Welche Netzklasse ist die richtige.

18/04/2008 - 08:28 von Ulrich Reuber | Report spam
Hallo NG,
ich plane gerade auf dem Reisbrett die IT-Infrastruktur für ein 2. Werk
eines mittelstàndischen Industrieunternehmens. In dem 2.Werk wird in Zukunft
eingesetzt:
- Computer / W3K - XP / Linux
- Telefone VOIP
- Mobotix Videoüberwachung
- IP Uhren,
- Zutrittskontrolle
- Ethernet an den Maschinen

Welche IP Class würde da passen? Sollte man gleich auf Class A wie
10.0.100.0 gehen? Sollten die verschiedenen Endgeràt wie Telefone und PCs in
pysikalisch verschiedenen Subnetz gefahren werden? Der Ausbau der Endgeràte
wird sich am Anfang zugegeben auf ca. 20 Stk/Art beschrànken, doch sicherlich
wachsen
Hat jemand àhnliche Projekte realisiert? Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß Uli
Live long and prosper
 

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#1 Thomas Wildgruber
18/04/2008 - 10:24 | Warnen spam
On Thu, 17 Apr 2008 23:28:13 -0700, Ulrich Reuber wrote:

Welche IP Class würde da passen? Sollte man gleich auf Class A wie
10.0.100.0 gehen?



Wenn du soviele IP Geràte erwartest, dass sie nicht mehr in ein Class C
Netz passen. Wir haben erst kürzlich einen neuen Standort in Betrieb
genommen und wir haben die Server in ein eigenes VLAN gepackt und die
Clients ebenfalls in mehrere VLANs logisch strukturiert. Gekoppelt ist das
ganze über ein ISA Interface, welches am Core Switch in alle VLANs getagged
ist. Damit haben wir mehr Kontrolle zu den Servern und können das ganze
auch granularer einstellen.

Sollten die verschiedenen Endgeràt wie Telefone und PCs in
pysikalisch verschiedenen Subnetz gefahren werden?



Mindestens die Telefone sollten in ein eigenses VLAN kommen. Je nachdem wie
du die Telefone ans LAN koppelst, solltest du dir Gedanken über die VoIP
Priorisierung machen (QoS; CoS). Du solltest dir die Spezifikationen 802.1p
(Prorisierung) 802.1q (Tagging) genauer anschauen und darauf achten, dass
die entscheidenden Stationen die og Spezifikationen beherrschen.

Der Ausbau der Endgeràte wird sich am Anfang zugegeben auf ca. 20 Stk/Art
beschrànken, doch sicherlich wachsen



Na ja, das ist jetzt nicht die Welt. Eine VoIP Verbindung sollte mit ca.
100kb/s veranschlagt werden. Diverse Kompressationsverfahren drücken diesen
Wert noch aber damit bist auch einer guten Seite. Wir haben das so gemacht,
dass wir die PCs nicht durch die Telefone schleifen, sondern jedem Endgeràt
einen eigenen Anschluss spediert haben (4 x RJ45 pro Arbeitsplatz ->
Anschlüsse kann man nie genug haben), dieses Setup impliziert so schon QoS
ohne, dass man gross was tun muss. Lediglich bei den Uplinks der
Accessswitche zum Coreswitsch (Gbit, Glasfaserbackbone) wurde VoIP Vorfahrt
eingeràumt und das funktioniert prima. Das ist z.B bei HP ein simples
Kommando am Switch, eine Konfiguration der Endgeràte ist nicht
erforderlich.

HTH Tom

"Ich weiß nicht, was der französische Staatspràsident Mitterand denkt, aber
ich denke dasselbe." (Helmut Kohl)

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