Welche Technologie ermöglichte eigentlich DSL?

02/07/2009 - 03:00 von Anton Müller | Report spam
Hallo Gemeinde,

was ich "schon immer" mal fragen wollte, war, welche Technologie eigentlich
DSL ermöglichte. Immerhin werden dort Frequenzen von ca. 200kHz...1MHz über
einen popeligen Telefondraht übertragen. Das sind ja Frequenzen, die
eigentlich (fast) schon "HF" sind (zumindest schon im LW-Bereich liegen),
für die man früher[tm] wenigstens mal Koaxialkabel o.à. verwendet hàtte.

Also kurz und gut, mich interessiert einfach, welche
"Erfindung/Entwicklung" denn den Durchbruch von der früheren Technik, also
dem "analog Modem" hin zu DSL ermöglichte.

Danke euch für Infos.

Anton.
 

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#1 Joerg
02/07/2009 - 03:15 | Warnen spam
Anton Müller wrote:
Hallo Gemeinde,

was ich "schon immer" mal fragen wollte, war, welche Technologie eigentlich
DSL ermöglichte. Immerhin werden dort Frequenzen von ca. 200kHz...1MHz über
einen popeligen Telefondraht übertragen. Das sind ja Frequenzen, die
eigentlich (fast) schon "HF" sind (zumindest schon im LW-Bereich liegen),
für die man früher[tm] wenigstens mal Koaxialkabel o.à. verwendet hàtte.

Also kurz und gut, mich interessiert einfach, welche
"Erfindung/Entwicklung" denn den Durchbruch von der früheren Technik, also
dem "analog Modem" hin zu DSL ermöglichte.

Danke euch für Infos.




Im Prinzip ist es das brutale Aufschalten von circa 4kHz breiten
Bandsegmenten, aehnlich wie man es schon vor ueber 50 Jahren beim
Frequenzmultiplex tat. Nur hatte man sich damals noch nicht so hoch
"getraut". Bei DSL werden entsprechend mehr solcher Kanaele
aufgeschaltet und die Modems auf beiden Seiten tuefteln dann miteinander
aus, welche davon gut genug sind und welche nicht. Wieviele Du am Ende
benutzt haengt auch davon ab welchen Gebuehrentarif Du bezahlt hast.

Popelig sind Telefondraehte nicht. Die Impedanz ist relativ gut
kontrolliert und Kabel sind genormt. Es ist auch nicht so dass die
Distanzen sehr lang sind. Wo sie bei Euch die Grenze setzen weiss ich
nicht, hierzulande (USA) so bei rund 2km. Spaetestens da wird auf
Glasfaser oder andere echte Breitbandmedien umgesetzt. Wohnst Du weiter
weg, Pech gehabt. In Deutschland bieten sie fuer Leute in der Pampa noch
einen Langsamtarif mit 384kb/sec an, bei uns gibt es den Tarif m.W.
nicht. BTW, man hatte schon vor einem halben Jahrhundert erfolgreich
Signale mit etlichen MHz Bandbreite ueber verdrillte Leitungen der
Klasse "Klingeldraht" gepruegelt. So ganz neu ist das also alles nicht,
die Modulationsverfahren allerdings schon.

Federfuehrend war Ende der 80er Joseph Lechleider, unter dem Namen
sollte sich zu DSL einiges finden lassen. Seine Veroeffentlichungen
bekommt man ohne saftige Loehnung vermutlich nur ueber Uni-Bibliotheken.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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