort 2 ist über eine dedizierte WLAN Richtfunkverbindung mit Standort 1
verbunden.
Ich würde nun gern am Standort 2 ein oder zwei weitere Arraymitglieder
installieren. Der Datenaustausch des Webcache müsste dann aber über die WLAN
Verbindung erfolgen und hier weiß ich nicht, wie es bezüglich der Performance
aussehen wird. Ich wàre hier über einen Tipp sehr erfreut. Evtl. kàme noch
die Lösung mit dem Upstream Proxy in Betracht, leider ist diese nur
unidirektional. Die Nutzer sollen nàmlich gar nicht merken, welche Verbindung
sie eigentlich gerade nutzen. Das gilt für die Benutzer auf beiden Seiten.
Das Arrayverhalten kommt uns sehr entgegen, beim Ausfall eines ganzen
Standortes.
Die ISA interne Kommunikation darf die WLAN Verbindung nicht verstopfen.
Weitere Standorte sollen zukünftig ebenfalls so angebunden werden. Am Ende
ist dies ein riesiger Array, bei dem kein Benutzer weiß, von welchem Server
er eigentlich gerade bedient wird. Somit soll auch ein Load-Balancing
zwischen den einzelnen Internetanbindungen erreicht werden.
Welche Vorgehensweise wàre zu empfehlen?
Macht es Sinn, 2 ISA Server an theoretisch 4 WAN Verbindungen zu betreiben,
oder wàre es besser 4 Server zu nehmen, damit auch tatsàchlich 4 leichzeitige
Sessions entstehen können? Nur um den Load-Balancer voll auszunutzen.
Sind 4 GB Plattenspeicher pro Arraymitglied passend, oder sollte hier etwas
geàndert werden? Ist es sinnvoll den Webcache auf Speicherlaufwerke (z.B.
Gigabyte i-RAM) zu legen, zwecks der besseren Zugriffszeit? Leider findet man
nirgendwo Informationen, wie genau der Cache intern arbeitet.
Kann ich den bestehenden Array mit der dedizierten Crossover Verbindung so
weiterbetreiben, und nur die ISA Kommunikation der neuen Arraymitglieder aufs
„normale“ Netz legen, oder muss ich die komplette ISA Kommunikation aufs
„normale“ Netz legen?
Werde ich bei der Konfiguration der Bandbreitenregeln an Grenzen stoßen, da
man ja die Bandbreite fürs gesamte Array angeben muss? Das kann dann beim
weiteren Ausbau leicht in den Gigabitbereich gehen. Wie regelt der ISA das
Verhalten zwischen Standorten mit schwacher und Standorten mit starker
Internetanbindung?
Was passiert, wenn das einzelne Arraymitglied zwar funktioniert, aber dessen
Internetanbindung ausgefallen ist? Holt der Client sich dann die Daten von
einem anderen Arraymitglied?
Wir befinden uns hier noch in der Planungsphase. Irgendwann sollen mehrere
Tausend Benutzer gleichzeitig das Array Netzwerk nutzen können.
Wir verwenden ISA2000 wegen der für unsere Belange perfekten Möglichkeit der
Bandbreitenregelung und auch weiterhin wegen der immer günstiger werdenden
Lizenzen. Direkter Microsoft Support spielt für uns keine Rolle, da der ISA
funktioniert. Solange das Internet auf den vom ISA unterstützten Parametern
und Protokollen basiert, werden wir das nicht àndern.
 

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#1 Jens Mander
31/03/2009 - 10:36 | Warnen spam
hai enrico,

Beide Server haben 8 GB RAM, von denen der ISA leider nur ca. 3 nutzen
kann.



erst ab tmg unter w2k8 sind mehr als 4gb ram nutzbar.

Pro Server sind 4 GB Plattenspeicher als Webcache eingerichtet.



falls hdd-platz vorhanden ist, kannst du ruhig ein wenig mehr draus machen.
15gb würde ich allerdings unter isa2000 nicht überschreiten.

Ich würde nun gern am Standort 2 ein oder zwei weitere Arraymitglieder
installieren.



warum kein neues array, würde sich eher anbieten oder?

Der Datenaustausch des Webcache müsste dann aber über die WLAN
Verbindung erfolgen und hier weiß ich nicht, wie es bezüglich der
Performance
aussehen wird.



kommt auf dein wlan an. wie stabil làuft jenes und was für kapazitàten gibt
es her? damit steht und fàllt die performance.

Die ISA interne Kommunikation darf die WLAN Verbindung nicht verstopfen.



in dem fall am standort2 auch ein crossover zwischen den isas spannen.

Macht es Sinn, 2 ISA Server an theoretisch 4 WAN Verbindungen zu
betreiben,
oder wàre es besser 4 Server zu nehmen, damit auch tatsàchlich 4
leichzeitige
Sessions entstehen können? Nur um den Load-Balancer voll auszunutzen.



normalerweise sollte das doch dein load-balancer klàren oder? sprich die
auslastung und lastverteilung auf die jeweiligen wan-connects.

Sind 4 GB Plattenspeicher pro Arraymitglied passend, oder sollte hier
etwas
geàndert werden?



s.o.

Ist es sinnvoll den Webcache auf Speicherlaufwerke (z.B.
Gigabyte i-RAM) zu legen, zwecks der besseren Zugriffszeit?



ich glaube nicht, das das einen fühlbaren performance-gewinn hergibt. wie
sieht denn deine baseline aus? wàre interessant unter last dein array mal zu
analysieren.

Leider findet man nirgendwo Informationen, wie genau der Cache intern
arbeitet.



http://www.microsoft.com/resources/...x?mfr=true

Was passiert, wenn das einzelne Arraymitglied zwar funktioniert, aber
dessen
Internetanbindung ausgefallen ist? Holt der Client sich dann die Daten von
einem anderen Arraymitglied?



soweit ich weiss nicht.

gruss, jens mander...
www.aixperts.de
www.hentrup.net
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