welche freie Toolchain für Microcontroller??

19/04/2009 - 21:54 von onlinefloh | Report spam
Tach Elektronenschubser,

nachdem mein Kalender wieder ein wenig mehr freie Zeit aufweist, wollte
ich mal wieder ein paar Projekte von mir aufgreifen, die alle irgendwie
auch nen Microcontroller beinhalten. Die wollen ja üblicherweise auch
programmiert werden, und da fàngt meine Ràtselei an: je nach Gusto der
Chiphersteller werden die verschiedensten Varianten pràferiert
(Keil, codesurcery, WinAVR, codewarrior und wie sie alle heißen), doch
wer ohne Windows unterwegs ist wird im Regen stehen gelassen was
Unterstützung seitens des Herstellers angeht. Gut, insoweit
verschmerzbar, daß der gcc für nahezu alles kompiliert, was ne "1" von
ner "0" unterscheiden kann. Doch brauchts für ne brauchbare
Entwicklungsumgebung ja mehr als nur nen Compiler: der Transfer der
Software ins Zielsystem will erledigt werden, In-Circuit-Debugging ist
mitunter auch ganz hilfreich und àhnliches mehr. Und da habe ich
überhaupt keinen Überblick. Es gibt nen Haufen JTAG-Zeugs, bei dem mir
nicht klar ist, inwieweit das mit fremden Umgebungen (andere
Prozessorarchitektur, anderer Hersteller etc.) klarkommt, und auch sonst
bin ich in dieser Hinsicht recht wenig bewandert (lies: ich hab keinen
Schimmer).

Konkret zur Anwendung kommen werden wohl ein paar ARM Cortexe von
luminary, da zum einen wohl ausreichend performant für mich und
gleichzeitig preiswert sowie in handlötbaren Gehàusen erhàltlich. Aber
wie gesagt: Im Laufe der Zeit werden sicher auch andere zum Einsatz
kommen, hier liegen noch ein paar unbenutzte 68k-Varianten rum, und auf
den PowerPC in nem Virtex-2 Pro oder Virtex-4 hàtte ich auch Lust...

Also, womit habt Ihr Erfahrungen gemacht, was könnt Ihr empfehlen bzw.
wovon ist eher abzuraten?

Gruß,
Florian
 

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#1 Rafael Deliano
20/04/2009 - 08:37 | Warnen spam
codewarrior ...
wovon ist eher abzuraten?


Das Zeug von Freescale ist extrem aufgeblàht. Weil es wohl
"alle" Controller von Freescale unterstützen will. Mag sein
daß ein C-Coder bei einem automotive-Zulieferer der 5 Tage
die Woche damit werkelt damit klar kommt. Für Hobbyanwender
dürfte die Einarbeitungszeit unakzeptabel sein.
Für den Zugriff auf typische Freescale-Controller ist kein
JTAG sondern eine BDM-Hardware nötig. Die kann auf einem
Evaluationboard integriert sein, typisch würde Codewarrior
eine nicht ganz billige Schachtel von P&E die an USB hàngt
benötigen. D.h. Codewarrior ist mit Speicherbeschrànkung
( 8k Byte ? ) kostenlos, BDM kostet aber.

ARM Cortexe von luminary


Ich würde mal prüfen ob die Anwendung von einem 8 Bit
Controller zu bewàltigen ist und dann so einen nehmen.
Man tut sich besonders als Anfànger keinen Gefallen
wenn man den dicksten Prozessor nimmt und dann an der
Komplexitàt die der mitschleppt scheitert.
Jemand der einen PIC16Cxx in Assembler programmiert,
seine erste simple Anwendung schnell realisiert und
dann feststellt daß der Befehlssatz ihn auf simple
Anwendungen begrenzt und er den Controller wechseln muß
ist letztlich effizient. Denn er hat seine erste
Anwendung tatsàchlich realisiert. Und alle zukünftigen
simplen Anwendungen kann er mit dem PIC abwickeln.
Der typische ARM-Anfànger nimmt kein rohes IC sondern
ein Evaluation-Board wo er ( weil Hardware & Software schon
passend vorgefertigt sind ) er auch bald das Erfolgs-
erlebnis "blinkes LED" erreicht. Er wird seine erste
Anwendung mit dem Board wohl auch mit etwas Glück
realisieren können. Aber die Boards sind relativ teuer.
Und abgesehen von z.B. Elektronikladen wo sie lànger
verfügbar sind kann man nicht davon ausgehen daß man das
Board in 2 Jahren noch kaufen kann.

MfG JRD

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